Rezept des Monats:
Karpfengeschnetzeltes in
Sahne
Viele Angler essen nicht gerne Karpfen, weil
so ein Vieh nun mal auch unangenehme Gräten hat. Und oft "moselt" ein Karpfen
auch - je nachdem aus welchem Gewässer er kommt - oder, da er fettreich ist,
schmeckt er auch mal tranig.

Um trotzdem einen Karpfen gut verwerten zu
können, kann ich mal folgendes Rezept zum ausprobieren empfehlen:
Für das
Geschnetztelte braucht man zuerst mal die Soße als Grundlage.
Dafür
entweder Fischfond (so man hat) oder auch Gemüsefond aus der Dose
verwenden.
Es werden Zwiebeln fein gewürfelt und mit etwas Knoblauch in
Butter angedünstet. Dann mit etwas Weißwein und dem Fond abgelöscht. Dazu kommt
nach Geschmack (aber nicht zu wenig!) flüssige Sahne.
Das alles
aufkochen und mit Stärke abbinden auf die gewünschte Sämigkeit und dann alles
mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Da Säure schon immer ein "Helferlein"
war, um eventuelle "unangenehme Geschmäcker" zu übertünchen, kann man diese Soße
z. B. mit ein paar sauer eingelegten Perlzwiebeln oder ebenso eingelegtem
Paprika (den roten, tolle Farbe in der Soße) verfeinern - auch etwas von dem
Einlegefond kann man dazu verwenden.
Der Karpfen wird filetiert,
enthäutet und in ca. fingerlange und -dicke Stücke geschnitten. Diese legt man
in die kochende Soße ein, zieht das dann sofort vom Herd und lässt das bei
geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten durchziehen. Und schon ist ein feines
Karpfensahnegeschnetzeltes mit einem feinsäuerlichem Geschmack
verzehrfertig.
Dazu passen als Beilage sehr gut Reis oder Nudeln, oder
alles was sonst noch gut Soße aufnehmen kann - und ein Blattsalat mit einem
nicht zu dominanten Dressing.
Und - nicht zu vergessen - entweder ein
kühler, säurebetonter Weißwein oder ein feines Pils..
Thomas Finkbeiner