Ausgabe Februar 2012

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    Pressemeldung: Bundesregierung will sich nicht zu Exportstopp für Glasaale bekennen

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    PRESSEMITTEILUNG

    Bundesregierung will sich nicht zu Exportstopp für Glasaale bekennen


    Behm: Völlig inakzeptables Wegducken
    „Die Bundesregierung duckt sich beim Schutz des bedrohten Aals weg und will sich nicht zu einem Exportstopp für Glasaale bekennen. Stattdessen will sie mit einer Festlegung warten, bis die EU sämtliche Aalbewirtschaftungspläne ausgewertet
    hat. Das ist angesichts der Warnungen von Fischereiwissenschaftlern vor einem Zusammenbruch der Aal-Population völlig unverständlich und inakzeptabel.“

    Mit
    diesen Worten kritisierte die Fischereipolitikerin der bündnisgrünen Bundestagsfraktion, Cornelia Behm, die Antworten der Bundesregierung auf ihre schriftlichen
    Fragen zum Thema Exportstopp für Jung-Aale. Darin hatte Behm um Auskunft darum gebeten, ob die Bundesregierung die Forderung nach einem Exportstopp für Jung-Aale unterstützt, und wie sich die Bundesregierung in dem Gremium verhalten
    hat, das über diese Exportquoten entscheidet.

    „Wenn die Wissenschaftler einen sofortigen Fangstopp für den Aal fordern, dann ist es den betroffenen Binnenfischern überhaupt nicht vermittelbar, dass ihre französischen
    und spanischen Kollegen die Jungfische ihres bisherigen Brotfisches weiter für den direkten Verzehr und für die Fischzucht nach Ostasien exportieren können,“ kritisiert Behm. „Bei anderen Seefischen hat die EU Schutzvorschriften
    zum Schutz von Jungfischen bis hin zum Rückwurfgebot für untermaßige Fische erlassen. Nur beim Aal soll das nicht gelten? Worauf und auf wen meint die Bundesregierung
    hier eigentlich Rücksicht nehmen zu müssen? Warum handelt sie
    auch hier so opportunistisch wie bereits beim ‚Roten Thun’ nach dem Muster ‚Auf eine Position der EU-Kommission warten, sich dieser Haltung dann einfach anschließen’?
    Ambitionierte Artenschutzpolitik sieht jedenfalls anders aus.“

    „Ich sehe keinen Grund, erst auf die Auswertung der Aalbewirtschaftungspläne zu warten“, sagte Behm. „Denn die diesbezügliche Diagnose der Fischereiwissenschaft
    ist bereits eindeutig.“

    Sie wird mit den Worten zitiert: „Die Wiederaufbaupläne für den Aal erreichen ihr Ziel nicht, weil es für die notwendigen Freisetzungsprogramme nicht mehr genug Glasaale gibt. Diese Managementpläne kommen offensichtlich zu spät.“

    Die bündnisgrüne Bundestagsfraktion wird im Frühjahr zum Schutz des Aals ein Fachgespräch durchführen
    15. Februar 2010

    Kommentare 

     
    0 #1 Gerald 2010-03-03 16:54
    Zitat:Wenn die Wissenschaftler einen sofortigen Fangstopp für den Aal fordern, dann ist es den betroffenen Binnenfischern überhaupt nicht vermittelbar, dass ihre französischen
    und spanischen Kollegen die Jungfische ihres bisherigen Brotfisches weiter für den direkten Verzehr und für die Fischzucht nach Ostasien exportieren können,“ kritisiert Behm. „Bei anderen Seefischen hat die EU Schutzvorschrif ten.

    Keine Ahnung hat der Behm aber auch ganz viel. Seit wann lassen sich Aale züchten. Kein Wunder das die Regierung sich zurück hält wenn sie mit solchem Nichtwissen konfrontiert sieht.
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    0 #2 saint_michel 2010-03-04 10:13
    Hallo Gerald, sei nicht so hart mit Deinem Urteil. Klar lässt sich der Aal derzeit nicht züchten. Japanische und holländische Kollgenen sind aber dabei. Erste Ergebnisse liegne auch vor. Die sind nicht sehr berauschend, aber da..
    Die durch Frau Cornelia Behm, nicht \\\"-)er Behm\\\" , gemachte Äußerung zu den \\\"asiatische n Fischzuchten\\\ " ist der Überstzung aus dem Englischen geschuldet, da in Deutschalnd die Fischzuchten natürlich auch teilweise selbst züchten (Karpfen, Forlle, Stör etc.). Aber auch die Teichwirte, die nicht selbst züchten, \\\"nur\\\" den Zukauf ausmästen, werden häufig im allgemeinen Sprachgebrauch als Fischzuchten bezeichnet.
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    0 #3 Gerald 2010-03-12 22:49
    Der Aal läßt sich nicht nachzüchten auch wenn jemand nicht so berauschende Ergebnisse vorweisen kann bleibt er den Nachweis schuldig. Aale werden auch nicht im herkömmlichen Sinn ausgemästet wie z.B. Forellen sondern in großen Mengen in Teichwirtschaft en gehalten und/oder \\\"Fangfertig \\\" in gewünschten Größen aus dem Ausland gekauft und dort sind sie Wildfang wie z.B. aus Dänemark wo sie mit Hakenködern und Netzen gefangen werden. Selbst eine Mast wie bei der Regenbogenforel le lässt der Aal sich nicht gefallen. Das Dumme ist das Politiker sich jahrelang das Maul zerreden weil es jeder besser weiß und wenn dann etwas beschlossen wird ist es meißt zu spät.
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