Ausgabe November 2014

Angler im Interview: Veit Wilde

Interview mit Veit Wilde


In diesem Monat möchten wir euch den Zanderangler, Boardi und Anglerpraxis.de- Autor Veit Wilde näher vorstellen. Im Interview mit Dennis Siever sprach er über sein Hausgewässer, seinen Lieblingsfisch, seinen Job und einen Welsdrill, bei dem er im wahrsten Sinne des Wortes mit blauem Auge davon gekommen ist… .

 

Veit Wilde mit einem schöngefärbten Stachelritter




Anglerpraxis.de: Hallo Veit und Petri Heil in den Osten der Republik! Erzähl uns doch bitte mal etwas von dir und deinem Hobby und wie du zum Angeln gekommen bist.

Veit: Ich bin 25 Jahre alt und wohne in Halle/Saale, einer Stadt im Süden Sachsen-Anhalts.
Mit dem Angelvirus wurde ich vor knapp 15 Jahren infiziert. Damals habe ich mit meinen Großeltern einen Urlaub im Harz gemacht. Dort gab es einen Karpfenaufzuchtteich und beim Füttern von Enten konnte ich beobachten, wie die Karpfen mit ihren Mäulern die Brotstücke einsaugten. Das fand ich irgendwie interessant und dachte mir, dass es doch möglich sein müsste, so einen Fisch zu fangen. Also bastelte ich mir aus einem Stock, einem Strick und einem umgebogenen Nagel meine erste "Angelrute". Am Abend zog ich dann los und tatsächlich gelang es mir einen Karpfen zu fangen, wobei das angesichts des enormen Bestandes in diesem Teich selbst mit diesem urtümlichen Gerät keine Kunst war.
Noch im selben Jahr habe ich dann meinen Jugendfischereischein gemacht....
Daran dass ich eines Tages auch mal Geld mit meinem Hobby verdienen würde, dachte ich damals natürlich nicht im Traum.
Zumal die ersten Angeljahre nicht einfach waren. Ich hatte niemanden in der Familie oder im Freundeskreis, der auch angelt und an den "normalen" Gewässern war das Fische fangen auch bei weitem nicht so einfach wie an dem Karpfenteich.
Anfangs war der Fang von Rotaugen und Brassen deshalb schon ein Erfolgserlebnis für mich. Ich bin dann auch erstmal bei den Friedfischen geblieben und habe gerne mit der Match- oder Feederrute geangelt. Anfangs auf besagte Brassen und Rotaugen, später waren die Satzkarpfen, Schleien und Karauschen in den umliegenden Dorfteichen dann interessanter. Irgendwann wollte ich dann auch mal große Fische fangen und habe diese über mehrere Jahre gezielt an der Saale beangelt. Nebenbei habe ich auch sehr gerne auf Aale geangelt. Schon damals habe ich fast jede freie Minute meinem Hobby gewidmet. Vor einigen Jahren kam dann aber eine Art Knackpunkt in meine Anglerlaufbahn. An der Saale fing ich binnen einer Stunde 3 große Karpfen. Ich bin nicht mal dazu gekommen, die zweite Rute fertigzumachen, weil ich dauernd am Drillen war. Das war so perfekt, dass ich den Reiz am Karpfenangeln allmählich verloren habe. Ich wollte einfach etwas neues probieren und widmete mich fortan immer stärker den Raubfischen. Anfangs gerne mit Blinker und Spinner auf Hecht, dann bin ich mehr und mehr auf Wobbler und Gummifische umgestiegen. Damit fing ich dann auch häufiger Zander und dieser Fisch ist seitdem mein Liebling geworden. Im Gegensatz zu anderen Fischarten, die ich zuvor gezielt beangelt habe, hat mich der Reiz am Zanderangeln bisher nicht im geringsten losgelassen... .

Anglerpraxis.de: Drei Karpfen in einer Stunde sind für viele Angler ein (unerfüllter) Traum; dich hat es vom Karpfenangeln abgebracht. Wenn man deine Fotos und Berichte sieht, könnte man meinen, du fängst in einer Stunde 20 Zander. Warum hat es dir dieser Fisch so angetan? Hast du nicht Angst, irgendwann auch keine Lust mehr auf das Zanderangeln zu haben?

