Ausgabe Februar 2012

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    Auf die Plätze - Fertigmachen - ZANDER!

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    Auf die Plätze  -  Fertigmachen  -  ZANDER!

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    Der 1. Juni bedeutet an vielen deutschen Gewässern, dass die Zanderschonzeit ein Ende hat.  Für zahlreiche Spinnangler sind die Glasaugen Zielfisch Nr. Eins, so dass ihnen dieser Tag genauso wichtig ist, wie dem Hechtfan der  1.Mai.

    Generell stehen die Chancen sehr gut, direkt nach der Schonzeit einige Zander auf die Schuppen zu legen. Vor Allem Fließgewässer bieten sich zu dieser Jahreszeit an, weil sich die Fische dort relativ leicht lokalisieren lassen. Elbe und Rhein gelten dabei zu Recht als beste Zanderreviere Deutschlands, doch auch kleinere Flüsse besitzen teilweise gute Bestände.

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    Da die Wassertemperatur Anfang Juni meist schon relativ hoch ist, gilt es Plätze aufzusuchen, wo zumindest eine mäßige Strömung vorhanden ist. Sehr ruhige Zonen, wie beispielsweise ein Altarm oder der Innenbereich eines Hafenbeckens, sollten hingegen eher gemieden werden. Dort trifft man allenfalls auf Zandermännchen mit typischer Schwarzfärbung, die noch ihre Gelege bewachen. Diese Fische sollte man in Ruhe lassen, denn selbst wenn man sie nach dem Fang zurücksetzt, werden diese Fische meist nicht zu ihrem Nest zurückkehren.

    Versuchen Sie es besser an der Strömungskante einer Hafenausfahrt oder einer Buhne, unterhalb von Wehren oder an den Einmündungen von Nebenflüssen. Dort ist die Gefahr gering, Zander zu fangen, welche noch im Laich- oder Wachprozess involviert sind. Stattdessen ist mit schlanken, aber verhältnismäßig kampfstarken Stachelrittern zu rechnen, die nach dem anstrengenden Laichprozess sehr hungrig und dementsprechend bissig sind. Wenn Sie vorhaben, ein Buhnenfeld zu befischen, ist es sinnvoll sich eines zu suchen, welches in einer Außenkurve des Flusses liegt. Besonders attraktiv sind die ersten und letzten Buhnen, nach beziehungsweise vor einer freien Fließstrecke.  

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    In stehenden Gewässern gestaltet sich die Fischsuche ein wenig schwieriger, weil die Zander zumindest an großen Seen sehr aktiv umher ziehen. Sind natürlich Einläufe vorhanden, wie es an Talsperren und Stauseen der Fall ist, hat man dort meistens hervorragende Fangchancen, ansonsten gilt es am Ufer oder per Boot viel Strecke zu machen, um einen Zanderschwarm aufzuspüren. Fischen Sie dabei nicht in zu großen Wassertiefen, denn  dort halten sich im späten Frühjahr und Frühsommer normalerweise keine Zander auf.  Außerdem sollten Bereiche mit schlammigem Grund gemieden werden. Zander stehen, im wahrsten Sinne des Wortes, auf kiesige und sandige Plätze.

    Die insgesamt mit Abstand erfolgreichsten Zanderköder an Flüssen und Seen, sind Gummifische und Twister. Zum Saisonstart dürfen diese auch ein sehr lebhaftes Spiel haben. Auf aktionsarme oder gar -lose Gummis verzichte ich im Juni fast völlig. Als besonders fängig, während dieser Jahreszeit, hat sich für mich, an unterschiedlichen Gewässern, der Attractor von Profi Blinker erwiesen. Weitere Erfolgsköder im Juni sind Kopyto und Turbo Frog (Relax), Jin-Shad (MB-Fishing) und Fury Shad (Delalande). Verwenden Sie keine übermäßig großen Köder. Die ideale Ködergröße, mit der sich auch kapitale Zander fangen lassen, liegt bei ca. 10 cm. Aus der Wahl der Köderfarbe sollte man keine zu große Wissenschaft machen. Richten Sie sich dabei nach der Gewässertrübung. Bei eher klarem Wasser sind Braun und Perlmutt meistens am erfolgreichsten, bei mäßiger bis starker Trübung setze ich dagegen gerne auf Weiß, Glittergrün und Gelb. 

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    Die Führung des Gummifischs darf im Juni gerne  recht aggressiv ausfallen. Ich wende in jedem Fall die sogenannte Faulenzer- bzw. Kurbelmethode an, bei welcher der Köder ausschließlich per Rolle beschleunigt wird. Diese lässt sich hervorragend an verschiedene Jahreszeiten anpassen. Während ich im tiefsten Winter den Gummiköder mit nicht mehr als einer gemächlichen Kurbelumdrehung vom Gewässergrund anhebe, dürfen es im Juni durchaus drei schnelle sein. Außerdem verwende ich zu dieser Jahreszeit auch gerne etwas überschwere Jigköpfe. Vielfach konnte ich feststellen, dass die Zander nach der Laichzeit darauf besser reagieren, als auf leichtere Modelle. Grundregel bei der Wahl des Jiggewichtes sollte sein, dass die Absinkphase zwischen zwei Anziehphasen ca. 2 Sekunden andauert.  Dabei bevorzuge ich die runde Jigkopfform, da sie universell einsetzbar ist und gute Wurfweiten ermöglicht. Ein zusätzlicher Angstdrilling ist bei einer Ködergröße bis ca. 12 cm meistens nicht notwendig, zumal die begehrten Kammschupper im Juni meistens auch mit mehr Schmackes zuschnappen, als zu anderen Jahreszeiten.

