Ausgabe Mai 2012

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    Abenteuer Finnland - Teil2

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    Abenteuer Finnland Teil 2

     

    Zum ersten Teil: hier klicken

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    Nach knapp 10 Stunden Schlaf (und die brauchte es nach den Strapazen der letzten Tage auch) stand ich am nächsten Morgen für weitere Abenteuer in der finnischen Wildnis bereit.

    Die erste Station des heutigen Tages war die Anlage JP-Kalamatkat. Hier stand „Fischen mit dem Netz“ auf dem Programm. Nach einem leckerem Begrüßungstee ging es dann auch schon raus aufs Wasser ähmm Eis. Hinter den Motorschlitten wurde kurzerhand ein Anhänger gepackt auf dem wir unsere Plätze einnahmen.

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    So fuhren wir dann ca. 10 Minuten gemächlich über den See bis wir an das erste Netz gelangten. Die Stellen, an denen die Netze unter dem Eis verlegt sind, werden mit im Schnee steckenden Ästen markiert, das „wiederfinden“ fällt so nicht schwer. Zuerst musste der Schnee weggeschaufelt und das Eis aufgepickelt werden:

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    Mit einem eigens dafür gebauten Haken musste man nun die Schlaufe des Netzes aus dem Wasser fischen.  Der finnische Fischer, dem wir über die Schulter schauten, schaffte das auf Anhieb… ich habe es probiert – und würde vermutlich heute noch in dem Eisloch rumstochern. Gelernt ist halt gelernt.

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    Schon nachdem die ersten Meter des ca. 40m langen Netzes eingeholt waren kam ein ca. 6 Pfund schwerer Hecht an die Oberfläche:

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    Und es folgten weitere Fische. Auch ein Zander gehörte zur Beute.
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    Nachdem wir das Netz geleert und wieder neu ausgelegt hatten bekamen wir noch einen Kaffee sowie eine kleine Filetiervorführung.
    Dann gings aber auch schon weiter. Die nächste Station war sehr interessant. Es ging in einen finnischen Angelladen!

     

    Grundsätzlich unterschied selbiger sich nicht viel von den Angelläden in Deutschland. Gut das Sortiment war natürlich an die Verhältnisse vor Ort angepasst. Dies bedeutet, dass man in dem Angelladen auch Hechtfallen und Netze erwerben konnte. Außerdem gab es unglaublich viel Bindematerial für Fliegen. Ansonsten gab es ein „nomales“ Sortiment. Hier ein paar Impressionen aus dem Angelladen:

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    Als sehr witzig empfand ich den finnischen „Köderautomaten“. Ein Kühlschrank der unverschlossen einfach vor dem Angelgeschäft stand.

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    Nun ging es auch schon weiter. Das nächste Ziel war die Anlage Hiisiretket.

     

    Ein alter Gutshof der viele Aktivitäten zu bieten hat. Kanu fahren, Wandern, Pilze Sammeln, Klettern versch. Tiersafaris u.v.m.

     

    Hier servierte man uns neben einem warmen Mittagessen ein sehr interessantes Fischgericht:

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    Kleine, kurz angeräucherte Renken die man im Ganzen zu verspeisen hatte. Anfangs war ich schon etwas skeptisch.. Fische mit Kopf (und Augen) essen? Irgendwann überwand ich mich doch und nachdem ich das erste noch recht vorsichtig „genoss“ legte sich die Skepsis langsam. Ehe ich mich versah war das Schüsselchen dann auch schon leer ;)

     

    Nach dem guten Essen war etwas Bewegung angesagt und wir machten eine kleine Spazierfahrt über das Gelände. Unsere Fahrzeuge kamen mir von Anfang an etwas spanisch vor:

