Neues vom Ferkelfahnder: Zukunftshorror..........
Neues vom Ferkelfahnder
Zukunfsthorror.......
Heute gibt’s von mir mal einen eher ernsten, weil
zu einem Teil aus dem wahren Leben gegriffenen, zum anderen - im fiktionalen -
Teil eher an ein Horrorszenario erinnernden Artikel:
Ein in einem Internetforum sehr aktives Mitglied wird von vielen
anderen Besuchern wegen seiner Fachkenntnis und seiner uneingeschränkten
Bereitschaft, jedem mit Tipps und Tricks weiter zu helfen, sehr geschätzt. Über
gemeinsame Treffen bei Kuttertouren oder an den Angelgewässern seiner
Heimatstadt entstehen neben den virtuellen auch einige persönliche Kontakte. Man
kennt und schätzt sich, doch, wie so oft in solchen Fällen, gehen viele Kontakte
über den rein anglerischen Bereich erstmal nicht hinaus. So weiß kaum jemand
etwas Genaueres über sein Privatleben, dass er alleinstehend ist und nur wenige
hat, die sich um ihn kümmern. Ist ja auch normalerweise kein Problem, denn er
hat ja sich und sein allerliebstes Hobby, das Angeln. Bis dann eines Tages das
Schicksal zuschlägt in Form einer plötzlichen und unerwarteten Erkrankung, die
ihn trifft, als er allein in seiner Wohnung ist. Als er endlich gefunden wird,
ist es spät, zwar zum Glück nicht zu spät, um sein Leben zu retten, doch viel zu
spät, um Folgeschäden zu vermeiden. Auch nach langer Behandlung und
anschließenden Reha-Maßnahmen bleibt eine Körperbehinderung zurück, die ihm die
Ausübung seines liebsten Hobbys fast unmöglich macht.
Doch er ist nicht allein. Viele seiner über das Internet kennen gelernten Angelkameraden sind ganz selbstverständlich und spontan bereit, ihn zu unterstützen und sich dafür einzusetzen, ihm auch für die Zukunft ein möglichst selbst bestimmtes und menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
Irgendwann entwickelt sich die Idee, dass man gemeinsam eine rollstuhltaugliche Angelstelle am Hafen oder an den Flüssen seiner Heimat findet, wo man sich mit ihm zum Angeln trifft. Ein paar freundliche Helfer organisieren seinen Transport, bringen ihn in die Angelläden zum Köder- und Materialkauf und verleben einen schönen gemeinsamen Angeltag.
Soweit diese Vorgeschichte, die einige im Anglerboard selbst erlebt und aktiv mitgestaltet haben, ein Zeugnis von Menschlichkeit, persönlichem Engagement und Einsatz für andere.
Doch jetzt mal eine düstere Vision, wie ein Teil dieser Geschichte in der Zukunft aussehen könnte:
Am Samstag, den 25.09.2010 um 05:30 Uhr morgens trifft eine Gruppe von 4 Anglern, einer davon im Rollstuhl sitzend, am Wasser ein. Nach und nach gesellen sich weitere Angler aus unterschiedlichen Richtungen dazu (einer ist sogar extra aus über 300 km angereist, nur um dabei zu sein). Die ersten Sonnenstrahlen brechen durch den Morgennebel. Jeder macht seinen Angelplatz fertig, aber keiner wirft seine Rute aus, bis nicht auch der Rollifahrer fertig ist und mit einem gekonnten Schwung seine Zanderpose mit dem toten Köderfisch im Strom platziert, der majestätisch die große Stadt durchfließt und ihr schon im Mittelalter durch seine Größe und seiner Bedeutung für den Handel im damaligen Europa zu Ruhm und Reichtum gedient hat.. So, als hätten alle der mittlerweile 25 weiteren Anglern nur auf diesen Startschuss gewartet, fliegen die unterschiedlichsten Köder wenige Sekunden später fast zeitgleich ins Wasser...
Mittlerweile ist es 06:25 Uhr am selben Morgen. Scheinwerfer tauchen die Angleridylle plötzlich in grelles Licht. Eine Hundertschaft der Polizei bildet einen Halbkreis rund um die besetzte Uferlinie. Der Inhalt des gerade entzündeten Holzkohlegrills landet zischend in den Fluten der Elbe. Einzelne verängstigte Angler werden zu den Mannschaftswagen abgeführt, wo ihre Personalien festgestellt werden. Der arme Rollstuhlfahrer bekommt eine Anzeige wegen unerlaubten Durchführens eines meldepflichtigen Gemeinschaftsangelns. Das über Spenden und von wohlwollenden Sponsoren zusammen getragene Geld, das eigentlich für einen neuen Elektrorollstuhl gedacht war, geht komplett für die ihm auferlegte Geldbuße drauf.
