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Ausgabe Mai 2017

Der Baglimit-"Betrug": 85 Mio. für Wissenschaft - 0 Euro für Dorsche und Angler

https://www.anglerboard.de/board/showthread.php?t=326987

 


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Eine kommentierende Zusammenfassung


Vor der Vorabbemerkung:
Ja, es ist wieder ein langer Text - sorry!
Es ist ein kompliziertes und vielschichtiges Thema mit vielen Facetten!
Die man erst mal erarbeiten, verstehen und zusammen stellen muss.
Um zu sehen, wie Politik, Wissenschaft und Sport- und Angelfischereiverbände im Rest-DAFV aus Interesse der EU-Fischerei (>Politik), Abhängigkeit von der Politik (>Wissenschaft) und schlichter Inkompetenz (> DAFV, LSFV-SH, LAV MeckPomm, DMV) hier die Interessen der Angler nicht beachtet oder aktiv verraten haben.

Vorabbemerkung:
Wenn ein Bayer, der CSU-Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt (BMEL), über Dorsche und Baglimit parliert, sollte man denken, dass trotz bayerischer Herkunft und damit großer Entfernung von der Ostsee ein gewisser Sachverstand vorhanden ist - so als für das Baglimit zuständiger Minister.

Sein Ministerium war es ja, das in Europa dem Baglimit für Angler zustimmte und es so erst ermöglichte (gegen Deutschland geht da nix in der EU).

In einem Interview erklärte er nun, dass Fischer auch von Anglern profitieren würden, da sie diese zum Angeln rausfahren würden, und daher das Baglimit für Angler auch berechtigt sei...

Vielleicht erklärt mal irgendjemand diesem "kompetenten" Minister, dass die Fischer mit ihren Booten gar keine Angler fahren dürfen wegen der Zulassungen - die dürfen fischen aber eben weder Angler noch sonstige Passagiere raus fahren.
Dazu bräuchten sie eine Zulassung entweder als Fahrgastschiff (unmöglich bei Fischkuttern) oder als Sportfischerfahrzeug (quasi auch unmöglich inzwischen nach geltendem Recht).

Genauso übel hier auch 2 Reden aus dem Landtag von MeckPomm aktuell zum Thema (damits nicht die CSU alleine trifft - die sind alle anglerfeindlich!), die mit falschen, verfälschten oder falsch interpretierten Fakten nur so um sich schmeissen:
Dr. Wolfgang Weiß (Die Linke):
https://www.youtube.com/watch?v=bZkp...ature=youtu.be

Landwirtschaftsminister Dr. Backhaus(SPD)
https://www.youtube.com/watch?v=xyfC...ature=youtu.be


Wie Angler noch weiter verarscht wurden von der Bundesregierung, den Behörden aber auch den Verbänden der organisierten Sport- und Angelfischerei im DAFV, das ist nachfolgend aufgelistet.

Wie auf viel zu dünner Datenlage Fakten behauptet werden und diese dann noch im politischen Sinne verdreht interpretiert werden, von Wissenschaft wie Verbänden.


85 Millionen für Forschungsschiff - 0 Mio. für Dorsch und Angler
Wie Dorsche und Angler "betrogen" wurden



(Fake?) Science:
Jeder Angler weiss:
Wo keine Fische sind, kann er keine fangen...
Auch wo wenig Fische sind wird er nie, wie mit einem Schleppnetz, alle noch wenigen vorhandenen fangen können. Immer nur die aktiven Fische werden Angler fangen können.

Die "Wissenschaft" aber, wie z. B. das Thünen Institut, haben unter anderem über "Befragungen" und "Schätzungen" Anglerfänge hochgerechnet (dabei auch mal in einer Befragung viele Bundesländer wie NRW aussen vor gelassen, obwohl die alleine ca. 12 % der Kutterangler stellen (nur 9 von 16 befragt)) und dann damit festgestellt, dass Angler immer gleich viel Dorsch fangen würden - egal wie viel da wäre....

Dass ganz einfache Aufzeichnungen wie von einem Travemünder Vereinsangelkutter über das ganze Jahr 2016 belegen, dass der Angler im Schnitt pro Angeltag nur 0,73 Dorsche gefangen hat (1226 Personen bei 116 Fahrten in 2016), das muss laut dieser "Wissenschaft(ler)" also ein Märchen sein.
Aber diesen Zahlen von richtigen angelnden Praktikern glaube ich persönlich eher als den "geschätzten/ertelefonierten/umgefragten" der "Wissenschaft".
Weil typisch vereinsdeutsch (alles geregelt), haben die auf dem Vereinskutter selbst die Heringe auf Touren einzeln gezählt (5.329)!