Veit: Nunja, das "Problem" war sicher, dass Karpfenangeln auf Dauer recht eintönig wird. Man sucht sich eine Stelle, füttert da ein bisschen an und angelt dann. Viel variieren kann man da leider nicht. Und dadurch, dass ich damals fast bei jedem Ansitz meinen Karpfen gefangen habe, hat es auf Dauer keinen Spass mehr gemacht. Der besagte Tag mit den 3 Karpfen war dann einfach so perfekt, da gab es nichts mehr zu verbessern.
Das ist beim Kunstköderangeln auf Zander anders. Da hatte ich zwar letztes Jahr auch mal einen Tag, an dem ich neben vielen weiteren Fischen zwischenzeitlich bei sechs Würfen in Folge auch 6 Zander fing, aber sowas ist nicht der Regelfall.
Zum einen kann man den Erfolg nicht durch Anfüttern beeinflussen, muss die Standplätze der Zander also jedesmal aufs Neue ausfindig machen. Zum anderen ist der Zander ein extrem launischer Fisch. Mal ist er superbissig, ein anderes mal bleibt man Schneider, weil die Fische ihre Mäuler verschlossen haben. Letzteres passiert mir also auch gelegentlich.
Der Zander ein Räuber ist, der anders als der Hecht oder der Barsch fast nie aus reiner Aggression auf einen Köder beißt. Wenn die Stachelritter also keinen Hunger haben, muss man sich jeden Biss sehr hart erkämpfen.
Außerdem reagiert diese Fischart extrem empfindlich auf äußere Einflüsse wie Lichteinfall, Wassertrübung und Wetter. Da man diese Faktoren als Angler nicht beeinflussen kann, hat man es automatisch schwer, wenn sie ungünstig sind.
Es sind also diese ganzen "Macken" des Zanders, welche ihn für mich so faszinierend machen. Und ich glaube, dass diese Fischart jene Macken auch nie ablegen wird. Darum bleiben die Glasaugen für mich auch in den nächsten Jahren ganz sicher interessant.
Natürlich ist es trotzdem nicht so, dass mich andere Fischarten total kalt lassen.


Anglerpraxis.de: Das heißt, dass du dich auch immer noch für einen nächtlichen Ansitz auf Aale begeistern kannst? Du sagtest, dass du mittlerweile dein Geld im Angelbereich verdienst. Kannst du uns beschreiben, was du genau machst und wie dein beruflicher Alltag so aussieht?

Veit: Ja klar, wenn im April bei uns Raubfischschonzeit ist, angle ich traditionell auch ein paar Mal auf Aal. Und wenn sich im Sommer mal ein paar Freunde zusammentrommeln lassen für einen Ansitz mit Grill und Bierchen, bin ich da ebenfalls gerne dabei. Zu 95 % angle ich aber trotzdem mit Kunstköder.
Ist richtig, mittlerweile finanziere ich mich größtenteils durch Angeln. Dabei tanze ich auf mehreren Hochzeiten. Ich biete Guidingtouren an, schreibe Fachartikel für verschiedene Zeitschriften, halte Vorträge und fungiere als Gerätetester. Ab und zu arbeite ich auch noch für die Firma eines Familienmitgliedes, meist mit PC-Arbeiten. Oft bin ich natürlich draußen am Wasser. Meistens mit meinen Gästen oder meinen Angelkumpels. Wobei die Arbeit am Computer fürs Schreiben von Artikeln, Mails und Aussuchen sowie Bearbeiten von Fotos usw. auch mindestens genau so viel Zeit einnimmt. Allein gehe ich zwar auch gerne mal ans Wasser, allerdings dann meist nur mal auf die Schnelle an die Saale, die direkt vor meiner Haustür liegt. Und dann auch in erster Linie, um mal ein bisschen abzuschalten. Der Fangerfolg ist dann eher zweitrangig, zumal in solchen ruhigen Stunden auch der Druck nicht da ist, dass möglichst ein guter Fisch rauskommen muss.


Anglerpraxis.de: Der "Beruf" als Angler beinhaltet also genau wie jeder andere Job Situationen, die Druck und Stress aufkommen lassen? Interessant finde ich hierbei, dass du nach der Arbeit angeln gehst, um abschalten zu können... . Ist es nicht furchtbar anstrengend, beim Angeln unter dem Druck eines Fangerfolges zu stehen? Gibt es Momente, wo du dich fragst, ob das der richtige Weg war, dein Geld mit angeln zu verdienen oder gibt es sogar Tage, an denen du keine Angel mehr sehen kannst?