Reine Fiktion? Polemik? Übertriebenes Horrorszenario???
Ich glaube kaum, wenn man derzeit aktiv im Anglerboard und in dieser Ausgabe des Magazins liest.
Wie soll das Ganze weiter gehen? Vielleicht so:
Es ist eine stürmische wolkenreiche Vollmondnacht im November. An derselben Stelle der vorherigen Ereignisse hat eine Horde von 24 schwarz vermummten Gestalten einen Kreis gebildet. In dessen Mitte steht der Leiter des Referats für Jagd, Fischerei und Pferdezucht der zuständigen Behörde dieser großen und reichen Stadt an den Ufern des fischreichen Stromes. Seine Füße befinden sich in einem großen Bottich mit schnell abbindenden Zement. Fackeln werden entzündet. Einzelne der Gestalten legen gesammeltes trockenes Treibholz, alte Autoreifen und noch mehr an den Ufern des Stromes zusammen getragenen Müll rund um den Zementbottich ab. Ein Benzinkanister wird geöffnet und über dem Müll verteilt. Die Fackelträger treten nach innen und senken ihre Fackeln. Im Hintergrund dringt über einer Anhöhe der Vollmond durch ein Wolkenloch und zeichnet die Umrisse eines Rollstuhlfahrers vor den Horizont. Eine helle Stichflamme lodert auf und aus der Richtung des Rollstuhlfahrers ertönt ein gespentisches Kichern...
Schweißgebadet und mit einem lauten Schrei erwacht der Leiter des Referats für Jagd, Fischerei und Pferdezucht der zuständigen Behörde dieser großen und reichen Stadt aus seinem Albtraum...
Vielleicht wäre dieser Albtraum noch das letzte Zeichen von Menschlichkeit in einer von uneinsichtigen Beamten und Verbandsfunktionären geprägten (F)Aktenlage, wo Verstand und Verständnis bereits den alles Menschliche zerstörenden Mühlen der Bürokratie zum Opfer gefallen sind.
Wo sind die fähigen und innovativen Menschen früherer Zeiten, die diese Stadt groß und ruhmreich gemacht haben, mit vom berechtigtem Stolz geschwellter Brust und gesundem kaufmännischen Verstand?
Was wird in der Zukunft aus dieser einst so weltberühmten und geachteten Stadt, wenn es keinem gelingt, diese Fehlentwicklungen zu stoppen???
Euer, diesmal sehr nachdenklicher, Ferkelfahnder
Ein in einem Internetforum sehr aktives Mitglied wird von vielen
anderen Besuchern wegen seiner Fachkenntnis und seiner uneingeschränkten
Bereitschaft, jedem mit Tipps und Tricks weiter zu helfen, sehr geschätzt. Über
gemeinsame Treffen bei Kuttertouren oder an den Angelgewässern seiner
Heimatstadt entstehen neben den virtuellen auch einige persönliche Kontakte. Man
kennt und schätzt sich, doch, wie so oft in solchen Fällen, gehen viele Kontakte
über den rein anglerischen Bereich erstmal nicht hinaus. So weiß kaum jemand
etwas Genaueres über sein Privatleben, dass er alleinstehend ist und nur wenige
hat, die sich um ihn kümmern. Ist ja auch normalerweise kein Problem, denn er
hat ja sich und sein allerliebstes Hobby, das Angeln. Bis dann eines Tages das
Schicksal zuschlägt in Form einer plötzlichen und unerwarteten Erkrankung, die
ihn trifft, als er allein in seiner Wohnung ist. Als er endlich gefunden wird,
ist es spät, zwar zum Glück nicht zu spät, um sein Leben zu retten, doch viel zu
spät, um Folgeschäden zu vermeiden. Auch nach langer Behandlung und
anschließenden Reha-Maßnahmen bleibt eine Körperbehinderung zurück, die ihm die
Ausübung seines liebsten Hobbys fast unmöglich macht. Doch er ist nicht allein. Viele seiner über das Internet kennen gelernten Angelkameraden sind ganz selbstverständlich und spontan bereit, ihn zu unterstützen und sich dafür einzusetzen, ihm auch für die Zukunft ein möglichst selbst bestimmtes und menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
Irgendwann entwickelt sich die Idee, dass man gemeinsam eine rollstuhltaugliche Angelstelle am Hafen oder an den Flüssen seiner Heimat findet, wo man sich mit ihm zum Angeln trifft. Ein paar freundliche Helfer organisieren seinen Transport, bringen ihn in die Angelläden zum Köder- und Materialkauf und verleben einen schönen gemeinsamen Angeltag.