Dass diese aus den Praxiserfahrungen hunderttausender Angler anzweifelbare These des "immer gleichen Anglerfanges, unabhängig vom Bestand" vom Thünen Institut als Grundlage für einen BERECHNETEN Verzicht der Angler durch ein Baglimit hergenommen wurden, damit europäische Berufsfischer REAL mehr fangen können, ist dann aber nach Adam Riese schlicht ein Dorschvernichtungsprogramm!

Denn wenn ein Angler wie auf dem Vereinskutter 2016 im Schnitt nicht mal einen Dorsch pro Tag fängt, kann keine Rede davon sein, dass ein Baglimit von 5 Fischen auch nur einem Dorsch das Leben rettet..

Dafür wurden aber von den so nur "errechneten Minderfängen durch Baglimit von 900 t" den europäischen Berufsfischern über 2.300 t REALER Fang mehr zugestanden.

Und ich persönlich kenne die schwankenden Dorschbestände und damit massiv unterschiedliche Fänge der Angler sowie mir selber seit 1980 aus eigener Erfahrung, mit mindestens 4 Wellen in dieser Zeit.

2015 oder 2016-Jahrgang?
So oder so: Massenhaft Kleindorsch

Dass die gleichen Wissenschaftler, die den 2015er Jahrgang nirgends gefunden haben wollten, jetzt plötzlich Massen an Dorschen feststellen, die von der Größe her der 2015er Jahrgang sein könnten, den aber nun als "schnellwüchsigen" 2016er Jahrgang deklarieren, das mag so sein.
Für besonders wahrscheinlich halte ich es nicht.
Eher, dass dieses "Institut " lieber keine Fehler zugeben will, um nicht die Finanzierung zu gefährden (siehe weiter unten unter "Absurd")

Deutsche Fischerei und der Deutsche Fischerei-Verband haben diesen Unfug jedenfalls von Anfang an erkannt und sich - im Gegensatz zu den Verbänden der organisierten Sport- und Angelfischerei - gegen Beschränkungen für Angler und für andere Lösungen ausgesprochen.

Angler KÖNNEN kein Meer leerfangen - nicht ansatzweise!
Ob mit Pilker, Gummifisch, Watturm oder Schlepplöffel, Blinker oder Dorschfliege:
Angler können kein Meer leer fangen.

Zum einen wegen des Zeitfaktors (Anfahrt zu Fangplätzen, Rückfahrt etc.).

Zum zweiten aber vor allem dann wegen ineffektiver Methoden:
Selbst bei besten Beständen und Methoden sind Grenzen in der Zeit gesetzt. Angler sind eben nicht wie Fabrikschiffe rund um die Uhr im Einsatz, sondern bestenfalls täglich ein paar Stunden.

Und wegen der Selektion durch die Methode Angeln:
Dazu kommt, dass man nur aktive und/oder aggressive Fische überhaupt erwischen kann als Angler. Ein ruhender Fisch oder einer der nur am ziehen ist, ignoriert schlicht Angelköder.

Und es gibt inzwischen viele Angelvideos mit Unterwasserkameras, die klar zeigen, wie oft Dorsche "schwarmweise" hinter einem Köder herlaufen und wie lange es dauern kann, bis dann mal einer beisst.

Angeln ist also per se schon immer eine bestandsschonende Nutzungsmethode, da nie -
wie z. B. mit Schleppnetzen - ganze Schwärme auf einmal eliminiert werden können.

Und wenn weniger Fisch da ist, gibt es das "automatische Baglimit" für Angler:
Dann fangen Angler auch weniger - auch wenn das den Schätzungen und Vermutungen der "Wissenschaft" widerspricht, ist das klare Erfahrung jeden praktischen Dorschanglers. Je weniger Dorsch, desto schlechter die Fänge, desto weniger Angler kommen dann insgesamt auch zum Angeln auf Dorsch.

Da noch ein gesetzliches Baglimit oben drauf zu setzen ist schlicht böswillig und verkennt die Lage:
Angler akzeptieren jederzeit schlechte Fangtage auf Dorsch - die gab es selbst in guten Jahren.

Die Einbrüche bei den Umsätzen der Angelkutter seit Einführung Baglimit zeigen aber klar, dass nicht akzeptiert wird, wenn an einem der wenigen guten Tage dann das Angeln eingestellt werden MUSS.

