Am Haken
Am Haken
VORSICHT: satirisch, sarkastisch, politisch unkorrekt, überzogen!!
Wer dies nicht für richtig hält oder meint dies nicht ohne Schaden überstehen zu können, sollte nicht weiterlesen!
Frauen am Wasser???
95% der Angler (wahrscheinlich eher noch mehr) sind Männer. Die deutschen Fußballerinnen wurden sogar Weltmeister (Schmach und Schande über die Männer, die nur den Vizetitel schafften!!). Also selbst bei ausgemachten „Männerdomänen“ wie auf Fußballplätzen oder an Rennstrecken findet man inzwischen deutlich mehr Frauen als am Wasser. Von Eishockey über Gewichtheben und Ringen bis hin zu Motorradrennen:
Überall versucht das schwache Geschlecht die „Emanzipation“ durchzusetzen (bzw. das was sie dafür halten).
Anglerinnen in „natura“, also beim Angeln selber, habe ich (Gott sei Dank) bisher erst wenig erleben müssen. Die meisten kenne ich nur von Beiträgen aus dem Anglerboardforum oder von Berichten aus anderen Medien. Was mir auch dicke reicht.
Verfolgt man im Anglerboard - zum Beispiel im Vorstellungsforum - was abgeht, wenn sich Frauen anmelden und ihr erstes Posting schreiben (möglichst dazu sollten sie noch jung und hübsch sein), was da bei den Männern an Testosteron freigesetzt wird, da kann man erahnen warum das Angeln bei Männern so beliebt ist:
Es liegt einfach am Jagdtrieb!
Und sobald die testosterongesteuerten Männer nur einen Hauch an Östrogen im Forum wahrzunehmen scheinen, polt sich dieser Jagdtrieb äußerst schnell von „Fischwaid“ auf „Fortpflanzung“ um. Der eine Teil der Begrüßungen ist also reine „Baggerei“, während der andere Teil – politisch korrekt (bei Männern), oder aus Verzweiflung (bei Frauen, weil so wenige angeln) – sich ausdrücklich über die steigende Frauenquote freut.
Mir persönlich ist, ehrlich gesagt, eine Frau die nicht angelt sondern sich vielleicht am Eiskunstlauf ergötzt, am Reiten oder vielleicht auch am häkeln oder stricken, deutlich lieber.
Wenn man als Mann ehrlich ist, ist das Angeln eines der letzten Refugien welches sich wildgewordene Emanzen im Kampf um die Testosteronreserven der Welt noch nicht komplett unter den Nagel gerissen haben. Ja, wo die Frauen sogar deutlich in der Unterzahl sind, sowohl was die „reine Stückzahl“ angeht als auch (teilweise) den „Einfluss“.
Vielleicht liegt es daran weil Würmer glitschig sind, weil man auch töten können sollte, weil man sich schmutzig machen kann, weil das alles zu teilweise unchristlichen Zeiten an seltsamen Orten stattfinden soll oder auch einfach nur daran,. Weil man sich lackierte Fingernägel abbrechen könnte. Vielleicht liegt es aber auch daran, weil viele Frauen einfach mal froh sind, ihre Männer (geehelicht oder noch vor der „Hinrichtung“) für ein paar Stunden nicht zu sehen und sie danach relativ ausgeglichen wieder zurück zu erhalten.
Leider scheinen einige Angler plötzlich komplettes Hirnversagen zu bekommen, sobald eine Frau am Wasser auftaucht. Wurden vorher im geschützten Kreise der männlichen Angelkollegen noch derbe Witze gerissen, Bier aus Flaschen oder Dosen konsumiert und der dabei entstehende Druck aus dem Magen geräuschvoll in die Umwelt entlassen, wurde Flatulenzen das freie und ungehemmte entweichen in die Natur erlaubt, ändert sich plötzlich alles sobald weibliche Wesen der Gattung „Homo sapiens sapiens“ auftauchen, und zwar unabhängig davon ob es sich um aktive Anglerinnen handelt, um Spaziergängerinnen oder sonstige „Besucherinnen“ oder gar – im schlimmsten Falle – dass man der eigenen Frau oder Freundin das Angeln nahe bringen will und diese deswegen anwesend sind.
Das eben noch bequem und bequem und locker über die Hose hängende Hemd wird schnell und gründlich „einsortiert“, der eher an vorzeitliche Jagdlager erinnernde Angelplatz wird in einen auf mitteleuropäische Verhältnisse passenden Zustand versetzt, das entweichen überschüssigen Gases nach dem Biergenuss wird fast bis zum platzen unterdrückt, Flatulenzen scheinen auf einmal nicht mehr vorzukommen.
Noch schlimmer:
Der eigentliche Zweck des Angelns, den Jagdtrieb auszuleben, sich ein Rückzugsgebiet von Frau, Familie, Firma, Chef und sonstigen Unannehmlichkeiten zu schaffen in der Mann noch Mann sein darf, gerät scheinbar urplötzlich in Vergessenheit und wird ersetzt durch die – unterschiedlich je nach Prägung des Mannes – verschiedenen Balzrituale, welches uns die Evolution schon in die Wiege gelegt hat.
