Die Nymphe und die Naßfliege Alte Allroundköder
Die Nymphe und die Naßfliege – Alte Allroundköder
Fliegenfischen – die „Königsdisziplin“ der Angler,
elegant, anspruchsvoll, aufregend. Ein gewisser Mythos umweht diese Art der
Angelei. Und das obwohl
das angeln mit federverzierten Haken sicher zu den
ältesten Methoden überhaupt gehört. Wobei natürlich vor Erfindung von
(Fliegen)Ruten und Rollen das meist einfaches Tipp- oder Tunkangeln war.
Nichtsdestotrotz auch erfolgreich, vor allem auf Salmoniden wie Forellen und
Äschen.
Heutzutage muss man – will man als Fliegenfischer ernst genommen werden – natürlich zum einen die entsprechende Kleidung tragen. Von der möglichst atmungsaktiven Wathose über die Fliegenfischerweste mit zig Taschen bis hin zur möglichst topmodischen polarisierenden Sonnenbrille. Und – als ernsthafter Fliegenfischer – angelt man natürlich möglichst mit der Trockenfliege auf Forellen, Äschen oder Lachse.
Das alles hat mit Sicherheit seinen Reiz!! Aber, wenn man ehrlich ist: Wer hat schon die Möglichkeit in einem entsprechend guten Salmonidengewässer regelmäßig zu fischen? Und wie oft schauen diese verdammten Salmoniden auch die schönste, selbst gebundene Trockenfliege nicht mal mit dem Arxxx an....
Man kann natürlich trotzdem seine Fische mit der Fliegenrute fangen – gerade im Sommer. Da reichen meist einfache Watstiefel, da das Wasser im Sommer nicht so hoch steht – allenfalls eine einfache Wathose. Und man fischt eine Nymphe, je nach Tiefe und Strömung mehr oder weniger schwer. Denn gerade im Sommer stehen viele Fische tagsübereben nicht an der Oberfläche oder steigen. Vor allem auch dann, wenn man statt des Salmonidengewässers auf ein normales „Mischwasser“ zurückgreifen muss. Besonders gut eignen sich da Flüsse der Barbenregion. Barben, Döbel, Rotaugen lassen sich da regelmäßig mit der Fliegenrute fangen. Dann brauche ich auch keine Fliegenfischerweste, da die kleine Box mit meinen paar Nymphen und Nassfliegen in eine kleine Tasche passt, genauso wie die Lösezange und etwas Vorfachschnur zum anbinden der Köder.
Die dazu benötigten Nymphen braucht man dank der vielen Hersteller auch nicht unbedingt selber binden. Es gibt sie in alle Größen, Farben und Variationen zu kaufen. Döbel reagieren gut auf voluminösere dunkle Naßliegenmodelle, Barben gehen auch auf dunkel gut, da die oft tiefer und in der Strömung stehen sollten die Modelle nicht so voluminös ausfallen oder entsprechend beschwer sein – am besten Nymphen. Rotaugen kriegt an eher auf kleinere, hellere Nymphen. Auch Nasen können einen bei uns im Neckar und den Nebenflüssen zur Verzweiflung treiben. Man sieht die Fische schwarmweise aufblitzen in den Algenfahnen. Aber selbst auf Nymphen wollen sie nicht so richtig beißen.
Es gibt also auch abseits des „königlichen Trockenfliegenfischens“ für Angler mit weniger Standesdünkel die Möglichkeit mit der Fliegenrute seine Spaß zu haben. Und mag der versierte Fliegenguru seinen Spaß darin finden, die jeweils optimal passende Fliege für die jeweilige Situation auszusuchen und sauber zu präsentieren, macht es sich da der „altvordere“ Nymphen- und Nassfliegenfischer einfacher.
Ob die Fische eher auf dunkle oder helle Modelle stehen ist genauso schnell herausgefunden wie ob die Fliegen oder Nymphen eher größer und voluminöser oder kleiner und zarter ausfallen sollten. Man kann natürlich aus allem eine Wissenschaft machen – und das hat sicherlich auch das Angeln als solches weitergebracht.
Während dann aber der Fliegenexperte das Wasser beobachtet, die Strömung liest, versucht Rückschlüsse auf die Trockenfliege zu ziehen, welche optimal den Fisch zum Biss reizen soll – in der Zeit habe ich als „Rustikalfliegenfischer“ meist schon die ersten Döbel und Barben im Drill gehabt. Und es ist dann auch einfacher Unter der Oberfläche zu fischen. Je nach Gegebenheit vor Ort stromauf oder schräg stromauf werfen, einfach die Nassfliege oder Nymphe auf Tiefe kommen lassen und anschlagen, sobald die Spitze der schwimmenden Fliegenschnur irgendwas seltsames macht.
