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BORNHOLM Oktober 2008 - Bilderbericht Teil 3 | Drucken |
BORNHOLM Oktober 2008 - Bilderbericht Teil 3

Mittwoch
Der Mittwoch begann wieder mal mit einer mittelalterlichen Kirche. Viele der Kirchen auf Bornholm haben übrigens im Inneren ein kleines Modell eines dreimastigen Segelschiffes hängen, und die Keramikkünstler der Insel nutzen die Gelegenheit ihre Werke auszustellen.


St. Povls Kirke mit Dreimaster


Heilige 3 Könige aus Keramik im Kirchenfenster

Außerdem konnten wir die zweite von vier Rundkirchen auf der Insel abhaken. Anschließend ging es nach Gudhjem, einer kleinen Hafenstadt im Norden der Insel mit einer Menge Kunsthandwerk und einer außerordentlich leckeren Räucherei.


Die größte und älteste der Rundkirchen bei Osterlars


Dachstuhl der Rundkirche


Blick auf Gudhjem



Schornsteine einer der Herings-Räuchereien

Wir haben einige Räuchereien auf der Insel probiert, aber sowohl das reichhaltige Fischbüffet als auch der warm geräucherte Lachs waren in Gudjhem eine Delikatesse, wie ich sie bis dahin selten gegessen hatte. Dazu gab es eine Flasche des auf der Insel gebrauten Bieres das ungefiltert in die Flaschen kommt und jedem Besucher zu empfehlen ist. Nach der fetten Mahlzeit ging es auf Wanderung entlang der Klippen von Helligdomsklipperne, einer schroffen Küstenlandschaft, die mich an Norwegen erinnert hat. An den Klippen steht auch das Kunstmuseum von Bornholm. Das Kunstmuseum hatte wie übrigens fast alle Museen, Einrichtungen und Werkstätte bereits um 17:00 Uhr geschlossen.


Wanderung entlang der Helligdomsklipperne


„Schwarze Schafe“ unter den weißen Möven


Detail in der Klippenlandschaft


Vor dem Kunstmuseum

Donnerstag
Der Donnerstag sollte erst einmal keinen Fisch bringen, da der Wind wieder etwas zunahm. Also begann der Tag wie gewohnt mit einer Rundkirche. Die Kirchen dienten übrigens als Schutz vor Eindringlingen auf der Insel und hatten ursprünglich kein Dach sondern einen Laufsteg, von dem aus die Angreifer abgewehrt werden konnten. Die Türme an den Kirchen waren auch keine Glockentürme wie wir sie kennen, sondern dienten als Speicher. Heute sind die Kirchen immer noch als Gotteshäuser in Benutzung.


Rundkirche mit Vorratsturm bei Nylars


Zum Erntedank geschmücktes Innere der Kirche


Blick durch das Kirchenfenster

Am Nachmittag ging es nach Ronne, der Inselhauptstadt. Nach einem Bummel durch die Innenstadt konnte ich meine Freundin in die Nähe einer Tankstelle locken. Das Auto stand zwar vollgetankt am Marktplatz, aber in einer Werbung der Touristeninfos habe ich ein Angelfachgeschäft als Türnachbarn der Tanke ausfindig machen können. Meine Anfrage im Anglerboard brachte ja keine weiteren Hinweise, aber mit einigen Internetrecherchen hatte ich mir einige Köder als fängig und für den Anfänger sinnvoll rausgesucht. Dazu zählten etwa der Salty von Kinetic, der Falkfish Thor, der Hansen fight und natürlich der Gladsax snaps. Im Geschäft stand ich dann vor einer rieseigen Wand an Meerforellenködern. Anderes Zeug schienen die in diesem Laden auch gar nicht zu haben. Aber leider war nicht einer der von mir favorisierten Ködern dabei. Der freundliche Verkäufer konnte mir da auch nicht mit den aktuell fängigen Modellen weiter helfen und verwies nur auf seine riesige Auswahl, bei der ich schon das Richtige finden würde. Um nicht umsonst da gewesen zu sein kaufte ich mir einen Gladsax fiske in 20 g schwarz-weiß. Einen solchen Köder hatte ich vor ca. 10 Jahren mal am Ufer auf Bornholm gefunden. Das konnte so falsch also nicht sein. Der Verkäufer lachte sich halb tot, als ich nach einer geschlagenen halben Stunde vor dem Regal mit gerade mal einem Wobbler an die Kasse kam, und gab mir dennoch einen kleinen Rabatt.
Der Tag endete mit einem Rundgang durch die Altstadt von Ronne mit dem kleinsten Haus und dem ältesten Haus der Stadt sowie dem Leuchtturm. Das kleinste Haus hätte ich mir zu gerne mal von innen angesehen. Keine Ahnung was sie in dieser Puppenstube an Möbeln stehen haben.


Kleinstes Haus von Ronne


Eines der ältesten Häuser am Hafen


Der Leuchtturm von Ronne

Die Nacht zu Freitag konnte ich kaum ein Auge zutun. Am nächsten Tag sollte es auf Meerforellen gehen. Endlich in den Schlaf gesunken, hatte ich dann auch gleich meine erste Mefo am Haken und mit etwas Glück sicher gelandet. Schweißgebadet bin ich noch vor dem Morgengrauen wieder wach geworden und lag den Blick auf den noch dunklen Himmel vor dem Fenster gerichtet - im Bett, endlich auf den nahenden Morgen hoffend.
Wie es weitergeht könnt Ihr in Teil 4 lesen. Bis dahin könnt ihr ruhig ein bischen mitfiebern, ob es nun mit der Mefo wirklich geklappt hat.
 
Bis dahin viel Spaß beim lesen
 
Thomas Ranft 
 
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