Ausgabe Februar 2012

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    Standpunkte - Stammtisch: Schonhaken

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    Auf das Thema gekommen bin ich durch diesen Thread, den ich wirklich interessant finde:
    Schon mal mit Schonhaken gefischt?


    Euren Standpunkt einfach hier im Thread posten, ich werde die dann ins Mag kopieren..

    Und hier mal der Anfang des Artikels:

    Standpunkte - Stammtisch
    Schonhaken


    Am Anfang der Menschheitsgeschichte war Fischen und Jagen überlebenswichtig zur Versorgung mit tierischem Protein (was - wenngleich Veganer/Vegetarier das nicht gerne hören - für die Entwicklung des menschlichen Gehirnes und der menschlichen Art unerlässlich war).

    Kein Wunder also, dass bei Angelhaken, Pfeilen, Harpunen etc. Widerhaken zum Einsatz kamen, um die mögliche Beute sicher erlegen bzw. landen zu können.

    Der Angler heutzutage wird wohl in den seltensten Fällen seine Motivation aus der Versorgung mit tierischem Protein beziehen. Und die meisten Angler können, wollen und müssen heutzutage ja nicht jeden Fisch mitnehmen.

    Da ist dann schon die Frage, wieso Schonhaken nicht weiter verbreitet sind.
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    Hat man schon mal was gehört von.............anzeige_pitsangelreisen_50x.jpg

    Ja, ich muss zugeben, auch ich habe mir über das Thema Schonhaken kaum Gedanken gemacht. Bis ich im Forum vom Anglerboard über dieses Thema gestopert bin:
    Schon mal mit Schonhaken gefischt?

    Während es bei vielen Fliegenfischern durchaus üblich ist, mit Schonhaken zu fischen - und da gibt es wohl auch eine entsprechende Auswahl an Fliegen - ist das bei anderen Angelmethoden wie Spinnfischen, Karpfenangeln, Stippen, Feedern etc. doch eher selten verbreitet.

    Und man sieht im Angelgeschäft auch kaum einmal Schonhaken an er "Hakenwand" hängen. So kommt man als "unbedarfter Angler", der sich über dieses Thema kaum einmal Gedanken gemacht hat, auch kaum einmal dazu, "zufällig" ein Päckchen Schonhaken zu kaufen. Man siehts halt einfach nicht.

    Dabei wäre es eigentlich nur logisch, wenn man als Angler nur mit Schonhaken fischen würde - gerade wenn man eh nicht jeden Fisch mitnehmen will.

    Die Frage ist aber auch:
    Gibt es auch heute noch Methoden, bei denen die Verwendung von Schonhaken diskutiert werden kann?

    Wie beim Meeresfischen, wo eigentlich jeder maßige Dorsch und Butt mitgenommen wird.

    Oder ist das dann eigentlich auch egal, dann hat man halt ein paar Fische weniger...

    Aber auch wenn ich manche Anköderung denke, bin ich doch froh um den Widerhaken (Maden, aber auch Mais beim Grundangeln in der Strömung z. B.).

    Dem könnte zwar die Industrie mit Haken entgegenwirken wie Wurmhaken (mit Widerhaken auf dem Schenkel), abe rda dürfte wohl der "Druck" durch die Anglerschaft noch lange nicht groß genug sein - Da werden sich halt die meisten wie ich bisher auch, kaum Gedanken drüber gemacht haben.

    Ich werde jedenfalls zukünftig das Angeln mit Schonhaken oder zumindest dann angedrücktem Widerhaken verstärkt ausüben um damit Erfahrungen zu sammeln.

    Thomas Finkbeiner

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    Beim Thema Schonhaken befinden sich immer zwei Seelen in meiner Brust.

    Zum einen die logische Erkenntnis, dass man einen Schonhaken ganz sicher wesentlich schneller und einfacher aus dem Maul eines Fisches entfernen kann, als einen solchen mit Widerhaken.
    Sprich, das herumhantieren mit dem Fisch wird schneller und einfacher. So dieser denn wieder zurück in sein Element soll, sonst spielt es ja keine Rolle. Dabei geht es weniger um die Wunde durch den Haken an sich, sondern um die Schleimhaut der Fische, die um so weniger leidet, je schneller und sanfter ich den Fisch behandeln kann.

    Die andere Seite in mir scheut aber auch die Gefahr, dass sich der Fisch ungewollt und vorzeitig vom Haken löst. Das wäre um so fataler, wenn es sich vielleicht um den einzigen Fisch des Tages handelt. Egoistisch gedacht vielleicht, aber so ist es halt. Und diese Seite gewinnt zumeißt.

