Ausgabe Februar 2012

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    Doppelschlag

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    Doppelschlag
     
     
    anzeige_kingfisher_50x100.jpgNach dem strengen Winter war ich Anfang Mai erstmalig auf Hecht mit einer leichten Jerk-Kombo und Spinnerbaits unterwegs. Es war mein erster Versuch mit Spinnerbaits und der vierte Wurf brachte mir gleich einen Hecht zwischen 65 und 70 cm. Angestachelt durch diesen kleinen Erfolg fuhren mein jüngster Sohn und ich am darauf folgenden Sonntag an unser Gewässer. Wieder schlug der Spinnerbait bei einem kleinen Hecht zu. Weitere Versuche, auch mit Jerks blieben erfolglos.
     
    Daraufhin wechselte mein Sohn auf seinen alten Liebling, den Effzett. Bereits beim zweiten Wurf bog sich die Jerkrute. Der Fisch riss die Geflochtene von der Multi. Selbst die angezogene Bremse konnte ihn nicht stoppen. Uns blieb keine andere Wahl, wir mussten dem Fisch folgen. Zum Glück war die Uferbepflanzung nicht hinderlich, so dass der Kampf beginnen konnte. 50 Meter nach rechts, dann 50 nach links usw.
     
    Uns wurde schnell klar, dass hier kein Hecht an der Schnur zerrte, sondern vermutlich ein dicker Karpfen. Es folgten ca. 15 Minuten, die alles vom Angler und Equipment forderten. Endlich kam der Fisch an die Wasseroberfläche. Hier zeigte sich, warum der Fisch so vehement kämpfen konnte. Der Drilling hing unterhalb der Rückenflosse und ließ ihm alle Bewegungsfreiheiten.
     
    Nun kam das nächste Problem, wir waren auf Handlandungen beim Hecht eingestellt und hatten keinen Kescher. Ein Angler in der Nachbarschaft, bzw. sein kleiner Sohn, wollte uns mit dem Kescher helfen. Es zeigte sich allerdings schnell, dass der Kescher für die Ausmaße des Karpfens nicht reichen sollte.
     
    Es gab nur einen Weg, ab ins Wasser. Mein Sohn stieg ins Wasser und umfasste den Karpfen und landete ihn sicher. 95 cm und ca. 40-45 Pfd. ließen nasse Füße schnell vergessen. Dank der Handykamera konnte ich einige Bilder schießen und unser dicker Freund konnte wieder von dannen schwimmen. Mit diesem Fisch nahm er nun Platz eins in unserer internen Familienwertung ein. Wir glaubten alle, dass ihn so schnell niemand von diesem Platz verdrängen könne. Aber es kann anders, nach einer Woche war er „nur“ noch auf Platz zwei.
     
    Sechs Tage später saßen wir beide wieder an dem Gewässer und badeten unsere Köderfische beziehungsweise Boilies. Mein Sohn wollte Hechte fangen, nur zu verständlich nach diesem Karpfen und ich einen Karpfen. Meine Montage lag ca. 15m vom Ufer entfernt, in 2m Wassertiefe. Da ich nicht tagelang angefüttert hatte, schoss ich einige zusätzliche Fruchtboilies nach. 
     
    Nach ca. 2 Stunden, gegen 14:30, wurden wir durch das Kreischen meiner Rollen aufgeschreckt und ein Fisch riss mir die Schnur von der Rolle. Ich stoppte den Freilauf und nahm vorsichtig Kontakt auf. Es zeigte sich sofort, dass auch hier ein größerer Karpfen am anderen Ende der Schnur zerrte. Der Kampf begann. Im Gegensatz zu der Jerkrute, war ich hier mit meiner Karpfenausrüstung klar im Vorteil. Die Kraft der Rute, die Baitrunner 5000 erleichterten mir den Drill.
     
    Es zeigte sich aber schnell, dass mein Gegner nicht gewillt war, meinem Ansinnen zu entsprechen. Es ging hier und her. Nach gefühlten 30 Minuten, es waren aber nur 10 – 15, wurden die Fluchten kürzer. Diesmal lag ein großer Kescher parat und nach weiteren, kurzen, aber heftigen Fluchten, konnte mein Sohn den Fisch endlich keschern. Was für ein Karpfen, das Maßband zeigte exakt 100cm. Eine Waage hatten wir natürlich nicht dabei und so kann ich nur schätzen, 45-50 Pfd. Ich führte somit wieder die Rangliste an. Nach einigen Fotos zog er wieder majestätisch in die Tiefe.
     
    Detlev Korte
    karpfen2.jpg
    karpfen1.jpg

    Kommentare 

     
    0 #1 Harry 2010-06-16 14:14
    Hey Leute,
    dass ist eindeutig ein und der selbe Fisch!!!
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