Hier haben Politik und Wissenschaft komplett versagt und statt Lösungen nur sinnfreie Verbote gebracht, um die EU-Fischerei auf Dorsch in einem profitablen Fenster zu halten.


Politik:

Immer wieder wurde von der Politik das Märchen erzählt, man müsse den Dorsch schützen, der Bestand wäre am zusammen brechen.
Darauf fielen natürlich auch die naturschützenden Verbände der organisierten Sport- und Angelfischerei herein, insbesondere der DAFV, der LSFV-SH, der LAV-Mecklenburg Vorpommern und der DMV (siehe auch das PS dazu).

Selbst als dann die SPD-EU-Politikerin Rodust, Dr. Lemcke vom Kieler MELUR oder Dr. Zimmermann vom Thünen Institut ALLE sagten, schrieben oder veröffentlichten, dass der Dorsch SELBSTVERSTÄNDLICH NICHT vom Aussterben bedroht sei, sondern es letztlich am Ende ja nur darum gehe, ihn für die EU-Fischerei in einem profitablen REALEN Fenster durch den ja nur ERRECHNETEN Verzicht der Angler zu halten, gingen die Verbände NICHT ab von ihrer damals schon falschen UND ANGLERFEINDLICHEN Haltung.

Genauso wie Minister Schmidt (CSU) letztlich auch, weil Fischer ja Angler rausfahren und deswegen profitieren, müsse man Angler beschränken - fachlich schlicht Unfug und vollkommen inkompetent, wenn auf dieser Basis Beschränkungen für Angler getroffen wurden.


Realität:
Durch heraufsetzen der REALEN Quote Für die EU-Fischerei auf Grund nur ERRECHNETER, aber nicht REALER Minderfänge der Angler (s.o.) kommt nun also mehr Dorsch raus, als wenn die ursprüngliche Planung OHNE Einschränkung der Angler durchgeführt worden wäre.
Angler fangen gegen die Annahme von Thünen nicht mal ansatzweise das Baglimit.
Es gibt also keinen REALEN Minderfang durch das Baglimit, NUR den realen Minderfang durch weniger Dorsch - durch das Baglimit überlebt kein einziger Dorsch mehr als letztes Jahr!

Der REALE Mehrfang der EU-Fischerei auf Grund BERECHNETEN Minderfanges der Angler wird aber im vollen Umfange ausgefischt.

Das Baglimit in der jetzigen Form bedeutet daher, dass mehr Dorsch rauskommt als ohne das Baglimit!

Angler haben also mit ihrem erzwungenen Verzicht nicht den Dorsch, sondern die EU-Fischerei, vor allem die dänische (Quotenverteilung) geschützt!


Problem:
Der Angler kommt auch, wenn er schlechte Tage hat und nichts fängt - Aber kommt nicht mehr, wenn er nicht mehr fangen DARF!

Fischkuttern kann man für Minderfänge recht einfach Ausgleichzahlungen gewähren über die Bundesländer oder den Bund, gibt man ihnen alternative Beschäftigungsmöglichkeit für diese Zeit (z. B. Angler fahren, wenn die Bürokratie dazu entrümpelt würde...).

Beim Angeltourismus mit seinen vielfältigen Angeboten von Kuttern über Mietboote bis zu Angelgerätehändlern, Zimmervermieter, Hotels, Campingplätze ist eine ganze Region gerade durch den ausserhalb der touristischen Hauptsaison stattfindenden Dorschtourismus angewiesen, ist ein solcher finanzieller Ausgleich auf Grund der Vielfalt und mangelnder Möglichkeiten gar nicht erst möglich.

Während nach einer schwachen Phase jeder berufliche Dorschfischer wieder seine Quote ausfischen und weiter machen kann, ist ein Angelkutter, der wegfällt, auf Grund der Lizensierung als Sportfischerfahrzeug dann endgültig weg - eine neue wird er nie mehr bekommen, das dies Ausnahmeregeln waren.


Absurd:
85 Mio € für Wissenschaft - 0 € für Dorsche und Angler

Mit 85 Mio. könnte man siebeneinhalb Jahre lang allen EU-Fischern mit Quote Westdorsch einen kompletten Fangverzicht finanzieren.


Da bekommt das Thünen Institut alleine für 85 MILLIONEN EURO!!! vom Bund ein neues Forschungsschiff:
https://www.thuenen.de/de/infothek/p...eresforschung/

Mit vernünftigen Regeln (> einfachere und praxisnähere Sportfischerfahrzeugzulassung) könnte man davon auch locker ca. 20 - 40 Angelkutter finanzieren...

