Am Haken: Wenn China an die Alster kommt...
Am Haken
VORSICHT: satirisch, sarkastisch, politisch unkorrekt, überzogen!!
Wer dies nicht für richtig hält oder meint dies nicht ohne Schaden überstehen zu können, sollte nicht weiterlesen
Wenn China an die Alster
kommt
Wollten Sie nicht schon immer mal nach China?
Aber es ist zu weit, zu teuer?
Nun, im Zeitalter der Globalisierung werden große Entfernungen nicht nur einfacher überwindbar. Nein, vieles rückt auch real immer näher. Güter aus exotischen Ländern brauchen heute nur wenige Stunden vom Erzeuger bis auf den Deutschen Tisch. Eine durchaus bereichernde und angenehme Situation.
Doch nicht nur Handelswaren überbrücken weite Entfernungen wie nichts, sondern auch Ideologien. Doch, doch, tatsächlich.
Ob das immer gut ist? Nun, das liegt – wie so oft – im Auge des Betrachters.
Es gibt ja tatsächlich Menschen, denen die freie Entfaltung von Persönlichkeitsrechten ein Dorn im Auge ist. Sei es, dass sie den damit verbundenen Kontrollverlust scheuen, sei es, dass freie Entfaltung es schwierig macht unliebsame Mitmenschen zu lenken oder zu sanktionieren.
Das ist das schöne an China. Da weiß jeder wo er hingehört, wie er zu funktionieren hat. Individualismus findet nicht statt. Alles geht in geordneten Bahnen, alles ist geplant und durchdacht, jeder weiß was er zu tun und zu lassen hat. Schönes, unkompliziertes China.
Nun kann man hoffen, dass man in Zukunft nicht mehr nach China reisen muss, um eine so toll durchorganisierte Gesellschaft zu finden. Nein, möglicherweise reicht dazu demnächst eine kurze Fahrt nach Hamburg.
Doch, wirklich. Zumindest wenn man Angler ist.
In Hamburg macht man Nägel mit Köpfen. Man hat dort begriffen, dass absolute Kontrolle die Grundvoraussetzung für ein geregeltes Leben ist. Das man die tumbe Masse der Angler nicht einfach machen lassen kann, was sie will. Das man Raster braucht, um der willkürlich handelnden Horde Herr zu werden. Das es strenger Vorschriften bedarf, um subversive Elemente schnell und sicher entfernen zu können.
Der erste Schritt ist in Hamburg nun endlich getan. Schluss mit den individuellen, chaotischen und konspirativen Treffen irgendwo in der Natur. Angemeldet wird, wenn man sich mit anderen zusammensetzen möchte. Im Voraus natürlich, denn es bedarf ja immerhin der Prüfung, wer sich mit wem und wo treffen möchte. Gut so ! Gebt den aufständischen Volksverführern keine Chance. Schleust verbandsgetreue Soldaten in die Runde der Aufständischen ein, auf dass man erfährt, wer sich da wohl im Hintergrund gegen die Herrschaft auflehnt. Sprengt willkürliche, geheime und anarchistische Versammlungen linienuntreuer Revoluzzer.
Formt und knetet Gesetze und Vorschriften wie ihr möchtet um das hohe Ziel zu erreichen.
Das Ziel. Ach ja, wie wunderschön, wie aufgeräumt, wie herrlich. Noch visionär, doch schon mehr als ein Traum.
Möge es nicht mehr lange dauern, bis auf der Jahreshauptversammlung alle Mitglieder akkurat in Reih und Glied, allesamt mit grüner Einheitskleidung geschmückt und der Körpergröße nach geordnet, Aufstellung vor dem Hohen Rat nehmen.
Wie sie, das kleine rote Satzungsbuch unter dem Arm, vor den überlebensgroßen Statuen der großen Verbandshelden salutieren und mit erhobener geballter Faust lautstark „ ASV, ASV, ASV „ skandieren, während die Aufständischen in der Verbannung schmachten.
Ein Traum, ein Träumchen….oder ein Schäumchen. Wir werden sehen.
Bis dahin und in Anlehnung an einen bekannten Werbeslogan:
Sind wir nicht alle ein bisschen China?
Euer Kay Hai
Voraussetzung:
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Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung, die Redaktion behält sich vor Beiträge auch nicht zu bringen bzw. (in Kooperation mit dem jeweiligen Autor) die Beiträge zu verändern
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