Hechte, Hechte, Hechte.......
Am 20.02. erreichte uns in der Redaktion folgende Mail:
Hallo liebes Team von DAS ANGLERBOARD Ich möcht Euch mal an dieser Stelle einen kleinen Eindruck von meiner Hechtsaison 2007. übermitteln. Ich verbürge mich dafür, dass alle Fische von mir persönlich im Sommer 2007 in Schleswig Holstein in freien Gewässern gefangen wurden. Teilweise wurden die Fänge von der offizielen Wiegestelle - Angelcenter Holsteinische Schweiz- gewogen, vermessen und bestätigt.. Für die Fänge wurden ich mehrfach von der Zeitschrift FISCH und FANG ausgezeichnet.. Und nun viel Spass mit einigen Bildern mit sportlichen Grüßen Martin Böttiger ------------- alias der Holsteiner
Wir bedanken uns für die Zusendung der Bilder. Selbstverständlich habe ich bei Martin gleich nachgefragt, ob er uns noch Berichte zu den Bildern liefern kann. Hier nun der Bericht und die Bilder.
Thomas Finkbeiner
Hechtangeln 2007 in Schleswig-Holstein
Ich hatte ihn mir redlich verdient – den Jahresurlaub 2007. Doch das dieser Urlaub anders als die Jahre zuvor werden würde, hätte ich nicht erwartet.
Es begann eigentlich wie all die Jahre zuvor. Klamotten packen, Frau und Kind einsammeln, den Hund nicht vergessen und ab zum Campingplatz in der Nähe von Plön, mitten im Herzen von Schleswig-Holstein.
Nun lag sie vor mir – die schönste Zeit des Jahres.
Lange vorher hatte ich mir für den Urlaub schon Pläne zurechtgelegt. Angeln hieß die Parole.
Nicht einfach drauf los – nein – dieses Jahr sollte es mit Taktik auf „Feindfahrt“ gehen.
Das Angelgeschirr wurde aufgerüstet – 15er geflochtene mit 50er Stahlvorfach – alles in bester Qualität. Und die Blinker sollten dieses Jahr auch nicht mit aufs Ruderboot. Meine Devise 2007 hieß – Gummifisch - Ich hatte auf die GuFi`s der Fa. Storm aus der Serie „GoldenEye“ gesetzt. Barschimitat 15cm mit 75 gr… der Bringer der Saison, wie sich später herausstellen sollte.
Schon am ersten Tag, kaum eine Stunde auf dem Wasser und schon der erste richtige Biss.
Ein 80er Esox hatte den Köder förmlich eingeatmet. Anfangs glaubte ich noch an Anglerglück, doch es war unfassbar wie die Hechte an den Haken gingen.
Es verging kein Angeltag, an dem nicht 2 maßige Hechte ( Fangbegrenzung ) ins Boot kamen. Und mit maßig meine ich keinen unter 75cm. Meinen Rekord konnte am 26August verzeichnen. Einen Kapitalen von 125 cm.
Ich hatte ihn an einer tiefen Stelle in Ufernähe direkt angeworfen. Ohne zu zögern hatte der Hecht erbarmungslos zugeschlagen. Als er seinen Irrtum bemerkt hatte, war es für jedoch zu für ihn spät. Das unglaubliches Kraftbündel lieferte einen 20minütigen Drill, den er zu seinem Nachteil verlor. Nun lag er an der Wasseroberfläche und“ zeigte Weiß“. Solch einen Fisch an den Haken zu bekommen ist eine Sache, ihn ins Boot zu bekommen eine andere.
Handlandung ist eine super Methode – aber nix für mich- . Ich bin schon ziemlich mutig, aber ein großer Kescher im xl Format ist mir dann doch sicherer.
Dieses Fangerlebnis sollte nicht das einzige Highlight im Urlaub bleiben. So hatte ich einige Zeit später an einem Tag zwei Kapitale von über einem Meter. Zeitweise kam das Gefühl auf, ich bin nicht beim Angeln, sonder ich muss mich gegen die Hechte verteidigen.
Die Fische waren von August bis zum Ende der Campingsaison Ende Oktober in einer derart aggressiven Fresslaune, wie ich sie vorher nicht erlebt habe. Teilweise wurden die Gummifische schon beim 2ten Hecht regelrecht bis zur Unkenntlichkeit zerbissen.
Wie jedes Jahr kommt auch für Dauercamper der Tag, an dem alles ein Ende hat.
Die Winterzeit beginnt auf den Campingplätzen – Ruhezeit bis zum nächsten Frühjahr—
Doch einmal wollte ich noch „Angriff fahren“ am letzten Tag.
Und es kam wie ich es mir gewünscht hatte. Auf der letzen Fahrt des Jahres was „ Großes am Haken bekommen“. Es dauerte eine zeitlang bis ich den lang ersehnten Ruck in der Rute spürte. Tief hat er gestanden, der Entenräuber. Sofort nach dem Anhieb merkt man mit wem man es zu tun hat. Kein ängstliches Zittern in der Rutenspitze, sonder pure Kraft, die sofort auf Schnur und Rolle übertragen wird. Wenn der Hecht merkt, dass irgendetwas faul an der Sache ist, setzt er seine ganze Kraft zur Flucht ein. Kleine Hechte sind schon nach sehr kurzer Zeit am Ende, die großen Hechte entpuppen sich jedoch als enorm kampfstark wenn es ums Überleben geht.
