Ausgabe Mai 2012

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    „Ösis“ beim Filmen

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    „Ösis" beim Filmen, 25.+26.04.2006

     

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    Eigentlich ist die nachfolgende Geschichte nur durch ein Telefonat entstanden. Ein guter Bekannter rief mich an und fragte mich, ob ich Lust hätte, ein Kamerateam aus Österreich, den Buttlöffel vorzustellen. Da es zeitlich passte, sagte ich zu.

     

    Nun sollte das Team bestehend aus 2 Mann am Montag den 24.04.2006 eintreffen. Pünktlich gegen 17.00 Uhr standen dann Robert und Georg vor der Tür. In ihrem Wiener Dialekt stellten sie sich dann vor. In der Wohnstube wurde dann erst einmal ein Kaffee serviert. Mein Kleiner fragte dann Georg, wieso er Nägel im Gesicht hat. Gemeint waren damit die 3 Piercings.  

     

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    Etwas später dann, entschlossen wir uns noch eine gemeinsame Runde zu drehen und verschiedene Hausgewässer von mir anzuschauen. Abends wurde dann noch gemütlich geplauscht und ein paar nordische Blonde verhaftet.

     

    Dienstagmorgen ging es dann endlich los. Auf dem Weg zum Campingplatz wurden noch schnell in Kappeln die vorbestellten Seeringelwürmer abgeholt. Am Kai standen reichlich Heringsangler, die auch gut fingen. Weiter ging es zum Campingplatz. Dort angekommen wurden die Sachen verstaut und alles für die erste Tour gepackt. Jetzt musste nur noch mein Boot geslipt werden. Nach dem alles fertig war, wurde unser erstes Ziel angefahren. Am Damper Hafen vorbei und schon waren wir an der von mir gewünschten Stelle.

     

     

    Nun gab es nur noch eine kurze Einweisung. Während Georg alles drehte, montierten Robert und ich unsere Spinnruten mit dem Buttlöffel und beköderten sie anschließend. Wir waren keine 5 Minuten am angeln und schon konnte ich den ersten Biss verzeichnen. Nach kurzer heftiger Gegenwehr zog ich eine schöne Flunder an die Wasseroberfläche. Schön dick im Fleisch und mit einem guten Pfannenmaß. Schnell wurde sie vom Haken genommen und fachgerecht abgeschlagen.

     

    Kurz danach durfte ich meine zweite Flunder über die Reling ziehen. Während des ganzen Drehs wurde für das Kamerateam alle Tipps und Tricks über den Buttlöffel erklärt. Nun endlich durfte Robert seinen ersten Biss verzeichnen. Diesmal war klar an der Rutenspitze zu erkennen, dass er einen Grundleoparden am Haken hatte. Mit knapp 55 cm durfte auch dieser Fisch mit. Leider frischte der Westwind immer mehr auf, so dass wir nach 3 Stunden den Angeltörn abbrechen mussten.

     

    In der Kiste lagen inzwischen 3 schöne Butt und einige Dorsche. An Land angekommen, wurde das Boot wieder eingeholt und zum Wohnwagen gebracht.  Im Anschluss wurde erst einmal eine gepflegte späte Mittagsstunde eingelegt. Nach der Pause wurde bei einem Kaffee die Möglichkeiten für den späten Nachmittag und Abend erwogen. Wir entschlossen uns, abends es einmal auf Meerforelle zu versuchen. Leider mussten wir diesen Versuch nach einer Stunde abbrechen, da das Wasser voll war mit schwimmenden Kraut und unsere Schnur beständig voll damit war.

     

    Robert und ich versuchten es dann im Damper Hafen anschließend noch einmal mit dem Buttlöffel. Auch hier konnten wir keine Punkte verbuchen. Also zurück zum Campingplatz. Hier wurde noch bei ein paar Bierchen gefachsimpelt. Gegen Mitternacht ging es dann in die Falle.

     

    Am nächsten Tag hieß es dann um 4.00 Uhr aufstehen. Das Boot klar machen und los ging es. Wieder war eine schöne Sandbank unser Ziel. Während wir bei absolut glatter See unsere Ruten auswarfen, fütterte ich im Anschluss die Platten mit süßem Mais an. Schon kurz darauf hatte Robert diesmal den ersten Biss. Er konnte eine schöne Flunder verzeichnen. Kurz darauf hatte er seine zweite. Dann war ich an der Reihe. Ich hatte eine kleine Flunder die dann wieder in ihr nasses Element zurück durfte.

     

    Dann bekam ich als nächsten einen strammen Dorsch. Nachdem wir so einige Stunden angelten, kam ein Fischkutter, der direkt neben uns seine Netze runterließ. Von diesem Moment an war Schluss mit lustig und wir konnten keinen einzigen Fisch mehr fangen. Also wurde zum Strand gefahren und dort der theoretische Teil gedreht. Nun wurden die Sachen wieder gepackt und es ging nun wieder nach Lürschau. Unterwegs schmissen sich die beiden Wiener Jungs noch eine Mantaplatte ein. Angekommen am Domizil, wurde das Auto ausgeräumt und wieder einmal eine kleine Mittagsstunde gehalten.

     

    Für den Abend entschlossen wir uns, es einmal mit leichtem Spinngeschirr und Miniwobblern von Björn Kirste, auf Barsch, Bachforelle zu versuchen. Das Revier war die Bollingsteder Au. Leider waren unsere 3 Stunden erfolglos, so das wir ohne Fischkontakt wieder nach Hause fuhren. Jetzt gab es noch schön frischen Fisch zum Abendbrot. Anschließend saßen wir noch ein paar Stunden zusammen und klönten über verschiedene Angelabenteuer. Am nächsten Morgen wurde sich dann getrennt und die beiden fuhren zu ihrem nächsten Drehort. Voraussichtlich werden wir uns für einen nächsten Dreh wieder sehen. Mir hat es eine Menge Spaß gemacht und die beiden sympathischen Wiener Jungs, dürfen gerne wieder kommen.

     

    Sven Matthiesen (www.der-norden-angelt.de )

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