Veit: Selbstverständlich gibt es diesen Druck. Ohne schöne Fische gibts keine guten Bilder und ein Artikel ohne Fotos interessiert kaum einen.
Und meine Gäste wollen natürlich auch etwas fangen, denn sowas wie Köderführung eines Gummis lässt sich eben doch am besten verinnerlichen, wenn dabei auch Erfolge rumkommen.
Tage an denen die Fische nicht beißen gibt es bekanntlich immermal wieder und sowas ist natürlich gerade dann unangenehm, wenn man jemand anderen dabei hat. Wenn ich allein unterwegs bin, beende ich in so einer Situation den Angeltag, mit Gästen geht das aber nicht.
Sowas wie um 5 Uhr morgens oder gar um Mitternacht zu einer Tour zu starten, gehört ebenfalls zum Alltag. Natürlich nicht immer, aber wenn die Nacht- oder Morgenstunden gerade die beste Beißzeit sind, bleibt nichts anderes übrig.
Kurzgesagt kann es also auch durchaus mal anstrengend werden.
Dennoch: Dass ich jemals keine Angel mehr sehen konnte, ist noch nicht vorgekommen.
Ein gewisser Reiz ist immer da, denn ich gehe grundsätzlich mit der Einstellung ran, dass jeder Tag den Fisch des Lebens bringen kann.

Anglerpraxis.de: Auf den Fisch des Lebens möchte ich später noch mal zurück kommen. Vorerst hätte ich noch eine Frage zu deiner Tätigkeit als Autor diverser Berichte.
Du bist ja nicht nur Autor für gedruckte Angelmagazine sondern auch Anglerpraxis.de-Autor. Gibt es hier für dich einen Unterschied?

Veit: Für mich persönlich gibt es bei der Gestaltung der Artikel keinen großen Unterschied.
Anglerpraxis bringt auch öfter mal schöne Artikel von Leuten, die weniger im Rampenlicht stehen oder generell mehr Fang- und Erlebnisberichte. Das gefällt mir gut, weil ich solche Geschichten gerne lese.

Anglerpraxis.de: Jetzt noch mal zum Thema Fisch des Lebens: ich finde, dass ein "Fisch des Lebens" nicht unbedingt nur groß oder schwer sein muss, sondern auch die äußeren Rahmenbedingungen ungewöhnlich sein sollten. Du hattest im Jahr 2010 einen ziemlich negativen Zwischenfall, wie in deinem Bericht in unserer Februar- Ausgabe zu lesen ist. Du bist beim Drill eines fetten Wallers im wahrsten Sinne des Wortes mit einem blauen Auge davon gekommen. War dies dein blödestes Angelerlebnis überhaupt? Und zählt der Fisch trotzdem zu den Fängen deines Lebens?

Veit: Ja, da hast du recht. Ich kann mich auch noch sehr gut an Fische erinnern, die keine kapitalen Größen hatten und für mich trotzdem außergewöhnlich waren.
Was den Waller angeht: Es war bislang mein größter und er hat völlig unerwartet gebissen. Der Drill am völlig unterdimensionierten Gerät war natürlich auch heftig. Trotz des Vorfalls war es ein tolles Erlebnis, wenn auch mit unschönem Ausgang. Und letztlich bleiben davon, den Fisch mal außen vor gelassen, sowohl positive als auch negative Erinnerungen. Auf der Negativseite steht natürlich, dass gewalttätige und unkameradschaftliche Verhalten des Anglers, der mich angegriffen hat. Positiv fand ich hingegen, die vier anderen Petrijünger, die ohne Zögern ihre Montagen einholten, als sie sahen, dass der Wels während des Drills machte, was er wollte und uns außerdem sofort nach dem Übergriff durch den Schläger zur Hilfe eilten. Sowas ist heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich, obwohl es das gerade unter Anglern eigentlich sein sollte.

Anglerpraxis.de: Solche Spinner gibt es leider überall und in allen Kreisen. Was ist denn aus dem Typen geworden? Bist du seit diesem Tag vorsichtiger im Umgang mit anderen Anglern?