    Auch Wobbler sind auf Zander eine gute Wahl, jedoch sollte man diese vorrangig nach Einbruch der Dunkelheit einsetzen. Dabei ist es oft auch erfolgreicher, im Mittelwasser oder gar in Nähe der Wasseroberfläche, statt am Grund, zu fischen, denn der Zielfisch geht nachts gerne in höheren Wasserschichten auf Beutezug. Gute Fangchancen hat man beispielsweise mit dem 8 cm langen Salmo Perch in der F- und DR-Version, dem Ugly Duckling-Jointed oder dem Bomber Long A. Für die nächtliche Zanderangelei haben sich in Sachen Farbwahl Weißfischdekore und komplett schwarze Köder als ideal erwiesen. Dies gilt auch für den Fall, dass Gummiköder zum Einsatz kommen.  Grundsätzlich macht das nächtliche Spinnfischen besonders in Gewässern Sinn, die verhältnismäßig klar sind.

    Um das Gummifischangeln erfolgreich betreiben zu können, ist passendes Gerät unerlässlich. Neben einer geflochtenen Angelschnur, ist eine schnelle und harte Rute sehr wichtig. Eine Länge von 2,70 m ist recht universell an Fluss und See einsetzbar, nur vom Boot aus bevorzuge ich kürzere Modelle. Das Wurfgewicht sollte minimal 50 g betragen. Dies mag in Hinblick auf die verwendete Köderwahl zunächst überdimensioniert erscheinen, aber wer sich das knochige Maul eines Großzanders ansieht, wird erkennen, dass es mit einer zu leichten Rute kaum möglich ist, einen Jighaken auf weite Distanz darin einzutreiben. Die starke Rute ist ebenfalls notwendig, um einen souveränen und schnellen Drill zu führen. Versuchen sie, einen gehakten Zander kompromisslos aus dem Wasser zu kurbeln, ohne dass die Rollenbremse anspricht. Dies beugt Aussteigern vor. Rute, Rolle, Schnur und Vorfach sollten so ausgelegt sein, dass auch Zander jenseits der 80 cm-Marke rasch gelandet werden können. Ich selbst nutze robuste Rollen der 3000er bis 4000er-Größe mit ca. 8 kg tragender Geflechtschnur. Als Vorfach nutze ich 0,55 mm dickes Special Pike-FC (MB-Fishing) oder 7 kg tragenden Sevenstand-Stahl (z.B. Canelle-Multiflex). Mit diesen Materialien gibt es auch bei Hechtbissen keine Schwierigkeiten. Zum Wobblerfischen kann das Gerät ein wenig feiner ausgelegt werden, um noch vernünftige Wurfweiten erzielen zu können.  Selbstverständlich ist es auch einfacher, einen Köder, der zwei oder gar drei Drillinge hat, im Zandermaul zu platzieren, weshalb bei dieser Methode kein ganz so schlagkräftiger Anhieb, wie bei der Verwendung von Gummifischen, notwendig ist.

    Ich wünsche einen erfolgreichen Start in die Zandersaison!

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    Veit Wilde

    Kommentare 

     
    0 #1 Kobi 2010-06-02 10:18
    Danke für den Artikel, gefällt mir sehr gut. Warum wird der Veit aber als gesperrter User angezeigt und schreibt trotzdem Artikel fürs AB? Eigenartig...
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    0 #2 Lachsbär 2010-06-02 22:26
    Danke auch dass du mit deinen Erfahrungen nicht hinter dem Berg hältst ! Dein Bericht ist sehr informativ.
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    0 #3 HD4ever 2010-06-29 13:19
    schöner Bericht !!!!
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    0 #4 Gruß 2010-07-14 10:45
    ... auch nur weit verbreitete und allgemein bekannte Infos, wo nichts neues bei rum kommt! Aber nen Versuch war es wert
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    0 #5 Zanderfan 2010-07-14 10:53
    Sehr schöner Bericht, der viel Wichtiges aufzeigt! So sollten Berichte sein - bitte weitermachen!
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    0 #6 marc 2010-07-15 23:48
    ich würde großeköder niemals scheuen wer schonmal einen 80 oder 90 iger zander gefangen hat weis woie groß das maul ist un da past auch durchaus en 20 cm wobbler schlank natürlich! oder mal en handlanges rotauge keine rotfeder passen immer mit kleinen ködern habe ich bis jetzt auch immer kleine zander gefangen die größten mit großen schlanken wobblern vor allem nachts da zander nachts nich nur am grund jagen da kann man sie auch mal in 20 cm tiefe fangen wie gesagt immer lang un schlang^^ is der perfekte köder
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