    Aber es gibt eine Ausnahme, nämlich das Fliegenfischen. Vielleicht kann ich das nicht besonders gut, aber grade dabei ist bei mir die Quote untermaßig gehakter Fische wesentlich höher als bei allen anderen Angelarten. Und ich finde es einfach Klasse, die kleinen Gierschlunde ohne keschern und anfassen abhaken zu können. Einfach mit den Fingern am Vorfach entlang bis zur Fliege, einmal kurz geruckt und schon ist der Fisch frei.

    Und man kann dabei auch den einen oder anderen unfreiwilligen Verlust verkraften. Einen oder zwei maßige für die Küche gelingen fast immer und das reicht auch aus.

    Ralf Dahlheuser

     
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    Beim gezielten Angeln auf Weißfisch mit Posen- oder Grundmontage habe ich schon als Jugendlicher zumeist Schonhaken benutzt. Schon damals bin ich nach dem Catch&Decide-Verfahren grundsätzlich nicht bei jedem Fisch von vornherein davon ausgegangen, ihn ent- und mitnehmen zu wollen. Aber das war nicht der eigentliche Grund, sondern vielmehr ein ganz egoistischer Selbstzweck.
    In dem kleinen Verein, den ich damals angehörte, war die Chance auf eine gute Platzierung bei der Jugend-Jahreswertung grundsätzlich nicht schlecht. Da wir aber bei einigen Wettfischen gemäß Regeln eben Schonhaken zu verwenden hatten, habe ich auch meine privaten Angelausflüge als Training angesehen.
    Mit der richtigen Abstimmung zwischen Rute, Rolle, Köder und Gewässer kam es immer noch darauf an, einen Biss zu erkennen und zum richtigen Zeitpunkt anzuschlagen. Den einmal gehakten Fisch im Drill zu verlieren, kam eher seltener vor. Aber es musste halt geübt werden, vor allem weil ich häufig auf oder an einem etwas flacheren Stück jenseits einer tieferen Rinne meinen Köder angeboten habe und viele Fische sofort in die Rinne, also mir entgegen zogen. Da war es wichtig, den Kontakt zu behalten. Das Wissen über diese Eigenheit meines Heimatgewässers Ruhr war ein entscheidenderr Vorteil gegenüber den Konkurrenten aus dem Verein, die in sturer Gewohnheit vom Kanalangeln, grundsätzlich in der Rinne angelten, während wir Ruhrangler die Erfahrung hatten, direkt dahinter und ca. 30-40cm höher weitaus mehr Bisse zu bekommen, zumal auch die Strömung in der Rinne das Futter viel zu schnell weitertrug, während es im ruhigen Bereich dahinter viel länger am Platz blieb.
    Der zweite Grund war genauso egoistisch, denn da ich ohnehin die Wettkampfhaken kaufen musste, habe ich mich darauf beschränkt und nicht noch weitere Haken dazu erworben, denn für die Angelei ging ohnehin so manche Mark meines Taschengeldes drauf.

    Heute und mit viel Abstand zur damaligen Zeit angel ich nur noch um des Angelns Willen mit klarer Zielfischvorgabe und für den eigenen Kochtopf/Grill/Pfanne. Also mit dem Hintergedanken, eine bestimmte Fischart zwecks Verzehr zu fangen. Weißfisch ist zur Nebensache geworden, wenn Süsswasser, dann geht es mit Kunstködern auf Räuber und ansonsten kennen meine Zielfische nur Salzwasser. Wenn ich dort mal mit Naturködern angele, haben die Haken fast selbstverständlich einen Widerhaken.
    Über Schonhaken habe ich mir daher in letzter Zeit kaum Gedanken gemacht.

    Im Sommerurlaub wird es nach Frankreich gehen, wo ich in der Nähe eines Loire-Nebenflusses campieren werde, der für seinen guten Bestand an fetten Brassen bekannt ist. Und da ich beim Campingurlaub nicht unbedingt das gesammelte Küchenequipment zur Zubereitung von Fischfrikadellen dabei habe, sind Schonhaken auf jeden Fall einen Gedanken wert.
    Aber das werde ich nach Verfügbarkeit vor Ort entscheiden... 
     
