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Ausgabe Januar 2018

B-W: Fischerei- wie Jagdverband werben für Natur-, statt für Jäger- und Anglerschutz

Redaktionell

alt

Baden-Württemberg:
Fischerei- wie Jagdverband werben in Schulen für Natur-, statt für Jäger- und Anglerschutz



Wenn Verbände von Jägern Anglern, Fischern etc. in Schulen gehen, finde ich das grundsätzlich klasse. Wenn, wie in Baden-Württemberg, mit dem Geld der Mitglieder Kalender verbreitet werden, welche nicht darstellen wie toll Angeln und Angler (oder Jagd und Jäger) sind, sondern dass man Gewässer schützen soll (Angelverbote?), dann wirds für mich als Angler komisch.
Ein Kommentar


Quelle:
Kalender zeigt Welt des Wassers
https://www.schwarzwaelder-bote.de/i...27b5e76ca.html

"Wilde Welten 2018 – Tierwelten in Baden-Württemberg"

 

Zitat:
Im Rahmen der pädagogischen Zusammenarbeit mit der Iselin-Grundschule und der Gemeinschaftsschule Kleiner Heuberg hat der Angelsportverein Mittleres Stunzachtal Heiligenzimmern diesen mehrere Exemplare des Kalenders "Wilde Welten 2018" überreicht.
.....
Dieser Kalender wird gemeinsam vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg und dem Landesjagdverband Baden-Württemberg herausgebracht und kann unter anderem über die örtlichen Fischereivereine kostenlos bezogen werden.
Zitat:
Ziel der Kalender ist es, die Schulklassen über die Umwelt unter und über Wasser zu informieren und ihnen die Schutzwürdigkeit dieser näher zu bringen.
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Kommentar

Baden-Württemberg - Anglerfeindlichstes Bundesland

Da wird man in Baden-Württemberg die zweite Legislatur GRÜN regiert, zuerst mit Rot, jetzt mit Schwarz.

Da scheinen die Verbände der Jäger und Fischerei schon aufgegeben zu haben, etwas aktiv für ihre sie bezahlende Klientel zu tun - siehe Beispiele wie das Versagen des LFVBW beim Kampf gegen Nachtangelverbot und ähnliches, über was wir schon breit berichtet haben.

Und zum Beispiel statt dessen Angeln oder Jagen aktiv in den Schulen in den Vordergrund zu stellen, mit den Kindern aktiv angeln zu gehen und da Angebote zu machen in den Schulen, Kalender mit Angelmethoden zu verteilen und Angelmöglichkeiten für Kinder.

Verbände für Gewässer- statt für Anglerschutz?

Nein, man nimmt statt dessen quasi noch der anglerfeindlichen GRÜN-Schwarzen Regierung (CDU steht für Beibehaltung Nachtangelverbot, GRÜNE eh im Kern anglerfeindlich!) und den als von den GRÜNEN als Staatssekretären ins Amt gehievten NABU-Leuten (Dr. Baumann, Ex-NABU-GF, jetzt Staatssekretär Umweltministerium) die Arbeit ab und stellt die Schutzwürdigkeit der Gewässer heraus, statt der Schutzwürdigkeit von Jagd und Angeln!

Und das in Zeiten, in denen Angler sowieso immer mehr Verbote und Einschränkungen bekommen, weil fast schon jedes Gewässer irgendeinen Schutzstatus hat.

Warum zum Teufel, arbeiten da Jagd- und Fischereiverband ausgerechnet noch anglerfeindlicher Regierung und Schützern zu?

Vogelnistkastenbau statt Angeln?

Gerade Baden-Württemberg als eines der eh schon anglerfeindlichsten Bundesländer bräuchte Verbände, die sich nicht als erstes für Schutz VOR Anglern und mehr Regeln und Einschränkungen an "schutzwürdigen" Gewässern einsetzen, sondern FÜR Angler und Angeln und WENIGER Verbote und Einschränkungen!!!

Dass der Vorsitzende des angesprochenen Angelvereines es noch als tolle Leistung im Artikel präsentiert, dass man Schülern die "Herstellung von Vogelnistkästen" gezeigt habe, lässt für mich schon die Frage aufkommen, ob der nicht besser in den NABU wechselt?
Wenn er anscheinend Vogelhilfe für einen Angelverein als für den wichtigeren Punkt als Angeln und Angler hält, um damit an die Öffentlichkeit zu gehen??

Wie wäre es "angelvereinstypisch" mit Posenbasteln, Knoten lernen, Kinder mit zum Angeln nehmen?

Statt Vogelnistkästen bauen??

Nur so mal als Vorschlag......


Der Vergleich mit einem Fussballverein/verband

Um zu verdeutlichen was ich meine, stellt euch euren Fussballverein vor Ort vor!!

Der stolz verkündigt, einen Kalender in die Schulen gebracht zu haben!

Bezahlt und erstellt von seinem Verband, am Ende finanziert durch Beiträge der Vereinsmitglieder.

In dem aber NICHT die vielen Vorteile des aktiven Fussballspielens (Sport, Bewegung, soziale Kompetenz/Team etc.) hervorgehoben werden.

Sondern, weil man ja Spielstätte und Fussballplatz als Grundlage zum kicken braucht, wird ein Kalender über die Schutzwürdigkeit von Fussballplätzen in die Schulen getragen.

Wie wichtig es ist, die Fussballplätze nicht über Gebühr zu belasten, Schutzzonen zur Rasenerholung einzurichten und nur noch nicht platzschädigende Stollen sowie rein nachhaltige Rasenpflege zu benutzen (auch wichtig in Zeiten des Klimawandels und für Regenwürmer aufm Platz), und zu starke Benutzung durch kickende Kinder zu vermeiden.

Die einfache Frage

Ist es jetzt wirklich schon soweit, dass man meint, nicht mehr offensiv für das aktive Angeln und Angler eintreten zu können?
Sondern nun tatsächlich nur noch Werbung für den Schutz von Gewässern in Schulen machen will?

Um den Kids klar zu machen, wenn NABU-Spendensammler und PETA-Angelverbieter kommen, dass die ja im Kern recht haben - man hat ja in der Schule VON Jägern und Anglern selber gelernt, dass Gewässer zu schützen sind?

Warum steht nicht einfach Schutz des aktiven Angelns und der aktiven Angler an erster Stelle?

Und warum bezahlen die Angelvereine solche Verbände, die am Ende so ja mit dafür sorgen, dass sie immer mehr Schwierigkeiten an ihren Gewässer bekommen?

Thomas Finkbeiner  



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