Soweit diese Vorgeschichte, die einige im Anglerboard selbst erlebt und aktiv mitgestaltet haben, ein Zeugnis von Menschlichkeit, persönlichem Engagement und Einsatz für andere.
Doch jetzt mal eine düstere Vision, wie ein Teil dieser Geschichte in der Zukunft aussehen könnte:
Am Samstag, den 25.09.2010 um 05:30 Uhr morgens trifft eine Gruppe von 4 Anglern, einer davon im Rollstuhl sitzend, am Wasser ein. Nach und nach gesellen sich weitere Angler aus unterschiedlichen Richtungen dazu (einer ist sogar extra aus über 300 km angereist, nur um dabei zu sein). Die ersten Sonnenstrahlen brechen durch den Morgennebel. Jeder macht seinen Angelplatz fertig, aber keiner wirft seine Rute aus, bis nicht auch der Rollifahrer fertig ist und mit einem gekonnten Schwung seine Zanderpose mit dem toten Köderfisch im Strom platziert, der majestätisch die große Stadt durchfließt und ihr schon im Mittelalter durch seine Größe und seiner Bedeutung für den Handel im damaligen Europa zu Ruhm und Reichtum gedient hat.. So, als hätten alle der mittlerweile 25 weiteren Anglern nur auf diesen Startschuss gewartet, fliegen die unterschiedlichsten Köder wenige Sekunden später fast zeitgleich ins Wasser...
Mittlerweile ist es 06:25 Uhr am selben Morgen. Scheinwerfer tauchen die Angleridylle plötzlich in grelles Licht. Eine Hundertschaft der Polizei bildet einen Halbkreis rund um die besetzte Uferlinie. Der Inhalt des gerade entzündeten Holzkohlegrills landet zischend in den Fluten der Elbe. Einzelne verängstigte Angler werden zu den Mannschaftswagen abgeführt, wo ihre Personalien festgestellt werden. Der arme Rollstuhlfahrer bekommt eine Anzeige wegen unerlaubten Durchführens eines meldepflichtigen Gemeinschaftsangelns. Das über Spenden und von wohlwollenden Sponsoren zusammen getragene Geld, das eigentlich für einen neuen Elektrorollstuhl gedacht war, geht komplett für die ihm auferlegte Geldbuße drauf.
Reine Fiktion? Polemik? Übertriebenes Horrorszenario???
Ich glaube kaum, wenn man derzeit aktiv im Anglerboard und in dieser Ausgabe des Magazins liest.
Wie soll das Ganze weiter gehen? Vielleicht so:
Es ist eine stürmische wolkenreiche Vollmondnacht im November. An derselben Stelle der vorherigen Ereignisse hat eine Horde von 24 schwarz vermummten Gestalten einen Kreis gebildet. In dessen Mitte steht der Leiter des Referats für Jagd, Fischerei und Pferdezucht der zuständigen Behörde dieser großen und reichen Stadt an den Ufern des fischreichen Stromes. Seine Füße befinden sich in einem großen Bottich mit schnell abbindenden Zement. Fackeln werden entzündet. Einzelne der Gestalten legen gesammeltes trockenes Treibholz, alte Autoreifen und noch mehr an den Ufern des Stromes zusammen getragenen Müll rund um den Zementbottich ab. Ein Benzinkanister wird geöffnet und über dem Müll verteilt. Die Fackelträger treten nach innen und senken ihre Fackeln. Im Hintergrund dringt über einer Anhöhe der Vollmond durch ein Wolkenloch und zeichnet die Umrisse eines Rollstuhlfahrers vor den Horizont. Eine helle Stichflamme lodert auf und aus der Richtung des Rollstuhlfahrers ertönt ein gespentisches Kichern...
Schweißgebadet und mit einem lauten Schrei erwacht der Leiter des Referats für Jagd, Fischerei und Pferdezucht der zuständigen Behörde dieser großen und reichen Stadt aus seinem Albtraum...
Vielleicht wäre dieser Albtraum noch das letzte Zeichen von Menschlichkeit in einer von uneinsichtigen Beamten und Verbandsfunktionären geprägten (F)Aktenlage, wo Verstand und Verständnis bereits den alles Menschliche zerstörenden Mühlen der Bürokratie zum Opfer gefallen sind.
Wo sind die fähigen und innovativen Menschen früherer Zeiten, die diese Stadt groß und ruhmreich gemacht haben, mit vom berechtigtem Stolz geschwellter Brust und gesundem kaufmännischen Verstand?
Was wird in der Zukunft aus dieser einst so weltberühmten und geachteten Stadt, wenn es keinem gelingt, diese Fehlentwicklungen zu stoppen???
Euer, diesmal sehr nachdenklicher, Ferkelfahnder
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Kommentare
Ja ist schon bedenklich was manche sich ausdenken!
Gruß