    Heinz-Peter Lattko
     
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    Klar habe ich schon mal was von Schonhaken gehört. Früher, als ich noch mehr Zeit hatte, wurde ziemlich alles an Literatur verschlungen, was der Markt hergab. Jedes Buch und jede Zeitschrift, die es in Büchereien für mein Hobby gab, wurde intensiv gelesen. Auch in meinem allerersten Buch werden Schonhaken gepriesen, aber nicht nur für die Fliegenfischerei, wo ich sie jedoch immer noch am verbreitesten sehe. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, sind Fliegen auf diesen Haken an vielen Strecken sogar Pflicht.
    Selber genutzt habe ich die so direkt noch nie, eben weil auch im Laden ausschließlich „normale“ Angelhaken zu bekommen sind. Beim Köderfischstippen verzichte ich jedoch gerne auf den Widerhaken und drücke ihn mit meiner Hakenlösezange einfach platt an den Schenkel – da, wo er auch herkommt… So lassen sich die Burschen wesentlich einfacher vom Haken lösen und man ist wieder schneller beködert am Fisch dran. Probleme mit diesen „Quasi-Selfmade-Schonhaken“ hatte ich eher selten bis gar nicht. Auch beim Hegefischen in meiner alten Heimat, habe ich zum schonenderen Zurücksetzen gerne mal den Widerhaken geplättet, um untermaßige Fische nicht übermäßig zu strapazieren.
    Ich bin mir aktuell auch gar nicht sicher, ob ich mir speziell Schonhaken kaufen würde. Die Möglichkeit, aus normalen Angelhaken sogenannte „Analog-Schonhaken“ zu machen, finde ich sehr genial. So kann ich im Zweifelsfall noch vor dem nächsten Wurf meine Entscheidung fällen, und müsste nicht einmal großartig Montage oder Kunstköder zeitaufwändig umbauen.
    Da momentan auch leider nur wenig Zeit für mein Hobby besteht, fühle ich auch keinen Drang nach Schonhaken und dem vermehrten Risiko, einen gehakten Fisch zu verlieren. Lieber freue ich mich über ein leckeres Abendbrot, das die Entspannug am Wasser noch i-tüpfelt!

    Frank Völkle
     
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    Schonhaken kenne ich bereits seit meiner Junganglerzeit. Unser damaliger Jungendwart hatte uns die Empfehlung/Anweisung gegeben eben solche zu verwenden.
    Zum einen weil wir dann richtig drillen lernen würden, und weil es für die Fische natürlich schonender sei. Aber mal unter uns - das war nur vorgeschoben.

    Wer schonmal mit Junganglern unterwegs war, der weiß dass es da manchmal ziemlich hektisch zugehen kann und schnell mal ein Haken im Kescher, in der Jacke, im Campingstuhl oder noch schlimmer im Finger verschwindet. Und da ist das Entfernen, womit unser Jugendwart sehr häufig beschäftigt war halt bedeutend einfacher, wenn der Haken keinen Widerhaken hat.

    Aber auch in meiner späteren anglerischen Laufbahn sind mir Schonhaken immer wieder begegnet. So haben wir z.B. im örtlichen Angelverein einen sensationell guten Forellenbach. Die Vorgabe dort lautet:
    Nur Kunstköder, mit Einfachhaken oder Widerhaken.

    Wenn ich von Schonhaken spreche, dann meine ich allerdings keine expliziten Schonhaken wie z.B. den Jamison-Haken sondern "normale Haken" bei denen ich einfach den Widerhaken angedrückt habe.

    Aber um nochmal auf den Forellenbach zurückzukommen. Ich bin gezwungen dort ohne Widerhaken zu angeln und habe deshalb natürlich viel Erfahrung sammeln können. Ich bin der Meinung, dass es beim Spinnfischen nur eine untergeordnete Rolle spielt ob man Schonhaken verwendet oder nicht - zumindest was die Fangausbeute angeht.

    Wenn eine Forelle auf den Kunstköder beisst, und man kann den Anhieb sauber setzen - dann bekommt man sie auch an Land. Wenn sie nur sehr vorsichtig beissen hat sich der Drill nach 1-2 Sekunden erledigt. Würde man Haken mit Widerhaken einsetzen - kriegt man eine schlecht gehakte Forelle meistens trotzdem nicht, spätestens wenn sie anfängt aus dem Wasser zu springen und sich zu schütteln fliegt einem auch der Haken mit Widerhaken entgegen. So ist zumindest meine Erfahrung.

    Mit speziellen Schonhaken habe ich noch nicht experimentiert - könnte mir aber durchaus vorstellen, dass diese nicht nur Nachteile mit sich bringen. Gerade beim Stippen sehe ich den Vorteil, dass ein Haken ohne Widerhaken einfacher ins Fischmaul eindringt und sich auch einfacher wieder lösen lässt. Was sowohl einen Fang, als auch einen Zeitvorteil bringen könnte. Ich weiß nicht wie man in der Stipperszene dazu steht, aber ich könnte mir das zumindest vorstellen. 
     
    Franz Hollweck
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    Kommentare 

     
    0 #1 Manfred Hoffmann 2011-07-23 16:20
    Hallo ich würde gerne wisse, wo man diese Jamison Schonhaken kaufen kann, ich binde meine Fliegen selbst und diese Haken sind einfach Super.
    mfG und Danke
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