Ausgabe Mai 2012

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    Molva Molva Sognefjord

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    Molva Molva Sognefjord

    anzeige_geoff-anderson_50x5.jpgDieses mal gab es keine Ausreden mehr, zu oft schon sind unsere mehr oder weniger absolvierten "Männertouren" wg. des nicht vorhandenen Zielfisches gescheitert. O.k, natürlich gabs auch schon mal einen Leng ü 1m und auch Lumb an der 90er Marke, nur gab es auch tagelange Flauten, sei es nun ob der falschen Jahreszeit , der Stellenauswahl oder an dem eigenen Unvermögen, ich weiß es nicht.....
    Nun aber sollte es (musste) klappen!!!!
    Als Datum hatten wir uns auf Mitte September geeinigt, somit gabs schon mal keine Ausreden mehr, falls dieses Vorhaben in die Hose geht , es läge an der Jahreszeit.....
    Und als Ziel kam für uns der tiefste aller Fjorde in Anbetracht, der Sognefjord, hier mussten die dicken Molvas hausen, von denen wir träumten.....
    Und diese Fische sollten jeden Tag gezielt befischt werden, mit Kiloschweren Bleien, halben,ganzen Köderfischen und Tiefen ab 100-bis zu 400m...alles andere blieb zuhause!!!!das ist kein Kinderspiel...die Spinnrute diente nur morgens ne halbe Std. zur Köderbeschaffung...

    Organisator Lumbpumper 70 hatte letztes Jahr in unserer Truppe für Aufsehen gesorgt, mit schönen Fischen bis ü 1,40m und zweistelligen Lumben, und ich selber konnte mich schon an so manchen Bericht hier im Board u.a. von Debilofant oder auch Meeresangler Schwerin ergötzen, die zeigten, welches Potenzial dieser Fjord beherbergt....

    Nun ging es los, wir sechs.....



    mit mir eingeschlossen betraten am 13.09 das erste mal die guten Boote! 17,5 Fuß und 16 Fuß, mit ordentlichen Motoren waren allemal ausreichend, zumal die ausgesuchten Plätze keine 20 Bootsminuten entfernt waren.....



    Lengangler Ingo wartete keine 10 Minuten am ersten 150 Meter Unterwasserberg, als seine 50 LBS Sportex durch leichtes Zuppeln nervös wurde....mir schwahnte schon böses, ob der Teebeutel, welche sich ja auch an ganzen Fischen und 10/0 Haken keine Blöße gaben, zum Vorschein kam aber dann wider Erwarten ein blauer, zwar ein Zwerg aber schon ein kleines Zeichen zudem, was an diesem Tage noch kommen sollte



    wir hatten unser Nachbarboot für ein,zwei Std. aus Sichtkontakt verloren, als es wieder auf Sichtweite war, starteten wir erste Kontakte mit unseren mitgebrachten Handfunkgeräten (aus dem Supermarkt für 20€, aber erstklassik)
    Unsere Gesichter wurden mit einem mal ziemlich lang als Jan (Lumbpumper 70) uns mitteilte: "Jungs, ich hab einen richtig guten Leng im Boot, der hat über 1,40m" Auweia, und das am ersten Tag....., aber es kam noch dicker als er kurz danach verkündete:"Ach ja, und noch ein blauer, ca. 1,10m......"

    Schweigen auf unserem Boot, aber dann kam dicke Freude auf
    Jan, Du bist wahnsinnig, und das am ersten Tag. Der hatte richtig einen vorgelegt. Später am Steg konnte wir die ersten grossen Leng bestaunen....










    Das war ganz großes Kino, der gepiercte hatte richtig gute Fische vorgelegt,der Leng hatte über 16 Kilo, der Blaue durchschlug auch die 10Pfd. Marke und der Abend wurde feucht!!!!
    Bilder sagen mehr als Worte Skoll!!!!









    Der Sogne hatte ein erstes Zeichen gesetzt, welches Potenzial in ihm steckt!!!!
    Wir waren beeindruckt auf das, was da noch die nächsten 10 Tage kommen möge!!!!!

    Die folgenden Tage glichen einander...gegen 7:30 aus den Betten, Frühsport ( es erinnerte mich sehr stark an frühere Ferienlager!), ein Teil der Bande bereitete das Frühstück zu, welches dann auch sehr üppig ausfiel! An dieser Stelle, Karsten...danke für die Pilze mit Rührei und Speck!

    Gut gestärkt ging es dann in die Boote, Abfahrt Richtung Untiefe und fix paar Makrelen gezuppelt:




    Am gegenüberliegenden Ufer des Sognefjord fiel uns anhand unserer Seekarte eine Stelle auf, die förmlich nach Fisch roch. Da auf unserer Seite der Wind das Fischen fast nicht zuließ, setzten wir kurzerhand über und wurden dann mit schönen Lumb bis 13 Pfund belohnt!






