Ausgabe Mai 2012

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    "Angelminister" antworten: Berlin

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    Angelminister antworten: Berlin

     

     In der letzten Ausgabe hatten wir berichtet, dass wir die zuständigen Minister aller Bundesländer angeschrieben hatten,ob und wenn ja wie sie sioch vorstellen könnten, den Zugang zum Angeln einfacher und vor allem trotz Föderalismus bundeseinheitlich möglichst gleich zu gestalten. 

     

    Und tatsächlich kamen schon die ersten Antworten. 

    Hier die aus: Berlin 

     

    Hier nochmal unsere Fragen, im Anschluss daran die Antwort:

     

    Fragen

    1. Sehen Sie in Ihrem Hause auch die vielen Vorteile, die Angler und das Angeln auch für Ihr Bundesland generieren?

    2. Wäre es bei dem riesigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und auch ökologischen Potential, welches das Angeln für die BRD bedeuten könnte, nicht sinnvoll, wenn sich die Bundesländer auch bei 16 Landesfischereigesetzen dazu durchringen könnten, zumindest den Zugang zum Angeln und den Gewässern soweit als möglich länderübergreifend einfach und unbürokratisch zu gestalten?

    3. Spricht aus Ihrer Sicht etwas gegen eine einfache und einheitliche Regelung?

    4. Was werden Sie in Ihrem Hause konkret unternehmen, um, eine solche einfache und bundesweit möglichst einheitliche Regelung für das Angeln allgemein und nicht nur für das Friedfischangeln wie in Brandenburg zu etablieren? 

     

     

    Antwort

    1.

    In Berlin hat die angelfischereiliche Bewirtschaftung der Gewässer große Bedeutung. Ziel der Berliner Fischereipolitik ist, die Gewässer als Lebensraum regionaltypischer Fische auf Dauer zu erhalten. Alle fischereilich genutzten Gewässer Berlins werden entweder gemeinsam mit der beruflichen Fischerei oder auch ausschließlich anglerisch gehegt. Insbesondere macht sich die Angelfischerei durch die Hege und Pflege der Fischbestände, eine umfangreiche Jugendarbeit und das Angebot einer sinnvollen und erholsamen Freizeitbeschäftigung in der Natur verdient.

    2.

    Durch die fischereigesetzlichen Regelungen werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass viele Menschen ihren Fischereiwünschen in Berlin nachgehen können. Die Länder sind selbstverständlich und seit langem bestrebt, die den Zugang zum Angeln betreffenden Regelungen so weit wie möglich anglerfreundlich zu gestalten und länderübergreifend abzustimmen. Die unterschiedlichen Länderregelungen tragen der Tatsache Rechnung, dass sich die Anzahl der Anglerinnen und Angler und die Art und Anzahl der zur Verfügung stehenden Gewässer, sowie deren Struktur von Bundesland zu Bundesland sehr stark unterscheiden. Gewässerarme Binnenländer mit einer vergleichsweise hohen Zahl an Anglern müssen z. T. andere Regelungen treffen als gewässerreiche Bundesländer mit geringer Bevölkerungsdichte. Der Zugang zu den Fischgewässern muss sich nach deren Belastbarkeit richten. Dies schränkt die Möglichkeiten einheitlicher und freizügiger Zugangsvoraussetzungen ein.




    3.

    Alle Länder sind selbstverständlich bestrebt, die Regelungen unter Beachtung der auch aus anderen Rechtsbereichen auftretenden Anforderungen, u. a. des Tier- und Naturschutzes, so anglerfreundlich und so einfach wie möglich zu gestalten.

    Die Berliner Gewässer stehen sowohl für  unterschiedliche Freizeitaktivitäten wie Baden, Rudern, Segeln, Angeln, sowie Spazieren gehen am Ufer, als auch für gewerbliche Nutzung wie Schifffahrt und Fischerei, zur Verfügung. Das erfordert von allen Beteiligten eine hohe Selbstdisziplin. Anglerinnen und Angler werden an ihrem Verhalten am und auf dem Gewässer gemessen. Ein Sachkundenachweis ist aus diesem Grund in Berlin unerlässlich.

    Gültige Fischereischeine (außer Touristenfischereischeine) von Anglerinnen und Anglern aus anderen Bundesländern werden in Berlin anerkannt. Sie werden hier in keiner Weise eingeschränkt.

    4.

    Da keine wirtschaftlichen Ziele im Vordergrund stehen, sondern - wie oben ausgeführt - tierschutzrechtliche und fischereifachliche Bestimmungen bei der Ausübung der Fischerei beachtet werden müssen, ist aus Berliner Sicht eine einheitliche Regelung ohne Sachkundenachweis unmöglich. Es ist vielmehr in unser aller Interesse, möglichst gut informierte und verantwortungsbewusste Angler an den Gewässern anzutreffen.

    Die Forderungen zur Anpassung des Berliner Fischereirechts an die für die Angelfischerei geänderten Regelungen im Land Brandenburg wurden von meiner Verwaltung geprüft und werden für die spezifischen Gegebenheiten im Land Berlin als nicht zielführend erachtet.  

     

     

    Kommentare 

     
    0 #1 Hobbyspinner 2009-03-05 10:22
    Und genau deshalb fahre ich seit 18 Jahren lieber nach Dänemark,Schwed en,Norwegen oder Meck-Pom.Die Begründung würde auch bedeuten, daß wir in Berlin andere Verkehrsregeln und Führerschein-prüfungen haben sollten,weil die Verkehrsdichte im Vergleich zu anderen Städten und Ländern ja wesentlich höher ist. Und natürlich geht es nicht um wirtschaftliche Interessen :---) Dann könnte man die Gebühren ja reduzieren (siehe Brandenburger Friedfischschei n=12€ Fischereiabgabe und alles ist erledigt). Und um auf den Straßenverkehr zurückzukommen= was hat sich eigentlich durch die Feinstaubplaket te geändert, außer daß alle brav bezahlt haben? Petri Dank! Hobbyspinner aus Berlin
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    0 #2 wasnnulos 2009-03-05 10:50
    Dass Schutzbestimmun gen in den einzelnen Ländern unterschiedlich sein können, kann ich noch nachvollziehen. Weshalb jedoch die Gebühren so unterschiedlich sein müssen, ist mir nicht nachvollziehbar . Diese sind übrigens auch bei den Jagdscheinen erheblich höher! Sind Berliner finanziell potenter?
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    0 #3 Klaus Garnatz 2009-03-05 18:38
    Da sehen wir als erstes, daß Bürokratie Arbeitsplätze sichert...
    Und als zweites, wieviel Millonen zusätzlicher Ausgaben Jahr für Jahr in den Wind geschrieben werden....
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    0 #4 flexxxone 2009-04-15 14:00
    meint Ihr nicht, dass Bayern noch 'n tick teuerer is?
    Ich jedenfalls hab das Gefühl - und den leeren Geldbeutel...

    aber komisch ist, dass alle von diesen Wasserköpfen die selbe Sosse labern... die haben doch was Vorgefertigtes rumliegen, was sie auf jede Frage antworten...

    Gruß
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