Peter Biedron Wobbler Test: Burkhard Sich (Buko74)
Glücklich über die Nachricht beim Test der Quantum Biedron Wobbler mitmachen zu können hielt ich einige Tage später das ersehnte Päckchen in der Hand.
Natürlich hatte ich bereits von diesen Wobblern und deren positiven Vorruf gehört.
Umso mehr war ich dann gespannt was in dem Päckchen war.
So erhielt ich
„Das Original" (15cm, Floating)
„Belly Dancer" (11cm, 40gr)
"Dirty Harry" (12cm, 34gr)
Durch die Verpackung sahen alle 3 echt beeindruckend aus und wurden von mir natürlich direkt genauer inspiziert.
Apropos Verpackung; gut ist, dass Informationen über die Tauchtiefen für verschiedenen Ösen angegeben sind. Die Schrift auf dem silbrig glänzenden Grund ist sehr schlecht zu lesen, aber da die Verpackung nicht mit ans Wasser geht und der Wobbler im Mittelpunkt steht, halte ich dies nicht für übermäßig wichtig.
Leider wurde ich beim genaueren Hinsehen etwas ernüchtert.
Der „Dirty Harry" sieht eigentlich noch am besten aus, nur die Lackierung zeigt stellenweise unschöne Lackpickel. Ein rein optisches Problem.
Der „Belly Dancer" hat Einschlüsse im Lack. Auch machte die Verarbeitung einen sehr „lieblosen" Eindruck, da an der Unterseite deutliche Bearbeitungsspuren wie Schnitt- oder Schleifspuren sind. Im Bereich des Gelenks ist der vordere Wobblerteil nicht sauber geschnitten worden, somit gibt es einen Überstand and der Flanke. Hoffentlich nur ein weiteres optisches Problem.
Das „Original" ist von der Lackierung in Ordnung. Hier meinte es der Lackierer wohl etwas zu gut, denn das gesamte Gelenk saß mit Lack dermaßen zu, dass sich der hintere Teil gar nicht bewegen ließ. Also hieß es erstmal Feinwerkzeug holen und saubermachen. Nach gut 10 min war der Wobbler dann einsatzbereit.
Drillinge und Kleinteile machen bei allen einen guten Eindruck.
Fazit Verarbeitung:
Gerade bei einem Produkt das als handgemacht beworben wird sollten diese Fehler nicht vorkommen. Hier ist auf jeden Fall noch Raum für Verbesserungen.
Nun sollten die Wobbler aber auch zeigen was Sie am Wasser können.
Jeder wurde erst mal direkt vor den Füssen geführt, um zu sehen, wie die sich im Wasser so verhalten.
Alle 3 haben eine für mich ansprechende dezente Aktion, was laut Biedron ja auch beabsichtigt ist. Die verschiedenen Lauftiefen konnte ich im klaren Wasser auch schön testen. Und dieses Feature ist ein dicker Pluspunkt für die Biedron Wobbler, und es machte Spaß diese Varianten an verschiedenen Stellen auszuprobieren. Beim „Original" kann es je nach Größe der Karabiner etwas kniffelig sein, diese in die obere Öse einzuhängen.
Dann ging es auf Distanz und ich bin von den Wurfeigenschaften, besonders vom „Dirty Harry" begeistert. Selbst bei ungünstigem Wind ließ der sich sicher und weit werfen. Die anderen standen dem nur kurz nach. Recht schnell verlor ich den Spaß beim „Belly Dancer", da sich, trotz verschiedener Arten auszuwerfen, etwa jedes 3tes Mal die Drillinge im Vorfach verfingen.
Ansonsten ließen sich alle gut führen.
Wie es nun mal so ist, hat man auch schon mal Grundkontakt. Leider ist der Lack der Biedron Wobbler so empfindlich, dass selbst bei leichtem Streifen des Grundes der Lack abplatzt.
Ob die Biedron Wobbler fängiger sind als seine Kollegen kann ich leider nicht sagen, da an den Testtagen auch auf andere Wobbler und Gummifische keine Bisse kamen.
An einem Tag waren die Biedron Wobbler jedoch eindeutig dem guten alten Köderfisch unterlegen. Während regelmäßig an der Köfirute eingingen, wurden die Wobbler ignoriert. Vielleicht war bei den Fischen einfach Köfi-Laune.
Gesamtfazit:
Das Konzept der Biedron Wobbler mit Tauchtiefeneinstellung finde ich sehr gut und es funktioniert wunderbar. Das Design und die Farbwahl sind ebenfalls vielversprechend und ich bin sicher in Zukunft einige Fische damit überlisten zu können.
Wurfeigenschaften und Köderlauf sind gut.
Bei der Qualität muss aber unbedingt nachgebessert werden. Hier sind besonders die unsauber bearbeiteten Teile des „Belly Dancer" zu nennen und die Lackqualität (Art und Verarbeitung).
Sind diese Mängel behoben, sind die Biedron Wobbler bestimmt Köder der ersten Wahl
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Kommentare
Mit freundlichen Grüßen
Frerk Petersen