Hallo!
Hier nun endlich der Bericht von
unserer Tour gen Vannøya im Mai.
Dieses Mal machen bauen wir den Bericht mal
thematisch auf, dafür gibt’s Bilder satt.
Wer war dabei:
Mit
Bolle, Jirko, Kunze und Robert brachen vier erfahrene Nordnorwegen-Angler in den
hohen Norden auf.
Jirko und Kunze waren schon mehrmals auf Vannøya, für
Bolle und Robert sollte es die erste Tour werden, bei der es gezielt auf
Heilbutt gehen sollte.
Anreise
Da es sich die letzten Jahre
bewährte, wählten wir auch dieses Jahr die komfortable Anreise mit zwei
Zwischenübernachtungen.
Treffpunkt Berlin, Fähre Rostock-Gedser, erste
Übernachtung kurz vor Stockholm, zweite Übernachtung in Nordschweden (Töre) und
am letzten Tag dann über Tromsø rüber auf unsere Insel.
Je weiter wir in den
Norden kamen, desto mehr Restschnee des langen Winters lag noch rum, Seen und
Flüsse waren noch gefroren.
Der einzige außerplanmäßige Stopp kam kurz hinter
der norwegischen Grenze.
Der Zoll hatte jedes Auto raus gewunken und wir
wurden gefilzt.
Kein Problem, aber unseren T5 aus- und wieder einzuladen hält
schon ein wenig auf und wir haben schließlich Termine...
Naja – die Jungs
machen auch nur Ihren Job.
Location
Die Gewässer um die Insel
Vannoya sind bekannt für ihre sehr guten Bestände an Heilbutts.
Unsere
Unterkunft lag auf der östlichen Seite der Insel am Buroysund.
Ein
schnuckeliges Häuschen für uns vier, getrennte Schlafzimmer für jeden und ein
Arvor 215 – passt.
Wetter
Kurz und knapp – genial.
Zwei
Wochen vor Ort, davon zwei Tage mit bedecktem Himmel und leichtem Regen,
ansonsten Sonne pur.
Anfangs war es mit ein paar Grad über dem Gefrierpunkt
noch recht kalt, in der zweiten Woche brach dann jedoch der Sommer an – gegen
Ende bis 20°C.
Für uns Angler sind jedoch die Windverhältnisse viel
wichtiger – auch da passte alles – kein einziger Ausfalltag.
Es besteht nun
nur die Befürchtung, dass wir in diesem Urlaub die Gnade der Wettergötter schon
so weit ausgekostet haben, dass wir die nächsten Törns nur Schietwetter haben
werden.
Angeln auf Dorsch und Co.
Auch wenn
es gezielt auf Heilbutt gehen sollte...
Zu Beginn des Urlaubs machte sich
doch der lange Entzug bemerkbar und wir suchten den schnellen Erfolg.
Darum
ging es erst einmal zwei Tage gen Svebaen wo gute Dorsche stehen.
Bei der
ersten Ausfahrt nach Svebaen knallte es dann auch gleich richtig.
Bei Bolle
knallt es gleich ordentlich, das typische Kopfnicken eines Dorsches.
So wie
sich die Rute biegt, muss es was Ordentliches sein. Doch als der Fisch
allmählich aus dem Dunkel der Tiefe sichtbar wird, ist Bolle enttäuscht – ein
zerknirschtes „Der is ja gar nicht sooo groß“ kommt von ihm.
Nun – das Wasser
war sehr klar und der Fisch noch sehr tief...
„Der is ja gar nicht soo groß“ sollte von nun an der
Standard-Spruch an Bord sein, wenn ein Dicker das Tageslicht sah.
Weiter ging
es - kilometerlange Driften über das ganze Plateau ohne die Notwendigkeit ein
einziges Mal umzusetzen.
Dorsche über einen Meter kamen am laufenden Band ans
Tageslicht und Kleindorsche waren die seltene Ausnahme.
Für die Kühlbox
haben wir nur eine Handvoll mitgenommen, da es einfach zu viele waren.
Robert
und Jirko konnten dabei auch ihre persönlichen Bestmarken bezüglich Dorsch
hochschrauben, Jirkos hatte stattliche 22kg.