Ausgabe Mai 2012

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    Die Grünen und der Dorsch.....

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    DIE GRÜNEN UND DER DORSCH......

     



    Wahrscheinlich haben ja einige von Euch die Pressemeldung der Grünen zum Thema Dorschquote gelesen. Falls nicht, hier ist der Link dazu:

     

     http://www.anglerboard.de/board/showthread.php?t=102892

     

    Diese Meldung hat mich veranlasst, an Frau Behm eine Mail zu schreiben und ein paar Fragen zu stellen bzw. Vorschläge einzubringen. 

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    Die Mail: 


    Sehr geehrte Frau Behm,
    als Redakteur von Anglerboard.de veröffentliche ich ja immer wieder auch
    Ihre Pressemeldungen, so auch die aktuellen um Aal und Dorsch.

    Die Angler diskutierren ja die Situation um den Dorsch auch schon lange.

    Dabei wird klar, dass man weder was von abgesenkten Quoten noch von
    erhöhten Mindestmaßen hält.

    Erhöht man die Mindestmaße, wird viel Dorsch, der bisher verwertet
    werden durfte, wieder zurückgeschmissen und hat da praktisch keine
    Übelebenschance.
    Das heisst in der Praxis: Wenn nicht gleichzeitig auf entsprechende
    Netzgröße gesetzt wird, ist eine Mindestmaßanhebung kontraproduktiv.

    In unseren Augen wäre eine Quote nur dann sinnvoll, wenn sie alle
    Fischarten umfassen würde. Also keine Dorsch/Hering- oder sonstige
    Quote, sondern eine generelle Fangquote.

    Das kombiniert mit der Pflicht, keine Fische zurücksetzen zu dürfen,
    sondern den kompletten Fang in die Quote einzurechnen, würde bei den
    Fischern dafür sorgen, dass sie selber darauf schauen, nur entsprechend
    große Fische zu fangen...

    Davon ab:
    Ist Ihnen bekannt, dass selbst in kleinräumigen Sperrgebieten (Militär)
    sich ein enormer Bestand gerade an Dorschen etabliert?

    Wäre es nicht wesentlich sinnvoller, statt schlecht zu kontrollierender
    Quoten/Mindestmaße viele Schutzgebiete einzurichten, in denen die
    Fischerei ganzjährig komplett verboten wird?? Mit dem Effekt, den
    Dorschen einen Rückzugsraum einzurichten, in dem sie sich auch
    fortpflanzen können (entsprechend müssten die Schutzgebiete natürlich
    ausgesucht werden) und dadurch könnten dann auch die angrenzenden
    Gebiete fischereilich attraktiver werden.

    Abgesehen davon, dass eine Bewirtschaftung durch Angeltourismus sowieso
    sinnvoller wäre:
    Mehr volkswirtschaftlicher Umsatz bei geringerer Fangmenge.....

    MfG, Thomas Finkbeiner

     

     

    Und es gibt doch Politiker, die dann auch antworten! In diesem Falle war das dann Jens Dörschel, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro von Frau Behm.

     

    Hier seine Antwort:

     "Wir Grüne können mit den meisten von Ihnen skizzierten Forderungen
    mitgehen:
    Das Rückwurfverbot fordern wir Grüne schon lange. Damit wären dann auch die
    Mindestanlandegrößen Geschichte (was aber nicht für die technischen
    Vorschriften, also Mindestmaschengrößen etc. gilt).

    In dem Zusammenhang muss man auch überlegen, wie man mit den Einzelquoten
    zukünftig umgeht. Ob das auf eine Gesamtfangmenge für alle Arten
    hinausläuft, können wir uns zwar nicht vorstellen, aber sicherlich muss man
    die bestehenden Quoten flexibilisieren, (z.B. indem Überfänge bei einer Art
    auf andere Quoten angerechnet werden; irgendwann müsste dann aber dennoch
    die Fischerei geschlossen werden).

    Auch die Lösung, stärker auf Schutzgebiete und zeitweilig für die Fischerei
    geschlossene Gebiete zu setzen, findet unsere Unterstützung. Auch wir
    versprechen uns davon einen guten Einfluss auf den Erhalt der Fischbestände.
    Aber auch dann werden Gesamtfangmengen und Quoten noch nicht
    überflüssig. Wenn aber Schutzgebiete so wirken wie erhofft, dann können
    die Fangmengen entsprechend erhöht werden. Ob man sie dann irgendwann gar
    nicht mehr braucht, muss dann von Art zu Art entschieden werden."

    Freundliche Grüße 
    Jens Dörschel

     

     

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