Veit: Da die anderen Kollegen sofort die Polizei gerufen haben und der Schläger mit Zelt und so weiter an dem Gewässer campiert hatte, konnte er noch gefasst werden, bevor er geflüchtet ist. Bis es zu einem Verfahren kommt, kann es nun aber natürlich noch einige Zeit dauern.
Ich denke, dass dieser Typ eher ein Ausnahmefall war. Das Aggressionspotential, was er an den Tag gelegt hatte, war schon außergewöhnlich. Daher würde ich nicht sagen, dass ich seitdem vorsichtiger geworden bin, zumal ich auch nicht wüsste, was ich in dieser Situation hätte anders machen können. Nach knapp einer Stunde Drill die eigene Schnur zu kappen, damit der Fisch nicht durch die Montagen eines anderen Anglers zieht, würde wohl keiner tun.

 

Veit mit dem gelandeten Wels und einem Veilchen




Anglerpraxis.de: Die gekappte Schnur wäre wahrscheinlich schmerzhafter als das blaue Auge gewesen.
Kannst du uns noch etwas zu deinem Hausgewässer, der Saale in Halle erzählen? Welche Fische außer Zander, Wels und Karpfen sind noch zu erwarten, welche Techniken sind am beliebtesten und welche Angelart würdest du Leuten empfehlen, die erstmals ihre Köder in die Saale bei Halle werfen?

Veit: Stimmt! Da ich schon in der Endphase des Drills war und den Fisch bereits mehrfach gesehen hatte, wäre ein Verlust wirklich übel gewesen.

Zur Saale: Ich brauche nur über die Straße zu gehen, dann bin ich bereits am Wasser. Dort in der Nähe befindet sich auch ein Wehr, wo man super auf Rapfen, Döbel und Wels angeln kann.
Allgemein ist die Saale in Halle ein mittelgroßer Fluss mit schwacher bis mäßiger Strömung und vielfältigem Fischbestand. Buhnen gibt es hier keine, dafür mehrere Wehre mit dazugehörigen Schleusenkanälen, einige Brücken und zwei Häfen. All das sind mehr oder weniger vielversprechende Angelplätze. Allerdings habe ich auch einige unauffällige Stellen, die sich auf freier Flussstrecke befinden und regelmäßige gute Fische bringen. Von ruhigen Plätzen mitten in der Natur, bis hin zu eher urbanen Angelstellen gibt es hier alles.
Besonders häufig kommen Döbel und andere Weißfisch(e) vor, vereinzelt sogar Barben und Zährten. Karpfen und Aale lassen sich ebenfalls recht gut fangen. Der Zanderbestand ist mäßig. Gezieltes Beangeln der Stachelritter ist zwar anspruchsvoll, aber lohnt sich auf jeden Fall, denn Fische über 80 oder gar 90 cm sind jederzeit möglich. Mit Hechten und teils kapitalen Rapfen ist ebenfalls zu rechnen, während Barsche sehr selten geworden sind. Deutlich verbessert hat sich dagegen der Welsbestand. Fische der 2 Meter-Klasse gibt es inzwischen definitiv, allerdings habe ich bei Kontakten mit solchen Riesen bisher immer den Kürzeren gezogen, habe sie aber auch nie gezielt mit entsprechendem Gerät beangelt. Mein größter gelandeter Saalewaller hatte 1,65 m. Mein Boardkumpel Fehlbiss konnte auch schon zwei Fische von rund 1,80 m mit Zandertackle landen und der ebenfalls mit mir befreundete Brassenkaiser fing zwei Fische dieser Größe gezielt beim Ansitz und hat dafür nur zwei Nachtansitze gebraucht.
Wer hier das erste Mal angelt, dem würde ich einen Ansitz mit der Feederrute empfehlen, sofern er Friedfischfan ist. Dabei geht immer was.
Dem Raubfischangler sei das Fischen mit kleinen bis mittleren Wobblern im Sommer unterhalb der Wehre ans Herz gelegt. Vom kleinen Barsch bis zum guten Wels habe ich dabei schon alles gefangen.
Das ist eben das schöne an der Saale. Man weiß nie, was als nächstes am Haken hängt.