Wert des gesamten Westdorschfanges 2017 in ICES 22- 24 (wo Baglimit gilt)
Aktueller TAC 2017 für Westdorsch ALLER Länder mit Quote in ICES 22-24: > 5 597 t
(Zur Zeit nicht erzielbarer Preis) pro Kilo Dorsch für die Fischer: >>>>>>>> 2,00 Euro
Bei 2 Euro Einnahmen Fischerei alles EU-Länder mit Quote in ICES 22-24:> 11.194.000€

Man könnte also nur mit diesem Geld der Bundesregierung für die eh schon gepamperten Wissenschalter ALLE Berufsfischerei ALLER LÄNDER DER EU, die Quote auf diesen Dorsch hat [1], bei KOMPLETTEM Verzicht auf den Dorschfang für 7einhalb Jahre KOMPLETT BEZAHLT stilllegen!!!!!!!!!!!!!!!!!

Was 7einhalb Jahre bezahlter Verzicht auf berufliche Dorschfischerei für den Dorschbestand und den Angeltourismus bedeuten würden, brauche ich niemanden zu erklären.

Und ebenso klar ist, dass das "dank" der Beratung solcherart finanzierter "Wissenschaft" natürlich nie kommen wird. Denen sind die 85 Mio. für ihr Institut wichtiger als 85 Mio. für fast 8 Jahre Dorschfischereiverzicht!

Lieber schützt anscheinend die Regierung Wissenschaftler und baut denen Luxusdampfer!!

Statt Dorsche, Angler, Angeltourismus und die Menschen der Region an der Küste zu schützen und zu fördern!


Klar ist aber auch:
Es geht nicht darum, einfach die Fischer abzufinden.
Wie Angler und Angeltourismus gehören sie zur Küste und es müssen Bürokratiehindernisse abgebaut werden, um den Fischern in dieser Nichtfischzeit alternative Möglichkeiten bieten zu können.
Z. B. Ausfahrten für Angler, Schulungsfahrten für Schüler, Interessierte etc., Wachfahrten gegen Verschmutzung und Fischpiraterie etc..
Nur mit Einbindung der Fischerei und solchen Alternativen wird ein solcher Auskauf einvernehmlich sein, bis dann wieder reguläre Fischerei einsetzen kann.

Geld ist augenscheinlich da - der politische Wille definitiv NICHT!

Dass da "FakeScience"-Vorwürfe und "wes Brot ich ess"- Vorwürfe nicht ganz unberechtigt erscheinen, wenn Thünen, Geomar, Helmholtz und andere "wissenschaftliche" Institute eine Einbindung der Angler über Baglimit/berechnete Minderfänge zur Erhaltung der Dorschfischerei verlangen, ist sicher für viele nachvollziehbar.

Zum Vergleich:
Umsatz Angeltourismus pro Jahr nur an der Küste Deutschlands ca. 120 Millionen

Die Bezahlung von 85 Millionen Euro statt für einen Wissenschafts-Luxusdampfer (für daher unter Umständen willfährige Wissenschaftler) für siebeneinhalb Jahre Einstellung Dorschfischerei in Ices 22- 24 würde daher in der gleichen Zeit MINDESTENS 900 Millionen Euro Umsatz Angeltourismus ALLEINE IN DEUTSCHLAND generieren helfen!!

[1]TAC
Dänemark 2 444 t
Deutschland 1 194 t
Estland 54 t
Finnland 48 t
Lettland 202 t
Litauen 131 t
Polen 654 t
Schweden 870 t
Union 5 597 t

Wünsche:
Selbst mit einem Baglimit, das ja auch in anderen europäischen Ländern gilt, zieht der Angler in deutschen Gewässern auch wieder z. B. gegenüber Dänemark die "Arscx"-Karte:
In Schleswig Holstein MUSS z. B. jeder maßige Dorsch totgeschlagen werden - aus "Tierschutz"gründen.

Der Angler DARF SICH NICHT freiwillig ein höheres Schonmaß setzen (z. B. 45cm statt geltender 38 cm), er MUSS in Deutschland den 38 cm - Winzling um die Ecke bringen:
Aus "Tierschutz"gründen!