Statt sich also hingebungsvoll der Jagd auf die Schuppenträger zu widmen, dabei über Angelgerät, Methoden, Montagen, Taktik und Technik philosophierend, statt die Umgebung zu beobachten, wo Möwen jagen, ob der Spritzer in der Bucht von raubenden Fischen oder einem Wasservogel herrührt, ob die Wassertemperatur und die Wetterverhältnisse zur gewollten Beute passen, ob man vielleicht etwas weiter oder kürzer auswerfen sollte um zum Erfolg zu kommen, statt all dem versucht Mann sich wieder einzuordnen in die politisch korrekte, allseits akzeptierten Verhaltensweisen aufgeklärter Männer in Mitteleuropa – mit den oben zu lesenden Verhaltensweisen und den daraus resultierenden Konsequenzen.
Aus dem also bis zum auftauchen der Frauen unabhängig und frei agierenden Mann wird innerhalb kürzester Zeit ein angepasstes „Männchen“, das eher Interesse am Balzen als an der Verwirklichung eines der letzten bei uns möglichen freien Lebensstile und Betätigungen hat. Traurig aber wahr.
Dass es dabei zwei unterschiedlich agierende Gruppen von Frauen gibt, ist eigentlich unerheblich, da das Ergebnis letztlich das Gleiche ist:
Der Mann wird zum „Männchen“ dressiert, er bekommt seine Grenzen aufgezeigt.
Dennoch sollte man kurz die beiden unterschiedlichen Spezies und deren Verhaltensweisen beschreiben – wenn man dadurch nur einen Mann retten kann, hat es sich schon gelohnt.
Zum einen haben wir die „Kämpferin“, zum anderen die „Psychologin“. Gleich gefährlich aber äußerst unterschiedlich in der Vorgehensweise.
Während die Kämpferin davon überzeugt ist, dass sich Frauen den Platz in der „Männerwelt“ erkämpfen müssen, den sie für sich als angemessen betrachten, agieren die Psychologinnen nach dem Motto „tarnen, täuschen, tricksen“.
Sinn und Zweck beider Verhaltensweise ist dabei letztlich die Kontrolle der Männer im bis dato „unkontrollierten Raum Angeln“.
Die Kämpferin will diese Kontrolle erreichen indem sie selber beim Angeln, möglichst auch aktiv, dabei ist – und im (in ihren Augen) besten Falle am Ende besser angelt als der Mann. Wahrscheinlich liegt das daran, dass diese Kämpferinnen einen fast so hohen Testosteronspiegel wie Männer haben.
Die Psychologin denkt dagegen, dass Männer ab und zu einen kleinen Ausgleich brauchen, um dafür danach wieder um so leichter kontrollierbar zu sein. Da es aber nicht sein kann, dass Mann sich vollständig der Kontrolle der Frau entzieht, werden Taktiken angewandt wie das „bringen von Essen und Getränken“, der „zufällige Besuch, weil man gerade hier unterwegs war“, oder, sofern Kinder vorhanden sind, „die Kinder wollten Dich besuchen“.
Da den Psychologinnen scheinbar ein hoher Testosteronspiegel (und damit auch der Jagdtrieb) zu fehlen scheint, werden sie nie lange bei den Männern am Wasser sein – aber dafür immer wieder zu nicht vorher für die Männer kalkulierbaren Zeiten auftauchen um zu zeigen das der Mann auch am Wasser ständig „unter Beobachtung“ steht und sich besser so verhalten sollte, dass er bei einem der unvorgesehenen Besuche nicht in Schwierigkeiten kommt.
Das Ergebnis ist am Ende das gleiche:
Statt frei seinen Jagdtrieb ausleben und sich von Familie und Beruf erholen zu können, ist der Mann nun ständig darauf bedacht so zu handeln, dass die Frauen nicht enttäuscht werden – und das meist auch noch un- oder unterbewusst (nun gut, es gibt auch die Weicheier, die sich freiwillig und bewusst dem weiblichen Diktat unterwerfen, sozusagen das „östrogenisierte männliche Gegenstück“ zur weiblichen testosterongesteuerten Kämpferin. Die Männer also, die Emanzipation für sinnvoll halten, die oft in Strickpullis und Birkenstocks rumlaufen, welche freiwillig die Kinder wickeln und mit Freude ihren Anteil an der Hausarbeit erledigen).
Bedenkt man dies alles, so muss Mann sich doch fragen, warum wir immer wieder so politisch korrekt über Frauen am Wasser freuen anstatt zu versuchen, diese eher zum Reiten, Eiskunstlauf, Tanz, stricken oder häkeln zu bringen um das Angeln als das zu erhalten, was es außer dem eigentlichen Angeln (noch!!) ist:
Eines der letzten Rückzugsgebiete für (richtige) Männer!
Kai Hay
Anmerkung:
Die Rubrik „Am Haken“ soll die Möglichkeit eröffnen, dass man auch kontroverse Meinungen zu strittigen Themen (satirisch) aufbereiten kann. Der Autor „Kai Hay“ wurde als Anonymus eingerichtet, so dass sich niemand auf Grund seiner Meinung im Anglerboardforum nachher als Mitglied auf Grund eines Artikels in dieser Rubrik „verfolgt“ fühlen muss. Die Redaktion kennt selbstverständlich die Autoren der jeweiligen Artikel.
Voraussetzungen:
- Keine Namensnennung (weder von Personen, Firmen noch Vereinen/Organisationen)
- Keine Beleidigungen oder persönliche „Anmache“ (die über die gewohnte mitteleuropäische Kommunikation hinausgeht)
- Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung, die Redaktion behält sich vor Beiträge auch nicht zu bringen bzw. (in Kooperation mit dem jeweiligen Autor) die Beiträge zu verändern
| < Zurück | Weiter > |
|---|
