Ausgabe Mai 2012

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    Pressemeldung: Ausbau statt Abbau der Agrarforschung notwendig

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    PRESSEMITTEILUNG
    von Cornelia Behm, agrarpolitische Sprecherin der
    Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 10. Oktober 2007


    Agrarpolitiker von Union und SPD nicken Abbau der Agrarforschung ab

    Behm: Ausbau statt Abbau der Agrarforschung notwendig

    Der Agrarausschuss des Deutschen Bundestages hat heute der Neuordnung
    der Agrarressortforschung zugestimmt und grünes Licht für die Umsetzung
    des neuen Ressortforschungskonzepts der Bundesregierung im Agrarbereich
    gegeben. Damit verordnet die große Koalition der Agrarressortforschung
    einen Personalabbau von 13 % der Stellen: 350 von 2700 Stellen sollen
    gestrichen werden. Außerdem will Schwarz-Rot vier Forschungsstandorte
    schließen: Celle, Groß Lüsewitz, Hamburg und Waldsieversdorf. Nur 21
    Standorte sollen übrig bleiben. „Eine schlüssige Begründung für diese
    Schließungen und sich die daraus ergebenden Konsequenzen für die
    Kontinuität der Forschung sowie die Mitarbeiter und ihre Familien bleibt
    das Konzept schuldig", stellt Cornelia Behm, agrarpolitische Sprecherin
    von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, fest.

    „Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels an die Land- und
    Forstwirtschaft wäre es nötig, die Agrarforschung aus- anstatt
    abzubauen. Dabei muss man natürlich auch Forschungsfelder neu definieren
    und andere einschränken. Deshalb muss man noch lange nicht die gesamte
    Institutslandschaft neu strukturieren, so wie es das Agrarministerium tut."

    „Zu den Pluspunkten dieser Umstrukturierung gehören die Einrichtung des
    Instituts für Agrarrelevante Klimaforschung und des Instituts für
    Biodiversität. Hingegen konnte das erst vor ein paar Jahren
    eingerichtete Institut für Ökologischen Landbau in Trenthorst nur durch
    großen öffentlichen und politischen Druck vor der Schließung gerettet
    werden", kritisiert Behm. „Hingegen verlieren die Forst- und
    Fischereiwissenschaft ihre organisatorische Eigenständigkeit. „Damit
    wird man der Bedeutung dieser Wissenschaftsfelder nicht gerecht."

    „Mit Streichungen und Schließungen setzt die Union ihre Kürzungswelle
    in der Agrarforschung fort und schließt nahtlos dort an, wo sie 1998
    aufgehört hat: Bereits 1996 beschloss ein Unions-Agrarminister, über 900
    von 3500 Stellen abzubauen und 24 von 54 Standorten sowie 38 von 85
    Instituten aufzulösen. Nachdem dieser Plan weitgehend umgesetzt ist,
    beschließen Seehofer und die Union nun erneut einen Kahlschlag in der
    Ressortfor-schung."

    Büro Cornelia Behm (MdB)
    Agrarpolitische Sprecherin der
    Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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