Molva Molva Sognefjord
Dieses mal gab es keine Ausreden mehr, zu oft schon
sind unsere mehr oder weniger absolvierten "Männertouren" wg. des nicht
vorhandenen Zielfisches gescheitert. O.k, natürlich gabs auch schon mal einen
Leng ü 1m und auch Lumb an der 90er Marke, nur gab es auch tagelange Flauten,
sei es nun ob der falschen Jahreszeit , der Stellenauswahl oder an dem eigenen
Unvermögen, ich weiß es nicht.....Nun aber sollte es (musste) klappen!!!!
Als Datum hatten wir uns auf Mitte September geeinigt, somit gabs schon mal keine Ausreden mehr, falls dieses Vorhaben in die Hose geht , es läge an der Jahreszeit.....
Und als Ziel kam für uns der tiefste aller Fjorde in Anbetracht, der Sognefjord, hier mussten die dicken Molvas hausen, von denen wir träumten.....
Und diese Fische sollten jeden Tag gezielt befischt werden, mit Kiloschweren Bleien, halben,ganzen Köderfischen und Tiefen ab 100-bis zu 400m...alles andere blieb zuhause!!!!das ist kein Kinderspiel...die Spinnrute diente nur morgens ne halbe Std. zur Köderbeschaffung...
Organisator Lumbpumper 70 hatte letztes Jahr in unserer Truppe für Aufsehen gesorgt, mit schönen Fischen bis ü 1,40m und zweistelligen Lumben, und ich selber konnte mich schon an so manchen Bericht hier im Board u.a. von Debilofant oder auch Meeresangler Schwerin ergötzen, die zeigten, welches Potenzial dieser Fjord beherbergt....
Nun ging es los, wir sechs.....

mit mir eingeschlossen betraten am 13.09 das erste mal die guten Boote! 17,5 Fuß und 16 Fuß, mit ordentlichen Motoren waren allemal ausreichend, zumal die ausgesuchten Plätze keine 20 Bootsminuten entfernt waren.....

Lengangler Ingo wartete keine 10 Minuten am ersten 150 Meter Unterwasserberg, als seine 50 LBS Sportex durch leichtes Zuppeln nervös wurde....mir schwahnte schon böses, ob der Teebeutel, welche sich ja auch an ganzen Fischen und 10/0 Haken keine Blöße gaben, zum Vorschein kam aber dann wider Erwarten ein blauer, zwar ein Zwerg aber schon ein kleines Zeichen zudem, was an diesem Tage noch kommen sollte

wir hatten unser Nachbarboot für ein,zwei Std. aus Sichtkontakt verloren, als es wieder auf Sichtweite war, starteten wir erste Kontakte mit unseren mitgebrachten Handfunkgeräten (aus dem Supermarkt für 20€, aber erstklassik)
Unsere Gesichter wurden mit einem mal ziemlich lang als Jan (Lumbpumper 70) uns mitteilte: "Jungs, ich hab einen richtig guten Leng im Boot, der hat über 1,40m" Auweia, und das am ersten Tag....., aber es kam noch dicker als er kurz danach verkündete:"Ach ja, und noch ein blauer, ca. 1,10m......"
Schweigen auf unserem Boot, aber dann kam dicke Freude auf



Jan, Du bist wahnsinnig, und das am ersten Tag. Der hatte richtig einen vorgelegt. Später am Steg konnte wir die ersten grossen Leng bestaunen....




Das war ganz großes Kino, der gepiercte hatte richtig gute Fische vorgelegt,der Leng hatte über 16 Kilo, der Blaue durchschlug auch die 10Pfd. Marke und der Abend wurde feucht!!!!
Bilder sagen mehr als Worte


Skoll!!!!