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    Bei diesen Spezialschlitten stellt man sich hinten auf die Kufen und schiebt mit einem Bein an. Ein „Snow-Scooter“ sozusagen. Eigentlich gar nicht dumm die Teile – man kommt recht schnell voran. Nach ein paar hundert Metern schlug Gastgeberin Sari Tulila vor doch einmal die original finnische Rauchsauna zu besichtigen. Ich dachte mir nichts dabei und fuhr hinterher. Bevor ich es bemerkte ging es auch schon einen ziemlich steilen Berg hinunter. Ich war immer noch begeistert von der Schnelligkeit dieser Patentgeräte. Nur wie man mit diesen Teilen bremst… das wollte sich mir nicht ganz erschließen. Ich wurde schneller und schneller. Naja egal dachte ich mir.. drehst du halt eine kleine Schleife auf dem See, ist ja eh zugefroren.

    So ging es dann in „Schussfahrt“ in Richtung See. Ins Schwitzen kam ich erst, als ich mal wieder auf die Fahrbahn schaute und ca. 5 Meter vor mir das Eisloch der Sauna sah:

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    In meiner misslichen Lage entschied ich mich für die trockenere Lösung und verließ mein Fahrzeug ohne Rücksicht auf Verluste in der Horizontale um dann sicher und wohlbehalten im meterhohen Schnee zu landen. Zum Glück waren meine Begleiter schon zur Besichtigung in die Sauna gegangen und bekamen von meinem Missgeschick nichts mit. 4  

    Bald darauf verabschiedeten wir uns von „Hiisireket“ und machten unser auf den Weg zur letzten Station unserer Reise: Haapaniemi

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    Diese idyllisch gelegene Anlage war bis vor kurzer Zeit noch ein landwirtschaftlicher Betrieb. In den letzten Jahren wurde viel investiert. Heutzutage findet man in der Anlage „Haapaniemi“ unter anderem ein hervorragendes Speiselokal sowie hervorragend eingerichtete Fremdenzimmer. Den Gästen stehen weiterhin eine ständig beheizte Rauchsauna so wie viele andere Annehmlichkeiten zur Verfügung.

     

     

    Nach einer kurzen Besichtigung der Anlage stand wieder „Spaß“ auf dem Programm – eine Motorschlittentour:

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    Bei dieser Gelegenheit kontrollierten wir auch gleich die Netze und Legangeln, die der Besitzer auf dem direkt am Haus befindlichen Haapajärvi See ausgelegt hatte:

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    Brassen und Hechte waren die Hauptausbeute.

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    Als wir unsere Snowmobiles wieder eingeparkt hatten erwartete uns schon der Koch des Hauses. Ein wunderbares Menü hatte man für uns vorbereitet.

     

    Die Vorspeise bildete eine hausgemachte Steinpilzsuppe. Kein, aber wirklich gar kein Vergleich zu dem „Tüten-Steinpilz-Suppen“ die wir so kennen.

     

    … und es wurde nicht schlechter:

    Elch, Zander, sauer eingelegte Brassen, geräucherter Hecht und Bärenfleisch zierten das Buffet:

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    Nachdem wir uns alle nochmal richtig den Bauch vollgeschlagen hatten ging es zurück ins Hotel. Es war gegen 1 Uhr morgens als ich totmüde ins Bett fiel.

    Nächsten Morgen um 3.30 erreichte mich dann auch schon der Weckruf der Rezeptiosdame. Um 6.50 Uhr startete mein Flieger von Koupio nach Helsinki. Der Rücktransfer verlief reibungslos. Gegen 17 Uhr stand ich dann mit vielen neuen Eindrücken, einer Kamera voll wunderbaren Erinnerungen an ein wirklich tolles Land wieder an meiner Haustüre.

     

    An dieser Stelle sei auch noch Frau Dörte Leupold-Törrönen erwähnt welche als Dolmetscherin für das Projekt „Saalis“ agiert und mich bereits im Vorfeld der  Reise stets mit aktuellen Infos und wertvollen Tipps für meinen ersten Finnland-Trip versorgte.

     

    Abschließend lässt sich feststellen:

    Wer ein Abenteuer sucht – der wird es im finnischen Winter finden. Versprochen!

     

    Franz Hollweck

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