Grauvell-Wobbler Testbericht von Siegfried Woyke
Grauvell Wobbler und Schnurtest.Bei meiner Bewerbung hatte ich GRAUVELL einen fairen und anständigen Testbericht versprochen. Und das versuche ich jetzt auch einzulösen.
Zuerst zu den Wobblern.
Da die Raubfischsaison in BW erst am 16.05. beginnt hatte ich nur vier Testtage. An diesen Tagen wurden ausschließlich die Wobbler von Grauvell verwendet.
Allgemein:
Generell kann ich sagen dass alle Modelle gut und weit zu werfen sind. Überschläge, bei denen sich das Stahlvorfach in den Drillingen verwickelte,
passierten zwar, aber das hielt sich in einem erträglichen Rahmen.
Durch die eingebauten Stahlkugeln flogen die Wobbler eher besser, und verwickelten sich weniger als andere Marken die ich kenne. Auch liefen alle Wobbler sauber ohne unkontrollierbar in irgend eine, nicht gewünschte, Richtung zu ziehen.
Auch die, in der Homepage angegebenen, Tauchtiefen stimmen meiner Schätzung nach einigermaßen genau.
Mein Stil mit Wobblern zu angeln ist einfach der, den Wobbler gleichmäßig durchs Wasser zu ziehen. Wenn ich mich mit twichen und ähnlichem, verrenken muß um dem Wobbler „ Leben einzuhauchen“ dann taugt der Köder für mich schlichtweg nicht.
Der Yamaai:
Macht recht heftige Bewegungen. Persönlich mag ich das zwar nicht, aber die Fische scheinen das anders zu sehen.
In einem unserer Baggerseen ist ein kleiner Bestand von Regenbogenforellen.
Durch seine Farbgebung war er für mich deshalb die erste Wahl.
Und promt fing ich gleich beim zweiten Einwurf einen 62er Hecht drauf.

Der erste, und einzige Hecht in dieser neuen Saison.
Auch hatte ich an diesem Angeltag noch weitere drei Bisse, die ich aber nicht verwerten konnte. Damit bekommt der Yamaai schon mal einen Stammplatz in meiner Köderbox.
Der Abuki:
Ist recht gewöhnungsbedürftig. Es bedurfte einiger Zeit, bis ich wusste wie der zu führen ist. Mein sonstiger Stil, des monotonen Einkurbelns funktionierte nicht. Aber durch leichte Schläge mit der Rutenspitze lief der Abuki recht attraktiv an der Wasseroberfläche. Das erinnerte mich irgendwie an einen Schlange die durch’s Wasser schwimmt.
Für Gewässer, an denen die Raubfische ihre Beute von der Oberfläche pflücken, sicher eine Alternative zum Jerk.
Der Akita:
ist mein Liebling. Er läuft mit weniger hektischen Bewegungen als der Yamaai durch die selbe Wassertiefe. Die Farbe ich ich bekommen habe, erinnert an einen schlanken Weißfisch.
Ich denke, dass ich mit diesem Köder noch viel Freude haben werde.
Der Moitai:
Der kleinste Testwobbler.
Läuft sehr hektisch durchs Wasser. Aber in diesem Fall gefällt mir das.
Sicher ein guter Wobbler auf Barsch. In Farben wie „ Barsch „ oder „Firetiger“ könnte der zum echten Renner werden.
Bis zur Barschsaison muss ich leider noch etwas warten.
Der Shibu:
Ist mit mittlerer Bewegung ein Allzweckwobbler.
Er lässt sich zwar auch gut werfen, ist aber wohl eher zum Schleppfischen konzipiert.
Ich werde das testen.
Der Tottori:
Ist in meinen Augen der absolute Schleppwobbler. Er lässt sich zwar auch problemlos werfen, aber ich denke dafür wurde er nicht gebaut.
Sein Lauf ist sehr gut. Gleitet ruhig, geradezu elegant, durchs Wasser.
Ein 8 - 10 cm Wobbler mit diesem Bewegungsablauf wäre sicher der Bringer.
Wird auch beim schleppen eingesetzt.
Wobbler Fazit:
Die Grauvell - Produkte sind etwas, dass von der Verarbeitung, Laufeigenschaften, Wurfeigenschaften durchaus mit den von mir bisher bevorzugten Marken wie Salmo oder Rapala mithalten können. Sollten sie auch in diesem Preissegment angesiedelt sein, haben sie sicher Marktchancen.
Die Schnur, Maxilon NG 0,12mm:
Am ersten Testtag wurden nur Wobbler und größere Spinner geangelt.
Also einfach auswerfen und wieder reinkurbeln. Das machte die Maxilon auch ohne Probleme mit. Zwar verlor sie recht schnell ihre Farbe, und faserte leicht auf, aber als Fireline-Angler ist man da doch sehr resistent, zumal die Maxilon nicht an Tragkraft zu verlieren schien. Nach vier Stunden Einsatz hielt ich sie noch für brauchbar.
Am zweiten Angeltag als ich den Abuki durch einen recht flachen See zupfte und am Fluss noch mit Gummifisch angelte gab die Schnur auf. Zuerst ein kleiner Knoten, paar Würfe später eine gewaltige Perücke. Nachdem ich dann 20 Meter Schnur abgeschnitten hatte gab’s die nächste Perücke.
Die Schnur löste sich einfach irgendwie auf. Von Geflecht war nichts mehr zu sehen. Nach sieben Stunden Angeln kam sie von der Rolle.
Die Maxilon NG scheint Schläge überhaupt nicht wegstecken zu können.
Schnur Fazit:
Für diese Schnur würde ich kein Geld ausgeben. Die taugt bestenfalls um Knöpfe an eine Jacke zu nähen.
Siegfried Woyke (Case)
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