Während der versierte Trockenfliegenfischer versucht so unauffällig wie möglich zu präsentieren, durch das menden der Leine die Trockenfliege am dreggen hindert, habe ich es einfacher.
Je lauter eine Nassfliege oder Nymphe bei den wartenden Döbeln aufschlägt, desto eher kann man mit einem schnellen Biss rechnen. Vielleicht nicht ganz so elegant, aber auf jeden Fall mit mehr Fisch als beim Salmonidenangeln und man braucht definitiv nicht so versiert im werfen zu sein.
Während sich die Experten oft darüber unterhalten, mit welcher Kombination aus Rute, Rolle und Schnur sie die größten Weiten erreichen können, reicht es mir wenn ich so um die 10 Meter Schnur gut kontrollieren kann. Denn auf diese Entfernung kriegt man die Bisse als „Rustikalangler“ auch einigermaßen mit. Es gibt also keinen Grund für mich, unbedingt sehr viel weiter zu werfen.
Interessant auch, welche Fische sich neben den „Hauptfischen“ Döbel, Rotauge und Barbe alles so an Nymphen und Nassfliegen vergreifen. Mir gingen da schon Hechte genauso an den Haken wie Barsche und Zander. Ich habe damit auch schon Ukeleis gefangen, genauso wie Karpfen.
Einen ca. 2 m langen Wels, den ich – nur mit der Fliegenrute bewaffnet – beim Sonnenbaden an der Oberfläche gesehen habe, der hat dagegen die kleine schwarz Nymphe komplett ignoriert. Jajaja, ich weiß, nicht waidgerecht mit ner 6er Fliegenrute nen 2 Meter Wels fangen zu wollen. Wen du aber nach ca. 3 km Fußmarsch nix anderes dabei hast, zeig mir den Angler der das nicht wenigstens versucht.... Der Waller lies sich dann einfach langsam absinken und verschwand in den Weiten des Neckars.
Statt vieler Spezialfliegen in zig Ausführungen also einfach wie früher einfache Nymphen- und Nassfliegenmuster verwenden:
Vielleicht nicht so elitär und elegant, aber macht Spaß und fängt....
das angeln mit federverzierten Haken sicher zu den
ältesten Methoden überhaupt gehört. Wobei natürlich vor Erfindung von
(Fliegen)Ruten und Rollen das meist einfaches Tipp- oder Tunkangeln war.
Nichtsdestotrotz auch erfolgreich, vor allem auf Salmoniden wie Forellen und
Äschen.Heutzutage muss man – will man als Fliegenfischer ernst genommen werden – natürlich zum einen die entsprechende Kleidung tragen. Von der möglichst atmungsaktiven Wathose über die Fliegenfischerweste mit zig Taschen bis hin zur möglichst topmodischen polarisierenden Sonnenbrille. Und – als ernsthafter Fliegenfischer – angelt man natürlich möglichst mit der Trockenfliege auf Forellen, Äschen oder Lachse.
Das alles hat mit Sicherheit seinen Reiz!! Aber, wenn man ehrlich ist: Wer hat schon die Möglichkeit in einem entsprechend guten Salmonidengewässer regelmäßig zu fischen? Und wie oft schauen diese verdammten Salmoniden auch die schönste, selbst gebundene Trockenfliege nicht mal mit dem Arxxx an....
Man kann natürlich trotzdem seine Fische mit der Fliegenrute fangen – gerade im Sommer. Da reichen meist einfache Watstiefel, da das Wasser im Sommer nicht so hoch steht – allenfalls eine einfache Wathose. Und man fischt eine Nymphe, je nach Tiefe und Strömung mehr oder weniger schwer. Denn gerade im Sommer stehen viele Fische tagsübereben nicht an der Oberfläche oder steigen. Vor allem auch dann, wenn man statt des Salmonidengewässers auf ein normales „Mischwasser“ zurückgreifen muss. Besonders gut eignen sich da Flüsse der Barbenregion. Barben, Döbel, Rotaugen lassen sich da regelmäßig mit der Fliegenrute fangen. Dann brauche ich auch keine Fliegenfischerweste, da die kleine Box mit meinen paar Nymphen und Nassfliegen in eine kleine Tasche passt, genauso wie die Lösezange und etwas Vorfachschnur zum anbinden der Köder.
