Ausgabe Mai 2012

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    Peter Biedron Wobbler Test: Michel

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    Biedron Wobbler Testbericht

    von michel_fisherman


    So, stressiger Tag in der Schule doch was liegt da auf dem Esstisch? Ein Paket. Endlich! Schnell aufgemacht, wow die sehen ja klasse aus. Für einen Jungangler für mich wohl ein noch wertvollerer Gewinn als für die Anderen, denn Kunstköder leiste ich mir nicht so häufig (Gewässer mit hoher Hängergefahr, Preis)
    Also. Gestärkt nach dem Mittagessen gleich die Angeltasche gepackt, natürlich mit den drei neuen Wobblern und einer Menge Vorfreude. Schnell aufs Fahrrad und ab zum Gewässer. Doch da der erste Schock „Oh nein, der Weiher ist zugefroren, stimmt heut Nacht war es echt kalt." Also musste ich enttäuscht die Heimfahrt wieder antreten und auf bessere Zeiten hoffen
    Doch diese kamen leider nicht so schnell. Fast 2 Wochen lang sank die Temperatur jede Nacht deutlich unter den Gefrierpunkt und das Eis war bis zum Mittag nie richtig aufgetaut.

    Da blieb mir Zeit schon einmal ein Paar testende Blicke auf meine neuen Schätze zu werfen.
    Verpackung recht ordentlich. Um sie wieder in die Plastikboxen zu packen, ist ein bisschen Fingerfertigkeit gefragt aber dazu gibt's ja schließlich Köderboxen. Was mich allerdings ein bisschen enttäuscht hat, waren die fehlenden Angaben über das Gewicht der „Brown Trout", ich weiß nicht warum, aber bei beiden anderen Wobblern war das Gewicht angegeben. Daraus konnte ich auch das Gewicht der „Brown Trout" leicht erschließen. Das Diagramm, das die unterschiedlichen Lauftiefen der unterschiedlichen Einhängeösen darstellt, ist sehr hilfreich und nützlich.
    Die Lackierung sieht echt klasse aus, echt sauber! Gerade von der „Brown Trout" bin ich von Anfang an begeistert.
    Die Gussgrate sind nicht ganz sauber, aber auf jeden fall nicht behindernd in Lauf- und Wurfverhalten. Umso mehr zufrieden bin ich von den Haken. Superscharf und genau die richtige Größe, meiner Meinung nach.

    Dann! Endlich stabile Temperaturen und freier Weiher. Natürlich wieder voller Motivation am Gewässer, heute muss doch was gehen!
    „Hm, wo stehen die Hechte wohl heut?", fragte ich mich zuerst. Doch dann fiel mir ein dass ich heute gar nicht so viel Ausprobieren muss mit verschiedenen Ködern, ich hab ja unterschiedliche Lauftiefen, die ich ganz einfach umstellen kann an meinem Wobblern.
    Da die „Brown Trout", für diese Jahreszeit nach meinen Vorlieben zu groß ist, entscheide ich mich Heute vorerst einmal für den „Dirty Harry". Schön silbriger Schimmer am Rücken, verlockende schwarze Streifen auf dem Roten Körper und einfache aber meiner Meinung nach fängige Form.
    Fertig montiert, und schon kann es los gehen. Schönes Flugverhalten, komm richtig weit mit dem Teil. Nach einer halben Stunde Angeln an der mittleren Öse wechsel ich mal auf die oberste, vielleicht sind die Räuber heute noch tiefer. Und tatsächlich! Gleich beim zweiten Wurf geht ein heftiger Ruck durch meine Rute. Zu spät angeschlagen, was ich dann aus dem Wasser hebe ist nur ein „Dirty Harry" mit einigen Bissspuren (siehe Foto 1). Muss ein mittlerer Hecht gewesen sein. Naja, weiter geht's, jetzt weiß ich ja wo ich angeln muss.
    Und so werf und werf ich noch eine weitere Stunde, kein Biss mehr. Schön ist auch, dass ich keine Probleme mit dem Werfen des Köders hab, kein einziges mal musste ich mein Vorfach aus einem der Drillinge entwirren. So kann ich jetzt also auch den Lauf des Köders beobachten. Echt sauber, natürlich und realistisch, keine übertriebenen aber auch keine zu normalen Bewegungen. Genau richtig.
    Langsam wird's kalt. Unkonzentriert pfeffer ich meinen Wobbler zu allem Überfluss auch noch in einen Busch. „Na klasse, jetzt hab ich wohl einen weniger.", dachte ich. Doch mit ein bisschen Rucken und Ziehen konnte er sich Gott sei Dank doch noch lösen. Was mir dann aber nicht gefiel waren die Spuren dieses Unfalls: rund um die Einhängeößen ist ein großer Teil des Lacks ab, und am hinteren Ende des Köders ist dieser auch abgegangen. Man sieht den weißen Kunststoff schon. (siehe Bild 2) Klar, gut tut so ein Hänger einem Wobbler nicht. Aber so etwas kommt beim Angeln einfach vor und wohl kaum ein Angeltag geht zuende, ohne dass ein solches Maleur passiert. Ich frage mich, ob das zur Folge haben wird, dass umso länger ich mit dem Wobbler fische, auch der Köder umso zerbeulter und Farbloser wird, und zwar nicht nur wegen diesem Hänger der den Lack abgekratzt hat, sondern auch wegen den Bissspuren, die deutlich zu erkennen sind.
    So. Jetzt wird's langsam dunkel. Ich muss schauen dass ich heimkomme.

    Am Wochenende darauf war es mal wieder Zeit meine Sachen zu packen.
    Diesmal ging es an einen anderen Weiher, etwas größer aber genau so tief. Wieder fischte ich mit dem „Dirty Harry" an der obersten Einhängeöse.
    Sonnenschein, einigermaßen angenehme Temperatur und 5 Tage vor Ende der Hechtschonzeit. Ich genieße diesen tollen Tag und mach eine Runde um den Weiher. Lange tut sich absolut gar nichts. Doch dann endlich der Biss! Diesmal im richtigen Moment angeschlagen und gehakt! Naja, kein spektakulärer Drill doch schließlich bin ich doch sehr Glücklich über den Fisch, den ich keschern kann. (Foto 3) Ein Hecht mit geschätzten 45 cm hat sich den Wobbler geschnappt. Schließlich ein noch recht erfreulicher Schlusspunkt der diesjährigen Hechtsaison.

    Fazit: Trotz der kurzen Testzeit konnte ich mich von den Biedron-Wobblern überzeugen. Einfach ein tolles Angeln. Gerade die Flexibilität, die durch die 3 unterschiedlichen Einhängeösen gewährleistet ist, weiß ich sehr zu schätzen. Denn ohne einer riesigen Köderbox kommt man mit diesen Wobblern gut und gerne zurecht. Sobald die Raubfisch Schonzeit zuende ist, wird wieder getestet und natürlich auch alles hier im Anglerboard protokolliert ;-)
    Ich hoffe dass ich dann auch noch einen umfangreicheren Testbericht abgeben kann.

    Petri Heil und nochmals vielen Dank ans Anglerboard

    michel_fisherman

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