Rezept des Monats, Juni: Fisch mit Sahnespargel
Rezept des Monats, Juni
Fisch mit Sahnespargel
Nicht nur dass es wärmer wird, die Raubfischschonzeiten so langsam überall vorbei sind. Nein, es gibt nun auch überall in den Anbaugebieten frischen Spargel zu kaufen, sei es direkt vom Feld oder an Ständen am Straßenrand. Und dort, wo kein Spargel angebaut wird, sorgt der Lebensmittelhandel für frischen Spargel sowohl aus Deutschland wie von überall her..
Da das wichtigste Qualitätskriterium beim Spargel die Frische ist, macht man mit deutschem Spargel am wenigsten falsch - der hat nun mal den kürzesten Weg bei uns zum Verbraucher.
Nun ist noch die Frage welcher Spargel, der weiße oder der grüne?
Das ist letztlich Geschmackssache. Da aber grüner Spargel doch einige Vorteile hat, will ich hier mal ein Rezept für grünen Spargel bringen.
Die Vorteile?
Meist preiswerter als der vermeintlich "edlere" weiße. Man braucht zudem nicht so viel zu schälen. Und er bringt mehr Inhaltsstoffe, da er auch über der Erde wächst und so Clorophyll bilden kann und mehr Vitamine - und, zumindest in meinen Augen auch mehr Geschmack.
Als ganze Portion rechnet man immer so um 1 Pfund pro Person, als Gemüsebeilage, so wie hier, reichen so um die 250 Gramm.
Den grünen Spargel braucht man nur im unteren Drittel zu schälen, nicht die ganze Stange wie beim weißen. Hat man das erledigt, schneidet man die Stangen in ca. 3 cm lange Stücke, sortiert dabei allerdings die Köpfe aus.
Nun schwitzt man in einer Pfanne, Kasserole oder einem Topf - Hauptsache ein gut schließender Deckel passt drauf - feinstgewürfelte Zwiebeln in etwas Butter an und pro Portion ca. 1/10 Knoblauchzehe - also ganz wenig Knoblauch.
Das löscht man dann pro Portion mit 2 Esslöffeln preiswertem Weißwein ab und gibt dazu einen halben Becher süße Sahne. Nach dem aufkochen gibt man die Spargelstücke dazu, außer die aussortierten Köpfe. Das würzt man dann mit etwas Salz, wenig Zucker und frisch geriebenem Muskat.
Sodann kommt der Deckel drauf und man lässt das Ganze bei niedriger Hitze ca. 5 Minuten ziehen. Dann erst gibt man die Köpfe dazu, und lässt das nochmal 5 Minuten ziehen. Die Köpfe brauchen weniger Garzeit und sollten deswegen erst später dazu gegeben werden.
Nun kann man Filets aus frisch gefangenem Fisch (da passt wirklich jede Sorte!!) in einer Pfanne braten oder dünsten, ganz nach Geschmack. Die neuen Kartoffeln sollte man natürlich inwzischen auch fertig gekocht haben.
Kurz bevor der Fisch fertig ist, stellt man den Spargel zum erhitzen nochmal ohgne Deckel bei voller Hitze kurz auf den Herd, lässt alles aufkochen, nochmal abschmecken, dann den Sahnespargel auf einem Teller anrichten, das Fischfilet drauflegen und alles mit den neuen Kartoffeln servieren..
Dazu passt dann ein (diesmal nicht billiger) frischer, säurehaltiger Weißwein.
Guten Appetit zur Spargelzeit wünscht:
Thomas Finkbeiner
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