Der Sogne hatte ein erstes Zeichen gesetzt, welches Potenzial in ihm steckt!!!!
Wir waren beeindruckt auf das, was da noch die nächsten 10 Tage kommen möge!!!!!
Die folgenden Tage glichen einander...gegen 7:30 aus den
Betten, Frühsport ( es erinnerte mich sehr stark an frühere Ferienlager!), ein
Teil der Bande bereitete das Frühstück zu, welches dann auch sehr üppig ausfiel!
An dieser Stelle, Karsten...danke für die Pilze mit Rührei und Speck!
Gut
gestärkt ging es dann in die Boote, Abfahrt Richtung Untiefe und fix paar
Makrelen gezuppelt:
Am gegenüberliegenden Ufer des Sognefjord fiel uns anhand
unserer Seekarte eine Stelle auf, die förmlich nach Fisch roch. Da auf unserer
Seite der Wind das Fischen fast nicht zuließ, setzten wir kurzerhand über und
wurden dann mit schönen Lumb bis 13 Pfund belohnt!
Vor der Überfahrt verfinsterte sich der Himmel und bot uns
einen fantastischen Anblick! Der Sognefjord öffnete sich uns und es entstanden
diese wunderschönen Fotos:
Da dieser Trip ja aber als ein interner Grosslengcup gelten sollte,
konzentrierten wir uns eher dann wieder auf andere Bereiche, auch wenn an diesen
Lumbstellen auch teilweise mit Leng zu rechnen war wie dieser fast metrische
Blaue, übrigens mein erster zugleich

also fuhren wir wieder andere "heisse" Ecke an, wo wir
store Molva Molva vermuteten, das Areal am Sogne ist allerdings zu groß, um es
nur gezielt an einer Stelle zu probieren, darum wurden wir dann auch wieder
fündig an Stelle von schönen Lengs, wie an diesem Tage von1,05m 1,15 und mein
Personal Best von 1,46m und 14,5 Kilo
Die Unterströmung war an diesem Tage
teilweise so stark, daß mit nem Kilo nichts zu halten, und wir wie bei meinem
Leng, dem Fisch entgegen fahren mussten....



[url=http://imageshack.us]
[/URL


das man in Norwegen nicht mit zu grossen Ködern fischen
kann, sollten auch folgende Bilder beweisen, Köder Pollack von 45cm und
gefangener Fisch ein Lumb von 65cm....
ganz schön gefräßig die Jungs da
unten.....


Diese Tour hatte sich vollends ausgezahlt, wurden doch in
diesen Tagen schon so tolle Fische gefangen.
Teilweise war es aber auch
nicht einfach, so kam es in diesem Revier auch stundenlang zu Fresspausen,
welche sich dann bei auflaufenden Wasser bzw. ablaufenden Wasser mit Einsetzen
von Strömung zu teilweise Fresskapaden änderte...
dann wurden wieder tolle
Fische gefangen, wie an diesem Tage, wo wir innerhalb kürzester Zeit mit 3
tollen Fischen belohnt wurden. Leng 1,25 1,27 und dazu mein Blaulenleng Personal
Best von 1,16m und 5,5kg. Lengangler Ingo toppte sein Norwegen Personal Best auf
1,25 und exakt 10kg, was für ein toller Angeltag







Nicht zu vergessen dennoch die tollen Lumbs, welche fast
wurmfrei in Gewichten wie dieser von ca. 4 Kilo vehemment auf unsere Köderfische
bissen