    Vor der Überfahrt verfinsterte sich der Himmel und bot uns einen fantastischen Anblick! Der Sognefjord öffnete sich uns und es entstanden diese wunderschönen Fotos:





    Da dieser Trip ja aber als ein interner Grosslengcup gelten sollte, konzentrierten wir uns eher dann wieder auf andere Bereiche, auch wenn an diesen Lumbstellen auch teilweise mit Leng zu rechnen war wie dieser fast metrische Blaue, übrigens mein erster zugleich



    also fuhren wir wieder andere "heisse" Ecke an, wo wir store Molva Molva vermuteten, das Areal am Sogne ist allerdings zu groß, um es nur gezielt an einer Stelle zu probieren, darum wurden wir dann auch wieder fündig an Stelle von schönen Lengs, wie an diesem Tage von1,05m 1,15 und mein Personal Best von 1,46m und 14,5 Kilo
    Die Unterströmung war an diesem Tage teilweise so stark, daß mit nem Kilo nichts zu halten, und wir wie bei meinem Leng, dem Fisch entgegen fahren mussten....







    [url=http://imageshack.us][/URL





    das man in Norwegen nicht mit zu grossen Ködern fischen kann, sollten auch folgende Bilder beweisen, Köder Pollack von 45cm und gefangener Fisch ein Lumb von 65cm....
    ganz schön gefräßig die Jungs da unten.....





    Diese Tour hatte sich vollends ausgezahlt, wurden doch in diesen Tagen schon so tolle Fische gefangen.
    Teilweise war es aber auch nicht einfach, so kam es in diesem Revier auch stundenlang zu Fresspausen, welche sich dann bei auflaufenden Wasser bzw. ablaufenden Wasser mit Einsetzen von Strömung zu teilweise Fresskapaden änderte...
    dann wurden wieder tolle Fische gefangen, wie an diesem Tage, wo wir innerhalb kürzester Zeit mit 3 tollen Fischen belohnt wurden. Leng 1,25 1,27 und dazu mein Blaulenleng Personal Best von 1,16m und 5,5kg. Lengangler Ingo toppte sein Norwegen Personal Best auf 1,25 und exakt 10kg, was für ein toller Angeltag





















    Nicht zu vergessen dennoch die tollen Lumbs, welche fast wurmfrei in Gewichten wie dieser von ca. 4 Kilo vehemment auf unsere Köderfische bissen



    wir alle hatten in den vergangenen Norwegenjahren viel erlebt und gesehen, aber Tiefseeangeln auf diesem Niveau, das war für uns auch die Krönung in diesem Urlaub. Die nächsten zwei Tage wurde es etwas schwierig mit dem Fischen jenseits der angepeilten 150 Metermarke, drum ließen wir es ein bisschen locker angehen, der letzte Tag allerdings sollte uns aber nochmal ins Staunen bringen, dazu später

    Der letzte Angeltag lag vor uns. Die Pokale schienen vergeben zu sein und in Punkto längster Leng schienen für Hauke alle Würfel gefallen zu sein! Mit einem Fisch von 1,46m braucht man sich auch nicht zu verstecken ( zum Verständnis: wir sind da schon eine sehr ehrgeizige Truppe, der Erfolg wird natürlich jedem gegönnt. Einen Pokal möchte aber jeder gern mit nach Hause nehmen).

    Wir fuhren also gegen halb zehn aufs Wasser, wollten bis um 13:00 fischen, um noch genügend Zeit für Bootsreinigung und Packen zu haben.
    An unserer so heiß geliebten Stelle schien das Angeln unmöglich.
    Trotz 1000g Blei war da nix zu halten. Das GPS zeigte 3,2 kn an und alle waren sich einig: Vergiß es!!
    Wir fuhren ein wenig unter Land. Hier verlief die Drift ganz anders, auch das erschien uns nicht gerade als "lengförderlich".
    Beim Blick aufs GPS fiel uns eine langgezogene Unterwassernase in ca 140m Wassertiefe auf, und von Wind und Strömung gesehen drifteten wir genau über diese Stelle.
    Wir wagten einen Versuch...steinig....abfallend....perfekt!
    Ein zupfen an Klaus seiner Rutenspitze verriet den ersten Biss des Tages. Vehemennt wurde die Rute gen Wasseroberfläche gezogen, der Anhieb ging wie in einen Fels und Klaus mußte sich zwangsläufig wieder setzen: " Der ist besser, kein Krepel!"
    Yes! Das war es was wir hören wollten...sind die 1,46m noch zu schlagen???
    "Der hat bestimmt einsfuffzig..." die Spannung stieg!
    Der Fisch nahm nach einigen Metern pumpen Schnur und schwamm wieder zurück zum Grund, das waren Anzeichen eines kapitalen Lengs!!
    Nach ca. 25 Minuten war es geschafft, gut 30m vom Boot entfernt tauchte ein Fisch auf, der uns alle Aufschreien ließ.
    Jan und Hauke die weiter weg entfernt fischten hörten das natürlich. Auch Sie ahnten sofort das hier eine Granate das Boot von innen besichtigte!