Die dazu benötigten Nymphen braucht man dank der vielen Hersteller auch nicht unbedingt selber binden. Es gibt sie in alle Größen, Farben und Variationen zu kaufen. Döbel reagieren gut auf voluminösere dunkle Naßliegenmodelle, Barben gehen auch auf dunkel gut, da die oft tiefer und in der Strömung stehen sollten die Modelle nicht so voluminös ausfallen oder entsprechend beschwer sein – am besten Nymphen. Rotaugen kriegt an eher auf kleinere, hellere Nymphen. Auch Nasen können einen bei uns im Neckar und den Nebenflüssen zur Verzweiflung treiben. Man sieht die Fische schwarmweise aufblitzen in den Algenfahnen. Aber selbst auf Nymphen wollen sie nicht so richtig beißen.
Es gibt also auch abseits des „königlichen Trockenfliegenfischens“ für Angler mit weniger Standesdünkel die Möglichkeit mit der Fliegenrute seine Spaß zu haben. Und mag der versierte Fliegenguru seinen Spaß darin finden, die jeweils optimal passende Fliege für die jeweilige Situation auszusuchen und sauber zu präsentieren, macht es sich da der „altvordere“ Nymphen- und Nassfliegenfischer einfacher.
Ob die Fische eher auf dunkle oder helle Modelle stehen ist genauso schnell herausgefunden wie ob die Fliegen oder Nymphen eher größer und voluminöser oder kleiner und zarter ausfallen sollten. Man kann natürlich aus allem eine Wissenschaft machen – und das hat sicherlich auch das Angeln als solches weitergebracht.
Während dann aber der Fliegenexperte das Wasser beobachtet, die Strömung liest, versucht Rückschlüsse auf die Trockenfliege zu ziehen, welche optimal den Fisch zum Biss reizen soll – in der Zeit habe ich als „Rustikalfliegenfischer“ meist schon die ersten Döbel und Barben im Drill gehabt. Und es ist dann auch einfacher Unter der Oberfläche zu fischen. Je nach Gegebenheit vor Ort stromauf oder schräg stromauf werfen, einfach die Nassfliege oder Nymphe auf Tiefe kommen lassen und anschlagen, sobald die Spitze der schwimmenden Fliegenschnur irgendwas seltsames macht.
Während der versierte Trockenfliegenfischer versucht so unauffällig wie möglich zu präsentieren, durch das menden der Leine die Trockenfliege am dreggen hindert, habe ich es einfacher.
Je lauter eine Nassfliege oder Nymphe bei den wartenden Döbeln aufschlägt, desto eher kann man mit einem schnellen Biss rechnen. Vielleicht nicht ganz so elegant, aber auf jeden Fall mit mehr Fisch als beim Salmonidenangeln und man braucht definitiv nicht so versiert im werfen zu sein.
Während sich die Experten oft darüber unterhalten, mit welcher Kombination aus Rute, Rolle und Schnur sie die größten Weiten erreichen können, reicht es mir wenn ich so um die 10 Meter Schnur gut kontrollieren kann. Denn auf diese Entfernung kriegt man die Bisse als „Rustikalangler“ auch einigermaßen mit. Es gibt also keinen Grund für mich, unbedingt sehr viel weiter zu werfen.
Interessant auch, welche Fische sich neben den „Hauptfischen“ Döbel, Rotauge und Barbe alles so an Nymphen und Nassfliegen vergreifen. Mir gingen da schon Hechte genauso an den Haken wie Barsche und Zander. Ich habe damit auch schon Ukeleis gefangen, genauso wie Karpfen.
Einen ca. 2 m langen Wels, den ich – nur mit der Fliegenrute bewaffnet – beim Sonnenbaden an der Oberfläche gesehen habe, der hat dagegen die kleine schwarz Nymphe komplett ignoriert. Jajaja, ich weiß, nicht waidgerecht mit ner 6er Fliegenrute nen 2 Meter Wels fangen zu wollen. Wen du aber nach ca. 3 km Fußmarsch nix anderes dabei hast, zeig mir den Angler der das nicht wenigstens versucht.... Der Waller lies sich dann einfach langsam absinken und verschwand in den Weiten des Neckars.
Statt vieler Spezialfliegen in zig Ausführungen also einfach wie früher einfache Nymphen- und Nassfliegenmuster verwenden:
Vielleicht nicht so elitär und elegant, aber macht Spaß und fängt....
Thomas Finkbeiner
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