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Ausgabe Januar 2018

Mediathek/Video: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE: Vehlgaster fürchten um Angler-Freiheit

Redaktionell


Mediathek/Video: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE: Vehlgaster fürchten um Angler-Freiheit



Ständig wird in Deutschland versucht, Angelverbote, die im Rahmen der Ausweisung der Natura2000 Gebiete nicht von der EU vorgeschrieben sind, mit dem Argument Natura2000 dennoch überall durchzusetzen. Auch in Vehlgast, in Sachsen Anhalt. Selbst der MDR wird auf die Problematik aufmerksam und berichtet im Rahmen von MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE. Angelverein bietet Kompromiss, stellvertretender Bürgermeister spricht Klartext.

Über 700 Angler sind direkt betroffen von geplanten Angelverboten an der unteren Havel bei Vehlgast bei Havelberg.
Als Begründung werden "seltene" brütende Vögel aufgeführt.

Falko Geitz vom Sportfischerverein Havelberg schildert dann auch, dass solche Angelverbote ein großes Problem für den Verein wären.
Man wäre aber auch natürlich kompromissbereit......

Auch im Ort Vehlgast selber, der auch mit vom Wassertourismus lebt, hat man Angst dass mit Natura 2000 Wassersporttouristen ausbleiben.

Dazu der stellvertretende Bürgermeister Hans-Günther Rose ganz eindeutig und klar:
"Wir brauchen diese Verordnung nicht.
Wir leben seit Jahrzehnten im Einklang mit dieser Natur.
Und das hat der Natur mit Sicherheit nicht geschadet."


(Anmerkung Red.: Stimmt wohl: Sonst würden da wohl kaum "seltene Vögel brüten")

Naturschutz "gegen" die Bewohner solle es aber nicht geben, so Behördenvertreter....

Man versuche nun, "mögliche Kompromisse auszuloten".

Auch da ging es wieder um die Brutzeit seltener Vögel, die da brüten, obwohl seit Jahrzehnten geangelt wird.

Auf jeden Fall soll mindestens ein Ufer gesperrt werden als "Kompromiss", aber noch nicht mal das sei klar, dass es dabei bleibt.

Man wolle schauen, dass weder Wasservögel noch Angler von der Havel vertrieben werden - der MDR wolle am Thema dran bleiben.


Zum Video/Mediathek:

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http://www.ardmediathek.de/tv/MDR-SA...entId=48420932


 

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Kommentar

Einmal mehr sieht man hier, dass JEDE Art von Kompromiss nur zum salamitaktischen "Scheibe für Scheibe" - Wegfall von Angelmöglichkeiten führt.

Angeführt wie so oft als Grund für Verbote und Sperrungen werden (seltene) Vögel.

Dass diese "seltenen" Vögel da brüten, obwohl seit Jahrzehnten da geangelt wird, und somit klar ist, dass die Angler da nicht weiter stören (sonst würden die da ja nicht brüten), scheint den schützwütigen Behörden nicht aufzufallen. Oder sind die auch schon so NABU-indokritiniert, der sowas wie "brütende Vögel" als ehemaliger Vogelschutzbund ja immer gerne als Argument führt?

Leider hat der Herr vom Angelverein "Kompromissbereitschaft" signalisiert!
Und wird wohl partiellen Angelverboten am Ende zustimmen, obwohl es dazu faktisch und fachlich (die Vögel brüten da ja bereits TROTZ Anglern) KEINERLEI Grund dazu gibt.

Der stellvertretende Bürgermeister hat dagegen klar erkannt, was Sache ist und das auch klar formuliert:

Zitat:
"Wir brauchen diese Verordnung nicht.
Wir leben seit Jahrzehnten im Einklang mit dieser Natur.
Und das hat der Natur mit Sicherheit nicht geschadet."

Ob sich die Gemeinde auch so klar gegen die schutzwütigen Behörden positionieren wird, oder auch wie die Angler im Vorfeld schon Kompromisse anbietet, war nicht aus der Sendung zu entnehmen.

Wenn alle Argumente auf Seiten der Angler liegen, trotz Angeln seit ewigen Zeiten die Vögel da brüten, dann auch noch trotzdem "Kompromisse" schon im Vorfeld anzubieten, das ist leider das bekannte Spiel von Angelvereinen und -verbänden..

Es könnte ja noch schlimmer kommen ..

So braucht sich niemand über das scheibchenweise wegfallen von Angelmöglichkeiten zu wundern, ebensowenig über immer mehr Einschränkungen für Angler an den verbleibenden Plätzen.

Denn durch die Kompromisse - weil es schlimmer kommen könnte - WIRD es mit Sicherheit schlimmer kommen:
Wenn Schützer und schutzwütige Behörden sehen, dass man Erfolg damit hat und Angler einlenken, werden sie das sicher nicht zum Anlass nehmen, das nicht nochmal zu tun.

Sondern, weil es ja Erfolg gebracht hat, werden sie in den kommenden Jahren das Stück für Stück für Stück ausweiten!

Bis sie am Ende die Menschen von den Gewässern vertrieben und Angeln unmöglich gemacht haben.

Thomas Finkbeiner  



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