    Ein genaues vermessen ergab exakt 1,50m Länge und 18kg.
    Zu unserem Erstaunen spuckte der Leng an Bord einen Seelachs von 65cm aus, der zwar schon anverdaut war, jedoch immer noch "zuckte".
    Ein Makrelenfilet wurde Ihm zum Verhängnis und uns wurde klar das diese Fische, wenn sie im Fressrausch sind, alles nehmen was serviert wird!

    Klaus fing an diesem Tag seinen größten Leng überhaupt und gewann damit auch den Pokal für den größten Leng!
    An dieser Stelle Klaus, ein dreifaches Petri Heil von uns allen!!

    Ich hab auch noch ein paar Bilder, Klaus mit seinem schönen Leng



    im Hintergrund sieht man Ulf mit dem 65er Köhler in der Hand, welcher noch zuckte
    und hier nochmal der Fisch in Nahaufnahme, mit dem Köhler daneben, damit hat sich dann wohl auch die Frage nach den Ködergrössen für grosse Lengs erledigt....lediglich mit der Beköderung wirds schwer



    mein persönlicher Abschluß an diesem letzten Tage maß 95cm...



    Karsten mit Beutezug!!!!



    tja und so sehen Sieger aus....



    Klaus räumte mit seinen drei metrischen ordentlich ab, und Ingo



    erhielt immerhin für den grössten Lumb einen "Siegerpokal"

    Habe noch paar Bilder gefunden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:



    Ulf mit zwei feisten Lumben, gefangen am Doppelhakensystem auf einen Köder!!!




    Seeteufel, gefangen vom Ufer. Der Kleine durfte nach kurzem Fotoshoot wieder schwimmen!




    Schöne Lumben



    Rotbarsch




    gemischte Räuchertonne: Lumb, Rotbarsch, Makrele, Pollack?






    Ein letztes Frühstück



    DER POKAL IST WEG !! Aber 2010....da hole ich mir den Pott

     

    Hauke Loof und Ingo Wolf

    Kommentare 

     
    0 #1 Stefan Witteborg 2008-11-05 08:52
    Schöner Bericht...danke dafür...
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    0 #2 bacalo 2008-11-05 12:33
    zu dem Erlebten und Danke für´s berichten.
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    0 #3 HARDY 2008-11-06 20:35
    Einfach nur geile Lengbilder!!! Klasse!!! Bei der Tour wäre ich gerne dabei gewessen!!!
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    0 #4 bachi74 2008-11-08 09:00
    Klassebilder!!! Wollen nächstes Jahr nach langer Pause mal wieder an den Sognefjord. Wo ward Ihr denn genau??
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    0 #5 Hauke Loof 2008-11-11 13:51
    Hallo!
    Vielen Dank für s positive Feedback!
    @bachi74: Wir waren untergebracht in Breidvik, nähe Rutledal!Dies ist der Bereich, wo der Sognefjord aus seiner gigantischen Tiefe von ü 1200 Meter Wassertiefe auf erreichbare (fischereibare) Tiefe ausebbt! Falls Du noch mehr Infos brauchst, schreib mir (SteinbitIII) doch einfach ne PN!
    Gruß, Hauke
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    0 #6 Tobias Rasche 2009-06-05 17:48
    Hi, was geht?
    Ihr habt echt GEILE Fisch gefangen. Ich fahre dieses Jahr auch an den Sognefjord. Ich bin aber nicht in Breidvik untergebracht sondern in "Feriehytte r Hjartholm". Vielleicht werde Ich auch so einen GEILEN Fisch fangen wie ihr es getan habt.
    WEITERHIN PETRI HEIL WÜNSCHT:
    TOBI
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    0 #7 WK1 2010-02-26 21:29
    Hallo Meterknacker,
    wo am Sogne wart ihr genau, wir fahren Ende August nach Bjordal, ziemlich in der Mitte des Fjords.
    Vieleicht könnt Ihr uns mal eine paar Tips zu den Ködern bzw. zu den Montagen geben. Wir sind Meeresanfänger ( bis jetzt nur auf Wels spezialisiert).
    Über eine paar Tipps würden wir uns sehr freuen.

    Petri Heil!

    Die Wallerknaller
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