Ausgabe Mai 2012

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    So funktioniert ein Echolot

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     So funktioniert ein Echolot

    Teil2

     

    Bodenhärteanzeige

    Die Bodenhärteanzeige, auch Graulinie genannt, zeigt an, ob der Gewässergrund hart oder schlammig ist. Ferner ermöglicht sie es, am Grund befindliche Gegenstände, wie z.B. Wracks oder versunkene Baumstämme, sichtbar zu machen. Bei Echoloten mit einer hohen Auflösung ist es sogar möglich, direkt am Grund befindliche Fische zu orten.

     

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    Praxistipp Graulinie:

    Nehmen wir einmal an, Sie haben es auf Zander abgesehen und Ihr Echolot zeigt Ihnen in Grundnähe mehrere große Fische an. Jetzt werden Sie vielleicht unsicher, denn Zander sind bodennahe, großwüchsige Schwarmfische - Karpfen aber auch. Sie können jetzt im Zweifelsfall stundenlang mit den tollsten Kunstködern auf Karpfen angeln, oder Sie gehen die Sache systematisch an, was wohl die bessere Variante ist. Wie schon erwähnt, sind beide Fischarten großwüchsig, stehen in Grundnähe und treten häufig im Schwarm auf. Der Karpfen bevorzugt jedoch schlammigen Untergrund, wogegen der Zander harten, steinigen Untergrund liebt. Ob der Grund nun schlammig oder hart ist verrät Ihnen die Graulinie des Echolotes. Mit dieser Information können Sie Rückschlüsse darauf ziehen, welche Fischart geortet wurde.

     

    Das Selbe funktioniert natürlich auch perfekt bei der Fischsuche. Wenn Sie auf Zander aus sind, sollten Sie gezielt die harten Gewässerbereiche absuchen. Diese effektive Vorgehensweise spart Zeit und bringt Sie schnell zum Stachelritter.

       

    Auflösung

    Unter Auflösung versteht man die Anzahl von Bildpunkten, aus denen sich das Echolotbild zusammensetzt. Die Hersteller geben meist die Anzahl der waagerechten und der senkrechten Bildpunkte an.

     

    Beispiel:

    Bildpunkte waagerecht            64

    Bildpunkte senkrecht            128

    Die Anzahl der Bildpunkte lässt sich durch Multiplikation diese beiden Werte ermitteln. In diesem Beispiel 64 x 128 = 8.192 Bildpunkte gesamt

     

    Für den Anwender ist die Anzahl der senkrechten Bildpunkte von entscheidender Bedeutung, denn je mehr Bildpunkte ein Bildschirm in der Senkrechten aufweist, desto genauer werden Details sichtbar. Unter Details verstehe ich so elementare Dinge wie z.B. das Erkennen von Bodenbewuchs, Sprungschichten, Futterfischen und Fischen. Ferner wird durch eine hohe Anzahl der senkrechten Bildpunkte eine präzise und fein strukturierte Darstellung der Bodenstruktur, Graulinie und Fischsicheln erreicht.

     

    Damit diese Aussagen etwas greifbarer werden, habe ich für Sie eine Tabelle ausgearbeitet. Sie sehen hier sehr deutlich den Zusammenhang zwischen Bildpunkten und der Detailerkennung.

     

     

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     tab1

     

    Durch den Einsatz der Vergrößerungsfunktion „ZOOM" lässt sich das Darstellungsergebnis stark verbessern. Bei meinem Beispiel habe ich das 4-fach ZOOM im Automatikprogramm und geteiltem Bildschirm eingesetzt. So sehe ich auf einer Bildschirmseite das Vollbild, auf der anderen Seite das 4-fach vergrößerte ZOOM Bild, das ständig den Bodenbereich vergrößert. Diese Vorgehensweise ist beim Angeln auf grundnahen Fischen, wie z.B. Zander, Wels, Karpfen, Dorsch, Heilbutt u.s.w. ideal, da der vergrößerte, grundnahe Bereich perfekte Detailerkennung ermöglicht.

     

     

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     tab2

     

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    Fazit

    Ein Echolotbild wird durch eine Anzahl von Bildpunkten dargestellt. Hierbei sind die senkrechten Bildpunkte von Bedeutung. Mit wenig Bildpunkten wird ein grob gerastertes Bild erreicht, das nur wenig Detailinformationen liefert. Um viele Detailinformationen zu erhalten, sollte ein Echolot über möglichst viele Bildpunkte verfügen.

      Praxis

    Mein Schlüsselerlebnis am Bodensee mit einem Echolot mit 480 x 480 Bildpunkten.

