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Ausgabe Januar 2018

Am Haken: Gut, besser, Profi??

Am Haken

VORSICHT: satirisch, sarkastisch, politisch unkorrekt, überzogen!!

Wer dies nicht für richtig hält oder meint dies nicht ohne Schaden überstehen zu können, sollte nicht weiterlesen!

 

Gut, besser, Profi??

Angeln ist ein Hobby, eine Leidenschaft. "Professionell" etwas nachgehen kann dabei zwei Bedeutungen haben: 
1.:
Man macht es ALS Profi.
 
2.:
Man macht es WIE EIN Profi
 
 
Bei Fall 1 heisst das schlicht, dass jemand das Hobby zu Beruf gemacht hat. Sei es als Händler, Guide, Schreiber oder auch in der Angelreisebranche.
 
anzeige_pitsangelreisen_50x.jpgDas bedeutet, derjenige verdient am Ende sein Geld eben - wenngleich oft indirekt - mit "Angeln".
 
 Der "Profi" schiesst sich meist auf bestimmte Arten, Methoden oder Zielgebiete ein. Damit kann er dann seine Angelmethoden entsprechend verfeinern. Hat er zudem das Glück auch Zeit zum Angeln zu haben, bleiben natürlich Erfolge nicht aus.
 
Diese kann er dann medial, sei es in Zeitschriften, über das Internet oder sonstwie publizieren und sich als "Experte" oder "Profi" feiern lassen. Und daraus für sein eigentliches Geschäft dann den Profit generieren (sei es nun Gerätehandel, Angelreisen oder Guiding).
 
Daran ist zunächst mal nichts verwerfliches. Und es gibt viele solcher "Profis", die das Angeln durch ihre Arbeit wirklich weiter gebracht haben. Meist handelt es sich bei diesen "seriösen" Profis um "ältere Semester", welche das Angeln noch von Grund auf gelernt haben. Alle Methoden, alle Fischarten, alle Gewässer. Und da von einem breiten Erfahrungsschatz profitieren. So können sie Erkenntnisse von einer Methode zur anderen transferieren und so  auch das Angeln weiter etnwickeln.
 
Weder Boilies noch Gummiköder, weder geflochtene Schnur noch die Verwendung von Kohlefaser bei Ruten wäre ohne solche "Profis" denkbar.
 
 
Es gibt aber auch noch die "neuen" Profis und Experten.  Junge, "mopderne" Angler, die Zeit haben um am Wasser zu sein, die nicht mit den Grundlagen angefangen haben sondern gleich mit der von Eltern oder Opa und Oma finanzierten Super - Boilieausrüstung im 2 Hektar Teich den wohlbekannten Großkarpfen zum xten Mal gefangen haben.
 
 
Oder auch diejenigen, die zwar noch nie einen alten "Blinker" an der Schnur hatten, aber  Dropshotmontagen scheinbar schon mit der Muttermilch eingesogen haben. Und dank guter Gewässer in der Nähe dann auf bestimmte Fische auch erfolgreich sind. 
 
Da die Medien immer wieder Neues brauchen, werden auch solche "Profis" gerne "aufgebaut". Und dumm wäre dann der, der das nicht nutzen würde....
 
Wenn dann aber als neueste Innovation verkauft wird, dass man den Bleikopf ein Gramm schwerer (oder auch leichter) wählt, der Knoten der Karpfenmontage links rum geknüpft besser hält als rechtsrum,  dann wirds doch eher "seltsam"...
 
 
Und eigentlich, seien wir doch ehrlich,  sind diese "Profis" doch arme Schweine. Die können gar nicht mehr "einfach angeln" gehen, die MÜSSEN immer dabei im Hinterkopf haben, für ihr jeweiliges Team, Firma oder Zeitschrift "Erfolge" abliefern zu müssen. Kein Wunder, dass solche "Profis" oft recht einseitig unterwegs sind.
 
 
Im Gegensatz dazu die Angler aus dem genannten Fall 2:
Auch die wollen fangen, beschränken sich aber nicht auf  bestimmte Methoden, Arten oder Gewässer, um möglichst "medienwirksam" erfolgreich zu sein. 
 
Sie wollen für sich selber erfolgreich sein. 
 
Je nach Jahreszeit, Gewässer und Bedingungen wird da ein solcher "Allrounder" dann versuchen seine Fische zu fangen - ohne aber dass es ein Weltuntergang wäre, wenn es auch mal schief geht. Er hat ja keine Termine für Firma oder Zeitschrift zu beachten..
 
 
Ich wünschte mir mal einen Wettkampf zwischen Profis der oben beschriebenen Kategorie 1 und 2..
 
 
An einem Gewässer aussetzen, das sie sich dann selber erarbeiten müssen. Ohne Hilfe von außen, 3 Tage "weggesperrt"...
 
 
Sicherlich würde  da der eine oder andere Profi, der mit Angeln sein Gelöd verdient, alt aussehen gegen einen "Allrounder" aus der Masse der Angler.....
 
 
Und genauso sicher würde mancher Angler staunen, was ein wirklicher Profi zustande bringen kann auch an einem unbekannten Gewässer.
 
Gerade  weil auch immer gerne auf "Profis" eingeprügelt wird. Nach dem Motto "wenn ich das alles bezahlt bekommen würde so wie der, würde ich auch so viel fangen...."
 

 

Euer Kay Hai

 

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