In Dänemark und anderen Ländern der EU wie der Welt ist zielgerichtetes Bewirtschaften durch zurücksetzen, freiwillig höheres Schonmaß etc. nicht nur kein Problem, sondern im Sinne positiven Bestandsmanagements erwünscht.
Hier macht man keinen individuellen Tierschutz ÜBER Natur- und Artenschutz, der dann wie in Schleswig Holstein noch den Bestand und am Ende die Art gefährdet!!

Dies muss auch in Deutschland möglich sein!
Dass Angler hier freiwillig durch ein persönliches höheres Schonmaß zum Bestandsmanagement beitragen und nicht durch falsch verstandenen Tierschutz von Parteien und Verbänden ausgebremst werden!

Freiwilliges erhöhtes Schonmaß und Zurücksetzen und Küchenfenster sind einfach die bessere Alternativen, die auch keinen Angler erschrecken im Gegensatz zum Baglimit, damit könnte man Angler mitnehmen.
Durch ständigen Zwang und neue Verbot aber niemals!!


Lösung:
Einfach und glasklar:
Weg mit Baglimit - sofort!!
Dafür das Erlauben eines freiwillig erhöhten Schonmaßes, was die Abschaffung des C+R-Verbotes bedingen würde.

Dann wäre auch ein Verzicht der Angler, in der Laichzeit tiefer als 20 m zu angeln, sicher kein Problem für Angelkutter, Kleinboote fahren in der Zeit wegen des Wetters eh kaum raus.

Auszahlen der EU-Fischer mit Dorschquote in ICES 22 - 24 für einen Fangverzicht für 2 Jahre und alternative Möglichkeiten durch Bürokratieabbau für diese Zeit.
Da Monitoring eh läuft, belaufen sich die Kosten dafür auf gerade mal auf 22 Millionen Euro.

Wollen Politik, "Wissenschaft" und Verbände wie bisher weiter auf ihre sture Verbotspolitik setzen, machen die sich alle sowohl mitschuldig am Niedergang der Dorschbestände wie auch am Verlust tausender Arbeitsplätze rund um den Angeltourismus zum Dorsch in den strukturschwachen Regionen der deutschen Ostseeküste..

Und das, nur weil sie keine 22 Mio Euro ausgeben wollen, während sie 85 Mio. für Wissenschaftsdampfer bezahlen können.

Ich kann Anglern und Angelverbänden da nur raten, zukünftig mehr als vorsichtig zu sein, wem man Daten geben will und welche.

Thomas Finkbeiner

PS - die dilettantischen Verbände der organisierten Sport- und Angelfischerei
Kommentar

Der DAFV schrieb im November letzten Jahres an die Staatssekretäre Flasbarth (BMUB) und Aeikens (BMEL) im Zuge der Ressortabstimmung zum Thema Dorsch:
Der DAFV ist sich bewusst, dass Freizeitfischer und Berufsfischer den Dorschbestand in der Ostsee nutzen.
Daher haben wir als DAFV von Anfang an unsere Bereitschaft erklärt, am Wiederaufbau des Dorschbestandes in der Ostsee mitzuwirken.

Man habe deswegen vorgeschlagen, Laichdorsche zu schonen und Schonmaß heraufzusetzen.
oder man wollte statt eines von der EU vorgegebenen persönlichen Limits für den Angler ein "Kutterlimit", was so eben rechtlich gar nicht möglich war, da die EU-Vorgabe direkt umzusetzen ist.

Da sieht man die Unfähigkeit des DAFV und der Landesverbände (speziell LSFV-SH, LAV-MeckPomm und DMV) welche diese Linie ausgaben und vertreten.

Denn diese Dinge von den Verbänden ins Spiel gebrachten Vorschläge müssten erst durch das EU-Parlament (wg. Zuständigkeit Länder) und können nicht wie das Baglimit vom der EU direkt beschlossen werden.
Das war also NIE eine Alternative, wenn die EU DIREKT 2017 handeln wollte.

Oder auf Deutsch:
Komplettes Politikversagen und Unkenntnis bei DAFV, LSFV-SH, LAV-MeckPomm und DMV in meinen Augen


Statt energisch gegen das Baglimit zu kämpfen, wird auf Feldern, welche nicht die EU direkt regeln kann, unnötig eine zweite Front aufgemacht mit freiwilligen, unnötigen, zusätzlichen (Baglimit war eh klar) Beschränkungen für Angler .

Was nun passieren kann:
Man bringt die Behörden auf dumme Ideen, so dass ZUSÄTZLICH zum Baglimit noch die Vorschläge der inkompetenten Verbände der organisierten Sport- und Angelfischerei oben drauf kommen.


Thomas Finkbeiner  

 



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