    Beim Renkenangeln in diesem glasklaren Gewässer benutzte ich eine Hegene, die mit 3 Nymphennachbildungen an Hakengröße 14 bestückt war. Am Ende dieser Montage befand sich ein Bleigewicht von 12 Gramm, also kleiner als meine Daumenkuppe. Als ich diese Montage in die Tiefe abgelassen hatte, schaute ich nach einiger Zeit auf den Bildschirm meines Echolotes. In einer Tiefe von 8 Metern sah ich eine waagerechte, durchgehende Linie. Um zu prüfen, ob dieser Strich tatsächlich mein Hegeneblei war, zog ich die Montage einen Meter nach oben. Das Echolot zeigte nun das Blei auf 7 Meter Tiefe an. Sensationell! Kurze Zeit später stellte sich ein Felchenschwarm auf 10 Meter Tiefe ein. Beim  Absenken der Hegene in den Felchenschwarm konnte ich mit Hilfe des Echolotes punktgenau vorgehen. Der Rest war Routine. Ein anschließender Versuch mit einem anderen Echolot (128 x 64 Bildpunkte) ließ zwar eine Fischortung im Groben zu, von der Montage war aber keine Spur zu sehen.

     

    Zoom

    Hinter dem Begriff Zoom verbirgt sich eine Vergrößerungsfunktion, mit der Sie sich interessante Stellen vergrößert anzeigen lassen können. Durch das Vergrößern eines Bildausschnittes, werden Details deutlich besser erkannt. Einige Echolote verfügen wahlweise über ein 2-fach- und  4-fach Zoom. Praxistipp: Bei einigen Echoloten haben Sie die Möglichkeit die Bildschirmansicht in zwei Hälften zu teilen. So haben Sie auf der einen Seite die komplette Tiefe dargestellt, die Ihnen das komplette Geschehen anzeigt. Auf der anderen Seite haben Sie einen vergrößerten Bildschirmausschnitt, der Ihnen Detailinformationen liefert.

     

     

    Maximal erreichbare Tiefe              

    Wenn Sie nicht gerade in Gewässern fischen möchten, die tiefer als 100 Meter sind, werden wohl alle auf dem Markt befindlichen Geräte im Punkto Maximaltiefe für Sie ausreichend sein. Möchten Sie allerdings in tiefere Regionen vorstoßen, ist die erreichbare Tiefe von entscheidender Bedeutung. Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass sich die Angabe der maximal erreichbaren Tiefe auf die Fischortung bezieht. Vielmehr ist unter dieser Angabe die tatsächliche Gewässertiefe zu verstehen. Wenn Sie beispielsweise in Norwegen eine Gewässertiefe von 180 Metern unter Ihrem Boot haben und sich die Köhlerschwärme in 50 Meter Tiefe tummeln, zeigt Ihnen ein Echolot mit einer Maximaltiefe von 100 Metern überhaupt nichts an, denn dem Echolot fehlt das reflektierende Grundecho und ohne dieses geht gar nichts.

     

    Es gibt jedoch auch weitere Faktoren, die sich negativ auf die erreichbare Tiefe auswirken können. So kann hohes Planktonaufkommen oder Salzwasser die erreichbare Tiefe erheblich reduzieren. Ich empfehle Ihnen daher, bei Ihrer Echolotwahl 1/3 Sicherheit mit einzurechnen. Somit sollten Sie in allen Fällen gut gerüstet sein.

     

    Beispiel:

    Die von Ihnen erreichbare Gewässer-Wunschtiefe wäre                            180 Meter

    Plus 1/3 Sicherheit                                                                                   60 Meter

    Ein geeignete Echolot sollte somit folgende maximale Tiefe erreichen            240 Meter

     

    Dies soll es für den Moment gewesen sein.

     

    Wenn Sie noch mehr Informationen rund ums Thema Echolote und GPS wünschen, so schauen Sie doch einfach mal hier vorbei.

     

    http://www.angeln-shop.de/

     

    Joachim Stollenwerk

     

    Kommentare 

     
    0 #1 Günni 2007-09-03 16:38
    Hallo, auch ich habe ein X135, habe aber Schwierigkeiten einen Renkenschwarm von anderen zu unterscheiden. Gibt es spezielle Merkmale?
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    0 #2 Kika 2010-05-04 09:26
    Hallo
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    0 #3 angler-suchti 2010-11-03 15:10
    hallo,
    gut informationen
    .
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    -1 #4 jakob 2011-05-08 08:49
    cool
    das hat mir net geholfen hatte eine 5
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