Der Neusiedler See - eine Reviervorstellung
Der
Neusiedler See - eine Reviervorstellung
Der
Neusiedler See ist ein Steppensee mit einer Fläche von mehr als 300
Quadratkilometern, davon liegen 240 in Österreich und der Rest in Ungarn.Der
See ist somit der größte See Österreichs.Sein
bis zu 5 Kilometer breiter Schilfgürtel umgibt das Gewässer, das nur eine
Durchschnittstiefe von ca 1,5 Metern hat.
Seit
2009 liegt er zum ersten mal seit 30 Jahren bei einem Durchschnitt von 1,80
Metern.
Die
Schilfgürtel sind teilweise durchzogen von kleinen Kanälen und versteckten Seen,
hier finden die Tiere ihr Habitat und fast alle sind Bewahrungszonen.Der
Schilfgürtel des Neusiedler Sees ist nach dem Donaudelta die zweitgrößte
zusammenhängende Schilffläche Europas.Der
Nationalpark erstreckt sich rund um den See und bindet die zahlreichen Lacken im
Seewinkel mit ein.Hier
befindet sich eine faszinierende Fauna und Flora, die neben dem großen
Freizeitangebot Besucher aus der ganzen Welt anzieht.Richtung
Ungarn geht der See in die pannonische Tiefebene über, diese beschert ein über
das ganze Jahr mildes Klima.
1786
hatte er mit einer Wasserfläche von 515 Quadratkilometern beinahe die doppelte
Ausdehnung wie heute. In den Jahren 1865 - 1871 war er völlig ausgetrocknet.
1934 wurde zum letzten mal ein absoluter Tiefststand gemessen. Eine nur 40 cm
tiefe Restlacke im Südteil des Sees war übergeblieben.
Die
Bauern nutzen dies und legten Felder in mitten des ausgetrockneten Sees
an.
Auf
Grund des salzhaltigen Bodens fielen die Ernten bescheiden aus,
diese
Äcker sind heute noch in Karten verzeichnet.Grund
dafür ist, dass der See hauptsächlich durch Niederschlag gespeist wird.Es
gibt nur einen Zufluss, die Wulka die bei Donnerskirchen in den See
mündet.
Diese
Wassermenge ist aber nicht relevant für den Wasserstand des Sees.
Ebenso ist
ein Abfluss an der ungarischen Seite des Sees vorhanden, der Einserkanal, dieser
leitet das Wasser von einer Schleuse über die Rabnitz in die Donau ab.
Bei
hohen Wasserständen wird über den Einserkanal der Wasserstand des Neusiedler
Sees reguliert.
Oft
bläst starker Wind der sich auf die Angelfischerei auswirken kann.Die
Hauptwindrichtungen kommen aus Nord oder Süd.Bei
Sturm wird das Wasser des Sees entweder in den Südteil oder in den Nordteil
gedrückt.Dabei
fällt im Norden oder Süden des Sees das Wasser um bis zu einem Meter.So
können auch Strömungen in den zahlreichen kleinen Kanälen entstehen, die das
Wasser raus oder rein drücken.
Wichtig
ist, wenn der Sturm/Wind aus dem Schilf bläst sollte man nicht an diesen
Stellen fischen.Hierbei
wird Methan (Faulgas) aus dem Schilfgürtel gedrückt und entzieht dem Wasser den
Sauerstoff= die Fische flüchten.Man
kann das Methan in diesen Momenten auch sehr gut riechen.
Gute
Plätze im See sind Stellen mit hartem Boden oder man fischt direkt an der
Schilfkante.
Die
Schilfkante wird durch viele Buchten geformt.Hier
findet man immer einen schönen Platz zum Fischen.Da
der Seeboden hauptsächlich aus Schlamm und festem Lehm besteht sind harte
Stellen, vor allem für den Zander, sehr fängig.
Diese
Stellen kann man am besten mit einer kurzen Eisenkette finden, die man an einem
Seil hinter dem Boot nach zieht.Scheppert
die Kette hat man Schotterboden gefunden.
Interessant
sind ebenso Kanäle und kleinere Wasserflächen die Yachtclubs, Steganlagen,
Hotels oder Privathäuser mit dem Neusiedler See verbinden .
Viele
Anlagen wurden künstlich gegraben und besitzen eine Wassertiefe von 3 - 4
Metern.
Vor
allem im späten Herbst kommen viele Fische in diese Bereiche und verbringen im
tiefen Wasser ihren Winter, andere ziehen in die Mitte des Sees hinaus.
Es
werden Karpfen, Zander, Hechte, Welse, Aale, Barsche und diverse Weißfische
gefangen. Für
das Fischen ist ein Boot zu empfehlen.
Die
Natur rund um einen und der See ist einfach unglaublich schön, da stört es auch
überhaupt nicht, wenn einmal nichts beißt.Denn
die Fische springen einem hier nicht ins Boot, man braucht viel Geduldund
trotzdem kann man hier seine Sternstunden erleben.
Fischerkarten
gibt es in jedem Gemeindeamt oder bei den
Touristeninformationen.
Robert
Elsbacher (www.refilm.at)

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Kommentare
Super Bericht!
Der See ist nicht nur der größte See Österreichs sondern auch der größte Steppensee Europas. Seine Flora und Fauna wie auch das Klima und die wunderschöne Landschaft machen einen Besuch auf jeden Fall lohnenswert.