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Ausgabe Januar 2018

Neue Fragen zur Fusion

Neue Fragen zur Fusion

Wir hatten die Präsidenten der beiden jetzt existierenden Anglerverbände, Herrn Mohnert vom VdSF und Herrn Markstein vom DAV, in einem offenen Brief darum gebeten, Fragen zu beantworten, die viele Angler beschäftigen, seit die Fusion im Raum steht.

Unsere Fragen:
Offener Brief an DAV und VdSF, mit der Bitte um Antwort

Die Antworten:
Antworten auf unseren offenen Brief an die Verbände

Bei aller öffentlich bekundeten Gemeinsamkeit und dem Willen zur Fusion ergibt sich aus diesen Antworten aber eine neuer Fragenkomplex.

Ohne jede Wertung kann man bei durchlesen der Antworten feststellen, dass sich bei wirklich grundsätzlichen Fragen die Einstellungen der beiden Präsidenten fundamental widersprechen.

Im Sinne einer offenen, transparenten Begleitung der möglichen Fusion haben wir daher den Präsidenten die folgenden Fragen geschickt, um zu erfahren, welche der von den Präsidenten genannten Ansichten und welche Art der Politik für Angler da nach einer Fusion mit einem gemeinsamen Verband nun real angestrebt werden wird.


Zitat:

Sehr geehrter Herr Mohnert, sehr geehrter Herr Markstein,

wir bedanken uns für die Beantwortung unserer Fragen zur geplanten Fusion, welche die jeweiligen Positionen in den jetzigen Bundesverbänden eindrucksvoll und eindeutig klarmachen.

Bei Gegenüberstellung der Antworten fallen uns jedoch Positionen auf, die sich in unseren Augen gegenseitig ausschliessen.

Zur Klärung der Position eines zukünftig gemeinsamen Verbandes würden wir Sie daher bitten, konkret Stellung zu nehmen, wie sich ein zukünftig gemeinsamer Verband zu den folgenden Punkten verhalten sollte.

Und vor allem wie da der aktuelle, gemeinsame Stand der Verhandlungen zu den einzelnen Punkten ist.

Gerade auch in Anbetracht dessen, dass die 12er-Kommission aufgelöst wurde, obwohl augenscheinlich noch viele Fragen offen sind.

 

1.:
Während Herr Markstein für den DAV sowohl in seiner Antwort jetzt wie auch in vorherigen Veröffentlichungen klar darstellt, dass er in seiner Verbandsarbeit die Interessen aller Angler - auch nichtorganisierter - soweit als möglich berücksichtigen will, macht Herr Mohnert für den VdSF klar, dass er es sogar für rechtswidrig hält, Wünsche oder Anregungen nichtorganisierter Angler auch mit einzubeziehen.

Beides klare und nachvollziehbare Positionen.

Welche dieser Positionen wird da in einem gemeinamen Verband Gültigkeit bekommen, wie ist da der momentane Stand der Verhandlungen?


2.:
Während Herr Markstein für den DAV betont, dass sich ein gemeinsamer Bundesverband auch dafür einsetzen sollte, dass in allen Ländern der Zugang zum Angeln erleichtert wird, sagt Herr Mohnert für den VdSF, dass dies ausschliesslich Sache der Landesverbände sei. Und seitens des Bundesverbandes höchstens bei Nachfrage der Landesverbände reagiert werden sollte.

Beides klare und nachvollziehbare Positionen.

Welche dieser Positionen wird da in einem gemeinamen Verband Gültigkeit bekommen, wie ist da der momentane Stand der Verhandlungen?


3.:
Das selbe gilt für weitere restriktive Regelungen in den Ländern (Setzkescher, Rückwurfvebot, Nachtangeln etc.), bei denen sich Herr Mohnert für den VdSF nicht einmischen will, sondern das den jeweiligen Landesverbänden überlassen.

Herr Markstein dagegen sagt für den DAV, dass es auch Aufgabe des zukünftigen Bundesverbandes sein soll, zu helfen, solche restriktiven Gesetze in den Ländern rückgängig zu machen.

Beides klare und nachvollziehbare Positionen.

Welche dieser Positionen wird da in einem gemeinamen Verband Gültigkeit bekommen, wie ist da der momentane Stand der Verhandlungen?


4.:
Stimmt folgende Information:
Die gemeinsam entworfene neue Satzung und der Verschmelzungsvertrag, in dem auch das neue gemeinsame Präsidium mit zur Abstimmung gestellt wird, werden nach Beratungen in den jeweiligen Landesverbänden zeitgleich auf Versammlungen von beiden Bundesverbänden abgestimmt und bei Annahme ist dann die Fusion vollzogen?

Falls nein, wie soll die Fusion dann in der Praxis ablaufen?


5.:
Würden Sie uns nach Fertigstellung der Satzung und des Verschmelzungsvertrages noch vor der eigentlichen Abstimmung diese zur Information der Angler zum veröffentlichen zukommen lassen?
Immerhin sind ca. 70% unserer Mitglieder organisierte Angler, die man auf diese Weise dann einfach und verbandsübergreifend informieren könnte..


6.:
Ist auf Grund der Unterschiede in Intention und praktischer Auslegung dieser obigen grundsätzlichen Fragen (1 - 3) eine Fusion zum jetzigen Zeitpunkt im angedachten Zeitplan überhaupt noch realistisch umzusetzen?


Wir würden uns freuen, wenn Sie uns diese Fragen beantworten könnten.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas Finkbeiner

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