Wenn man die jüngsten aktuellen Ereignisse betrachtet und
mit Vornamen verbindet, dann lauten diese vielleicht Anni, Claudia, Evi, Maria,
Magdalena, Stephanie, Tatjana und Viktoria. Was wäre das deutsche Olympia-Team
in Vancouver ohne diese jungen Frauen gewesen? (Fast) Nichts. Das soll jetzt
keineswegs die Leistungen einzelner Männer schmälern, und selbstverständlich
sind Silber- und Bronzemedaillen bei Olympischen Spielen auch ein
Wahnsinnserfolg und vierte, fünfte, sechste, … Plätze auch nicht zu verachten.
Aber wenn Ende dieses Jahres ein populärer
Fernsehmoderator die Menschen 2010 vorstellt, dann sitzen halt eine Magdalena
Neuner, eine Maria Riesch und eine Evi Sachenbacher-Stehle auf dem Studiosofa
und schauen sich Anni Friesingers Gold-Spagat im Eisschnellauf-Halbfinale an.
Frauenpower pur, das haben uns die gerade vergangenen
Olympischen Winterspiele in Vancouver gebracht. Anerkennung und beeindrucktes
Aufblicken des Ferkelfahnders sei ihnen gewiss, auch in einem von Männern
dominierten Webforum zu einem vornehmlich von Männern ausgeübten Hobby.
Doch auch oder gerade wir Angler sind -trotz aller
Macho-Sprüche auf den Vereinsversammlungen, trotz aller Witzeleien und
Bemerkungen und trotz unseres milden und nachsichtigen Lächelns bei den Events
an den Put&Take-Gewässern- in vielen Dingen frauenpowergesteuert.
Dass es so manches Mal an der Frau / Freundin /
Lebensabschnittsgefährten etc. liegt, wenn wir statt angelnd am oder auf dem
Wasser zu sitzen aus irgendwelchen Gründen mal den Samstag beim gemeinsamen
shoppen verbringen oder den Sonntag „in Familie“ machen, ist hinlänglich
bekannt und fällt halt in die individuelle Kompromissbereitschaft des
einzelnen, der vielleicht zwischen der einen und der anderen
Lieblingsbeschäftigung wählen muss.
Aber worauf ich eigentlich hinaus will, sind die uns
wildfremden Frauen, die uns in diesem Jahr schon so manches Mal das Angeln
verleidet haben, nur weil es sie aus unerfindlichen Gründen besonders tief in
den Süden gezogen hat.
Passende Vornamen dazu gefällig?
Nun, wie wäre es z.B. mit Christa, Floora, Gesa, Heike, Jennifer, Keziban,
Lali, Miriam, Olga, Petra, Ruby, Tinka und Undine?
Oder gar die schlimmste von allen, Xynthia, die gerade wie eine Furie über uns hinweg
gefegt ist.
Ah, jetzt dämmert es bei der werten Leserschaft: Wir reden
über's Wetter 2010 und den schnee- und kältereichsten Winter seit langem. Diese
weniger netten Damen sind allesamt bisherige Tiefdruckgebiete des Jahres 2010.
In geraden Jahren bekommen diese ja weibliche Vornamen, während
Hochdruckgebiete männlich sind. Und damit sich keiner benachteiligt fühlen
kann, ist es in den ungeraden Jahren genau umgekehrt. Stand heute sind wir
genau hinter X wie Orkantief „Xynthia“ und knapp vor Y wie „Yve“, die sich
gerade auf dem Atlantik zusammenbraut. Die nächsten sonnigeren Tage beschert
uns dann netterweise ein gewisser Harro Schreiber von der schönen Nordseeinsel
Langeoog, seines Zeichens Namenspate des nächsten Hochdruckgebiets, das auf
Hoch „Günther“ folgt und dann irgendwann in diesem Monat von „Isidor“ abgelöst
wird.
Und, merkt ihr was, liebe Geschlechtsgenossen?
Während wir Hochs noch nicht mal die Hälfte des Alphabets geschafft haben, sind
die weiblichen Tiefs schon fast einmal durch, warten eben noch auf „Zana“, nur
um dann mit Andrea, Brigitte, Christa und Dagmar die nächste Runde einzuläuten.
Wenn wir da nicht aufpassen, haben die uns überrundet noch bevor die ersten
Maiglöckchen blühen und die ersten Humpen frischen Maibocks unsere gequälten
Kehlen hinab geflossen sind.
Beim Wetter und bei Olympia hat uns die geballte
Frauenpower mit Macht getroffen.
Wen wundert es da, dass auch in der Ferkelfahndung des
Jahres 2009 diesmal eine Frau eine absolute Hauptrolle eingenommen hat, eine
Frau mit offensichtlich ohnehin recht einnehmenden Wesen, die nicht nur den PC
sondern gleich auch noch den Account ihres Mannes mit Beschlag belegt hat und
ohne Umschweife losgeferkelt hat wie die Kesselflickerinnen, oder besser noch
wie die Waschweiber des späten Mittelalters, von denen uns zahlreiche
anzügliche Moritaten und Bänkellieder übermittelt worden sind.
Tja, meine Herren, da müssen wir uns jetzt wohl oder übel
eingestehen, dass uns mittlerweile mehr als eine süße Stupsnasenlänge voraus
ist, was uns da mal aus der Rippe geschnitten wurde. Um das aufzuholen, gibt es
in diesem Jahr quasi nur noch eine Rettung:
Wir müssen Fussballweltmeister werden, koste es, was es
wolle!!!
Wenn nicht, sehe ich ganz schwarz für uns, dann ist 2010
für uns gelaufen, noch ehe es richtig angefangen hat...
Aber 2011 wird dann wenigstens das Wetter besser!!!
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