wir alle hatten in den vergangenen Norwegenjahren viel
erlebt und gesehen, aber Tiefseeangeln auf diesem Niveau, das war für uns auch
die Krönung in diesem Urlaub. Die nächsten zwei Tage wurde es etwas schwierig
mit dem Fischen jenseits der angepeilten 150 Metermarke, drum ließen wir es ein
bisschen locker angehen, der letzte Tag allerdings sollte uns aber nochmal ins
Staunen bringen, dazu später
Der letzte Angeltag lag vor uns. Die Pokale schienen vergeben
zu sein und in Punkto längster Leng schienen für Hauke alle Würfel gefallen zu
sein! Mit einem Fisch von 1,46m braucht man sich auch nicht zu verstecken ( zum
Verständnis: wir sind da schon eine sehr ehrgeizige Truppe, der Erfolg wird
natürlich jedem gegönnt. Einen Pokal möchte aber jeder gern mit nach Hause
nehmen).
Wir fuhren also gegen halb zehn aufs Wasser, wollten bis um
13:00 fischen, um noch genügend Zeit für Bootsreinigung und Packen zu haben.
An unserer so heiß geliebten Stelle schien das Angeln unmöglich.
Trotz
1000g Blei war da nix zu halten. Das GPS zeigte 3,2 kn an und alle waren sich
einig: Vergiß es!!
Wir fuhren ein wenig unter Land. Hier verlief die Drift
ganz anders, auch das erschien uns nicht gerade als "lengförderlich".
Beim
Blick aufs GPS fiel uns eine langgezogene Unterwassernase in ca 140m Wassertiefe
auf, und von Wind und Strömung gesehen drifteten wir genau über diese
Stelle.
Wir wagten einen Versuch...steinig....abfallend....perfekt!
Ein
zupfen an Klaus seiner Rutenspitze verriet den ersten Biss des Tages. Vehemennt
wurde die Rute gen Wasseroberfläche gezogen, der Anhieb ging wie in einen Fels
und Klaus mußte sich zwangsläufig wieder setzen: " Der ist besser, kein
Krepel!"
Yes! Das war es was wir hören wollten...sind die 1,46m noch zu
schlagen???
"Der hat bestimmt einsfuffzig..." die Spannung stieg!
Der
Fisch nahm nach einigen Metern pumpen Schnur und schwamm wieder zurück zum
Grund, das waren Anzeichen eines kapitalen Lengs!!
Nach ca. 25 Minuten war es
geschafft, gut 30m vom Boot entfernt tauchte ein Fisch auf, der uns alle
Aufschreien ließ.
Jan und Hauke die weiter weg entfernt fischten hörten das
natürlich. Auch Sie ahnten sofort das hier eine Granate das Boot von innen
besichtigte!
Ein genaues vermessen ergab exakt 1,50m Länge und
18kg.
Zu unserem Erstaunen spuckte der Leng an Bord einen Seelachs von 65cm
aus, der zwar schon anverdaut war, jedoch immer noch "zuckte".
Ein
Makrelenfilet wurde Ihm zum Verhängnis und uns wurde klar das diese Fische, wenn
sie im Fressrausch sind, alles nehmen was serviert wird!
Klaus fing an
diesem Tag seinen größten Leng überhaupt und gewann damit auch den Pokal für den
größten Leng!
An dieser Stelle Klaus, ein dreifaches Petri Heil von uns
allen!!
Ich hab auch noch ein paar Bilder, Klaus mit seinem schönen Leng

im Hintergrund sieht man Ulf mit dem 65er Köhler in der
Hand, welcher noch zuckte
und hier nochmal der Fisch in
Nahaufnahme, mit dem Köhler daneben, damit hat sich dann wohl auch die Frage
nach den Ködergrössen für grosse Lengs erledigt....lediglich mit der Beköderung
wirds schwer


mein persönlicher Abschluß an diesem letzten Tage maß
95cm...

Karsten mit Beutezug!!!!

tja und so sehen Sieger aus....

Klaus räumte mit seinen drei metrischen ordentlich ab, und
Ingo

erhielt immerhin für den grössten Lumb einen "Siegerpokal"
Habe noch paar Bilder gefunden, die ich Euch nicht
vorenthalten möchte:
Ulf mit zwei feisten Lumben,
gefangen am Doppelhakensystem auf einen Köder!!!
Seeteufel, gefangen vom Ufer. Der
Kleine durfte nach kurzem Fotoshoot wieder schwimmen!
Schöne Lumben
Rotbarsch
gemischte Räuchertonne: Lumb,
Rotbarsch, Makrele, Pollack?
Ein letztes
Frühstück
DER POKAL IST WEG !! Aber 2010....da hole ich mir den Pott
Hauke Loof und Ingo Wolf
| < Zurück | Weiter > |
|---|

Kommentare
Vielen Dank für s positive Feedback!
@bachi74: Wir waren untergebracht in Breidvik, nähe Rutledal!Dies ist der Bereich, wo der Sognefjord aus seiner gigantischen Tiefe von ü 1200 Meter Wassertiefe auf erreichbare (fischereibare) Tiefe ausebbt! Falls Du noch mehr Infos brauchst, schreib mir (SteinbitIII) doch einfach ne PN!
Gruß, Hauke
Ihr habt echt GEILE Fisch gefangen. Ich fahre dieses Jahr auch an den Sognefjord. Ich bin aber nicht in Breidvik untergebracht sondern in "Feriehytte r Hjartholm". Vielleicht werde Ich auch so einen GEILEN Fisch fangen wie ihr es getan habt.
WEITERHIN PETRI HEIL WÜNSCHT:
TOBI
wo am Sogne wart ihr genau, wir fahren Ende August nach Bjordal, ziemlich in der Mitte des Fjords.
Vieleicht könnt Ihr uns mal eine paar Tips zu den Ködern bzw. zu den Montagen geben. Wir sind Meeresanfänger ( bis jetzt nur auf Wels spezialisiert).
Über eine paar Tipps würden wir uns sehr freuen.
Petri Heil!
Die Wallerknaller