Der Kampf für den letzen Hecht des Jahres kam in den Morgenstunden des20 ten Oktobers und endete nach ca 20 Minuten Drill. Zu Lebzeiten war er mit seinen 115cm bestimmt einer der Könige im See. Nun ist er in Form von Filetstücken im Wintersport (- 21 Grad/ Gefriertruhe).
Das war ein kleiner Rückblick aufs Jahr 2007.
Voller Erwartung auf das Jahr 2008 fiebere ich dem Ende der Schonzeit entgegen,im Land zwischen den Meeren.
Meinem Schleswig-Holstein
Petri Heil
Martin Böttiger
Norderstedt
90 cm!
110 cm!
115 cm!
125 cm!
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Kommentare
Wer sich etwas besser als \\\" AL \\\" in der Fischbiologie auskennet, weiß das kapitale Hechte aus den Seen entnommen werden sollten. Wie schon der Landesverband Schleswig Holstein in seinem Forum veröffentlicht, sind große Hechte nicht mehr zur Vermehrung fähig und richten durch ihren Verbiß großen Schaden an. Demzufolge sehe ich keinen grund kapitale dem See zu entnehmen. Anders ist es bei kleineren Hechten, die für folgende Generationen erhalten werden sollten..
Ich denke das \\\" AL\\\" eher einen von denen ist, der schnell ein Urteil abgibt kann ohne sich vorher sachkundig zu informieren, den nichts ist im Leben einfachen als Kritik zu üben.
Daher sehe ich seinen Kommentar eher als ein wenig Neid, gepaart mit Klugscheißerei.
Martin Böttiger
Ich denke das es gar nicht nötig ist deine Fänge,b.z.w. deren Entnahme hier
zu rechtfertigen,d enn es liegt ganz allein in deinem Ermessen wie du deinen
Fang verwertest oder auch nicht.Vorausgesetzt,d u beachtest die gesetzlichen Bestimmungen und das tust du ja wohl.Das große Hechte nicht
mehr zur Fortpflanzung fähig sein sollen,ist natürlich Quatsch,sie zu entnehmen, kann aber dennoch andere Hegegründe haben.
Dieser AL wird nicht der letzte sein der hier das Jammern anfängt,da solltest
du dir keinen Kopf drum machen.Ich würde das als Zeitgeistersche inung
bezeichnen,zume ist sind solche Leute geistig sehr weit vom ursprünglichem
Sinn des Angelns entfernt.Diese Leute betrachten Fische mehr als Sportgerät, das Größte ist für sie der Drill und dieses möglichst oft,mit anschließendem Fischstreicheln und Beweißfoto.
Ich glaube,das viele dieser meist jüngeren Menschen,erzoge n von alleinerziehend en,sich vegetarisch ernährenden Müttern,beeinfl usst vom
Peta und Greenpeace Gedankengut schon in der Schule von Grün wählenden Lehren manipuliert wurden.Da braucht man sich nicht zu wundern,wenn es zu solch Degenerativen Verhaltensmuste rn kommt.
Ich war übrigens vor ca.25 Jahren auch mal am Plönersee,nur vom Ufer aus
relativ erfolglos.
Gruß Taxidermist
Der Satz soll natürlich heißen :::
Dem zufolge sehe ich keinen Grund, Kapitale dem See NICHT zu entnehmen.
@ Taxidermist.
Danke für deine Unterstützung.
Natürlich habe ich mit derartigen Kommentaren wie dem von -AL- gerechnet.
Dennoch stehe ich zu meinem Angelverhalten und werde es auch in Zukunft nicht ändern.
Zu meiner Aussage über die Laichfähigkeit von kapitalen Hechte, beziehe ich mit auf die Veröffentlichun gen des Landessportfisc herverbandes S-H.,
die unter folgendem Link nachzulesen sind
http://www.lsfv-sh.de/content/view/764/202/
Mit einem Dank und sportlichen Grüßen an den TAXIDERMIST
Martin Böttiger
mfg michael bothe
@ps: bin kein grüner kein petra leser kein vegitarier ;-))))
Deshalb hängt man sich die Köpfe der Tiere am besten an jeden freien Quadratzentimet er seiner Wand, direkt neben die Kellerbar - sieht rattenscharf aus!
So, jetzt muss ich meinen degenerierten Hintern aber in Bewegung setzen! Sonst verpasse ich noch, wie Taxidermist in seiner Höhle zum ersten Mal Feuer macht!
Euch noch viel Spaß beim "hegenen" Fischen und ein herzliches Kopfschütteln!
Mein Petri Heil sei Dir sicher. Beim Anblick Deiner Bilder kann man nur neidisch werden. Solche tollen Hechte habe ich in den letzten 20 Jahren nicht gefangen ! Und das große Hechte nicht schmecken sollen ist natürlich dummes Zeug. Solche Thesen werden immer wieder von erfolglosen Anglern in den Raum geworfen.also nochmal Petri und viel Erfolg in 2008
^^
Weiss doch jeder, dass Fleisch von steinalten Tieren wunderbar schmeckt!
PS: Schoene Faenge, aber jeden rausholen? Naja... anch mir die Sinnflut, was?
Das Bindegewebe bei Säugetieren und Fischen ist komplet unterschiedlich aufgebaut und hat bei Fischen im Gegensatz zu Säugetieren keinen Einfluß auf die Qualität.
Also nicht:
Je älter/größer der Fisch ,desto schlechter die Qualität....
Davon ab empfehle ich folgende Lektüre:
http://www.anglerpraxis.de/content/view/871/751/
Hilft ja auch, wenn man mal was lernt!
Zum Rest meiner Kritik stehe ich allerdings und es wäre schön, wenn auch andere daraufhin mal etwas lernen!
Grüße!