Pressemeldung DGzRS: Langer Nachteinsatz für Seenotkreuzer VORMANN JANTZEN
Langer Nachteinsatz für Seenotkreuzer VORMANN JANTZEN
Manövrierunfähiger Fischkutter von
Seenotrettern eingeschleppt
Eine schlaflose Nacht hatten die Rettungsmänner des Reserve-Seenotkreuzers VORMANN JANTZEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) von Donnerstag auf Freitag. Rund neun Stunden war die zurzeit in List auf Sylt stationierte Rettungseinheit im Einsatz für einen Fischkutter aus den Niederlanden, der mit einem Netz in der Schraube manövrierunfähig weitab vor der nordfriesischen Küste trieb.
Um 21.50 Uhr meldete sich die 18,5 Meter lange "Hoop op Zegen", die 20 Seemeilen westlich der nordfriesischen Insel Sylt auf Krabben fischte, über UKW-Kanal 16 bei BREMEN RESCUE RADIO (Notruf-Funkstelle der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS): Die Maschine des im niederländischen Urk beheimateten Kutters war durch ein Netz in der Schraube blockiert. Das Fischereifahrzeug trieb mit zwei Mann Besatzung bei südöstlichen Winden mit einer Stärke von acht, in Böen zehn Beaufort antriebs- und steuerungslos in der aufgewühlten Nordsee.
Sofort nach Eingang des Notrufs steuerte Vormann Jörg-Michael Schröder die VORMANN JANTZEN mit der Höchstfahrt von 20 Knoten zu dem Havaristen. Vor Ort stellten die Rettungsmänner schnell und routiniert eine Leinenverbindung her. Zuvor musste der durch ein weiteres niederländisches Fischereifahrzeug vorgenommene Bergungsversuch wegen zweimaligen Trossenbruchs erfolglos aufgegeben werden. Die "Hoop op Zegen" wurde von den Seenotrettern sicher in den dänischen Hafen Havneby gebracht
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