Forellenseeangeln mal anders.....
Forellenseeangeln mal anders.....
Eigentlich war ein Bootstrip mit Nordangler geplant auf der Ostsee nach dem gerade stattgefundenen Hechttreffen. Allerdings spielte da zum einen der Wind und zum zweiten Svens Rücken nicht mit. Also die Suche nach einem Alternativprogramm.
Forellensee, meinte Sven. Nun ja, „Puffangeln" ist nicht gerade meine Leidenschaft. Möglichst viele Forellen in möglichst kurzer Zeit aus einem relativ kleinen Gewässer zu ziehen reizt irgendwo nicht so sehr.
Allerdings kannte ich ja auch schon den Forellensee Nordhackstedt, da ich schon letztes Jahr Mathias Lux, den Besitzer besucht habe. Ein mit knapp 9 Metern ziemlich tiefer See, relativ groß und komplett bewachsen. So dass man nur von den 11 oder 12 angelegten Stegen aus angeln kann. Da der Bewuchs zudem bei den meisten Stegen den Blick auf den Nachbarsteg verhindert, kommt so nicht das „Puffgefühl" auf, das man oft hat, wenn man an einem See dicht an dicht steht wie die Angler auf einem Kutter.
Der zweite Punkt, warum ich mich zum „Puffangeln" überreden lies:
Die kleinsten Forellen, die eingesetzt werden, haben um 1 Kilo, der Schnitt dürfte bei ca.3 - 4 Pfund liegen, und Brocken mit bis über 8 Kilo schwimmen da auch rum. Also kein „Masseangeln", sondern eher der Versuch auf einen möglichst großen zu gehen.
Wie oft, wenn ein paar Angler zusammen kommen, spielt auch so ein bisschen der „Wettbewerbsgedanke" eine Rolle. So kam es, dass auch Matthias mit uns angelte. Natürlich war er da im Vorteil, da er Gewässer und Fische kennt. Oft genug hab ich mal neben Mathias auf den Steg gestellt um ihn zum einen zu beobachten und zum anderen auch mit Fragen zu nerven.
Als „eingefleischter Kunstköderangler" tut man sich ja etwas schwer mit Ködern wie Forellenteig oder Bienenmaden. Da liegen Spinner, Blinker, Twister oder Fliege doch viel näher. Allerdings muss man auch zugeben, dass Teig oder Bienemaden definitiv besser fangen. Laut Mathias im Verhältnis von ca. 10:1 zu Gunsten der Naturköder, wobei da die genannten Teige und Bienemaden sich als erfolgreichste Köder herausgestellt haben.
Und dennoch: Auch wenn ich deutlich weniger fing, war es mir das Erlebnis allemal wert, auf meine Kunstköder die Forellen zu fangen statt auf die Naturvariante. Noch schöner war es, dass Sven dabei leer ausging :-)))
Ich werde mit Sicherheit nie ein „Puffangler" werden. Aber genauso sicher werde ich bei meinem nächsten Besuch in Schleswig wieder bei Mathias vorbeischauen. Vielleicht findet sich bis dahin ein Kunstköder, mit dem ich dann gegenüber der Naturködervariante mithalten kann - oder zumindest wieder mehr fangen als Sven..........
Thomas Finkbeiner
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