Pressemeldung: Seenotkreuzer wächst zügig heran
Pressemeldung
Das Dach überm Kopf ist fertig: Seenotkreuzer wächst zügig heran
Erster 20-Meter-Neubau wird im Herbst in der Ostsee in Dienst gestellt
Mit der Zusammenfügung von Deckshaus und Rumpf ist ein weiterer wesentlicher Abschnitt beim Bau des neuen Seenotkreuzers SK 30 vollendet worden. Halb versetzt über dem geschlossenen Steuerhaus wird sich später ein vollwertiger Außenfahrstand befinden, um das Schiff bei Manövern auf engem Raum direkt im Geschehen führen zu können.
Schon jetzt zeichnet sich das spätere Erscheinungsbild ab: ein kompaktes Einsatzfahrzeug für die DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger), das dank geringen Tiefgangs (ca. 1,30 Meter) im Flachwasserrevier direkt vor der Küste ebenso operieren kann wie dank bewährter Rumpfform, kräftiger Motorisierung und hoher Seetüchtigkeit im offenen Seeraum auch bei schweren Wetterlagen und Seegangssituationen.
Der erste Neubau mit der internen Bezeichnung SK 30 soll im Herbst 2008 seinen Dienst von der Station Greifswalder Oie in der Ostsee aus aufnehmen. Wie alle anderen Einheiten der Rettungsflotte sind auch die neuen 20-m-Seenotkreuzer der DGzRS flexibel in allen Revieren von Nord- und Ostsee einsetzbar. Dies zahlt sich aus, wenn ein Schiff zum Beispiel wegen Ausfall eines anderen kurzfristig ersetzt werden muss. Über die Stationierung des zweiten Neubaus SK 31 wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.
Der neue Fahrzeugtyp schließt die Lücke zwischen den Seenotrettungsbooten (bis 10,1 Meter Länge) und den derzeit kleinsten Kreuzern (23 Meter).
Die Hauptmaschine mit 1660 PS soll das Schiff auf rund 22 Knoten Geschwindigkeit bringen. Ein 164 PS-Hilfsdieselmotor kann bei Maschinenausfall die Hauptmaschine ersetzen, wenn er nicht zur Stromerzeugung oder für den Antrieb der Feuerlöschpumpe genutzt wird.
Die Fahrzeuge werden drei Mann Besatzung haben und sind nicht - wie die größeren Einheiten der Rettungsflotte - als Wohnschiffe ausgerüstet. Die Seenotretter werden in den vorhandenen Stationsgebäuden an Land während des 14-tägigen Wachtörns leben. Die Wege zum Liegeplatz des Seenotkreuzers sind kurz gehalten, so dass weiterhin kurze Alarmierungszeiten eingehalten werden.
Weitere Informationen: www.seenotretter.de
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