Anglerpraxis.de: Ich habe noch mal eine Frage zu deinen Guidingtouren und C&R. Wie ich dich einschätze, setzt du die meisten Fische behutsam wieder zurück, oder? Aber wie handhaben es deine Gäste und wie gehst du mit ihnen um, wenn Sie von C&R nichts halten und die Saale leer fischen? Oder ist das generell kein großes Thema wenn du guidest? Ich stelle mir das schwierig vor.

Veit: Da täuschst du dich, bei diesem Thema gab es noch nie irgendwelche Probleme.
Früher habe ich mich selbst oft an Catch&Release-Debatten beteiligt, heute bin ich der Meinung, dass diese unserem Hobby total schaden.
Zander esse ich selbst sehr gerne und habe wahrscheinlich in den vergangenen Jahren mehr davon entnommen als so manch anderer Angler. Bei mir gibt es im Schnitt einmal im Monat Fisch zu essen und als Angler ist es für mich selbstverständlich, dass dabei etwas selbst Gefangenes in die Bratpfanne kommt und nicht irgendwas aus der Tiefkühltruhe des Supermarktes. Dadurch, dass ich nun relativ viel fange, entnehme ich dabei persönlich meist nur verletzte Exemplare oder solche aus Gewässern mit sehr guten Beständen. Für mich persönlich ist es natürlich angenehm, dass ich somit ziemlich selektiv agieren kann.
Ich kann aber von niemandem verlangen, der bei einer Tour mit mir vielleicht seinen allerersten Zander fängt, dass er diesen zurücksetzt, egal wie groß der Fisch ist oder aus welchem Gewässer er kommt. Denn ich wüsste, dass ich den Fisch auch abschlagen würde, wenn ich in der Situation dieser Person wäre.
Meine Erfahrung ist, dass inzwischen fast jeder Angler begriffen hat, dass eine maßlose Fischentnahme nicht mehr zeitgemäß ist. Bei meinen Gästen habe ich da bislang noch keine Ausnahme erlebt. Wer das ganze Jahr keinen Zander gefangen hat und dann drei an einem Tag fängt, nimmt dann eventuell auch zwei davon oder sogar alle drei mit. Was ist daran verwerflich, wenn ich doch selbst im Jahr sogar mindestens 10 Zander entnehme?! Ein Anfänger, der dann den Dreh rausbekommen hat und regelmäßig fängt, wird früher oder später auch zurücksetzen. Leute, die bereits etwas häufiger Fangerfolge haben und eventuell nur noch ihre Technik verbessern möchten, schlagen von vornherein nicht alles ab. Möglich, dass ich eines Tages auch mal ein Negativbeispiel erlebe, aber speziell bei den jüngeren Angler siegt inzwischen fast durchweg die Vernunft über die Gier.
Angler, die "sinnlos" entnehmen, sind inzwischen weitgehend ausgestorben und solche Personen buchen auch keine Guidingtour, denen sind meistens schon die Angelkarte und das Gerät zu teuer.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass wir alle viel toleranter miteinander umgehen müssen und man sollte sich auch mal in den anderen hineinversetzen, um seine Ansichten zu verstehen.
Angler, die eine "extreme" Einstellung zum Thema Fischentnahme haben und diese massiv propagieren, sind unserem Hobby absolut undienlich.


Anglerpraxis.de: Ich bin froh, dass du einen Trend in eine selektive und situationsabhängige Richtung erkennst. Ich möchte aber auch keine ausführliche C&R Debatte starten. Ich denke nur, dass es den Leser interessiert, wie ein "Berufsangler" damit umgeht. Noch eine letzte Frage, dann bist du mich los: welches anglerische Ziel hast du dir für 2011 gesetzt?

Veit: Zunächst mal erhoffe ich mir viele schöne Stunden am Wasser und natürlich auch gute Fänge für meine Gäste.
Persönlich würde mich zugegebenermaßen der Fang eines Zanders von 1 m oder mehr reizen. Dass es diese Riesen hier in der Region gibt, weiß ich. Letztes Jahr war ich live dabei, als ein guter Freund, einen Stachelritter, den wir beide auf 1 m geschätzt haben, kurz vor der Landung verlor.

Anglerpraxis.de:Dann wünsche ich dir viel Glück und Erfolg am Wasser! Vielleicht ist neben dem Meterzander ja auch der ein oder anderen Wels mit mehr als 1,65m drin. Ich bin mir sicher, dass du uns auf dem Laufenden halten wirst! In diesem Sinne: Petri Heil

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