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Sehr geehrter Herr Mohnert, sehr geehrter Herr Markstein,
wir
bedanken uns für die Beantwortung unserer Fragen zur geplanten Fusion, welche
die jeweiligen Positionen in den jetzigen Bundesverbänden eindrucksvoll und
eindeutig klarmachen.
Bei Gegenüberstellung der Antworten fallen uns
jedoch Positionen auf, die sich in unseren Augen gegenseitig
ausschliessen.
Zur Klärung der Position eines zukünftig gemeinsamen
Verbandes würden wir Sie daher bitten, konkret Stellung zu nehmen, wie sich ein
zukünftig gemeinsamer Verband zu den folgenden Punkten verhalten sollte.
Und vor allem wie da der aktuelle, gemeinsame Stand der Verhandlungen zu
den einzelnen Punkten ist.
Gerade auch in Anbetracht dessen, dass die 12er-Kommission aufgelöst wurde, obwohl augenscheinlich noch viele Fragen offen sind.
1.:
Während Herr Markstein für den
DAV sowohl in seiner Antwort jetzt wie auch in vorherigen Veröffentlichungen
klar darstellt, dass er in seiner Verbandsarbeit die Interessen aller Angler -
auch nichtorganisierter - soweit als möglich berücksichtigen will, macht Herr
Mohnert für den VdSF klar, dass er es sogar für rechtswidrig hält, Wünsche oder
Anregungen nichtorganisierter Angler auch mit einzubeziehen.
Beides klare
und nachvollziehbare Positionen.
Welche dieser Positionen wird da in
einem gemeinamen Verband Gültigkeit bekommen, wie ist da der momentane Stand der
Verhandlungen?
2.:
Während Herr Markstein für den DAV
betont, dass sich ein gemeinsamer Bundesverband auch dafür einsetzen sollte,
dass in allen Ländern der Zugang zum Angeln erleichtert wird, sagt Herr Mohnert
für den VdSF, dass dies ausschliesslich Sache der Landesverbände sei. Und
seitens des Bundesverbandes höchstens bei Nachfrage der Landesverbände reagiert
werden sollte.
Beides klare und nachvollziehbare
Positionen.
Welche dieser Positionen wird da in einem gemeinamen Verband
Gültigkeit bekommen, wie ist da der momentane Stand der
Verhandlungen?
3.:
Das selbe gilt für weitere restriktive
Regelungen in den Ländern (Setzkescher, Rückwurfvebot, Nachtangeln etc.), bei
denen sich Herr Mohnert für den VdSF nicht einmischen will, sondern das den
jeweiligen Landesverbänden überlassen.
Herr Markstein dagegen sagt für
den DAV, dass es auch Aufgabe des zukünftigen Bundesverbandes sein soll, zu
helfen, solche restriktiven Gesetze in den Ländern rückgängig zu
machen.
Beides klare und nachvollziehbare Positionen.
Welche
dieser Positionen wird da in einem gemeinamen Verband Gültigkeit bekommen, wie
ist da der momentane Stand der Verhandlungen?
4.:
Stimmt
folgende Information:
Die gemeinsam entworfene neue Satzung und der
Verschmelzungsvertrag, in dem auch das neue gemeinsame Präsidium mit zur
Abstimmung gestellt wird, werden nach Beratungen in den jeweiligen
Landesverbänden zeitgleich auf Versammlungen von beiden Bundesverbänden
abgestimmt und bei Annahme ist dann die Fusion vollzogen?
Falls nein,
wie soll die Fusion dann in der Praxis ablaufen?
5.:
Würden
Sie uns nach Fertigstellung der Satzung und des Verschmelzungsvertrages noch vor
der eigentlichen Abstimmung diese zur Information der Angler zum veröffentlichen
zukommen lassen?
Immerhin sind ca. 70% unserer Mitglieder organisierte
Angler, die man auf diese Weise dann einfach und verbandsübergreifend
informieren könnte..
6.:
Ist auf Grund der Unterschiede in
Intention und praktischer Auslegung dieser obigen grundsätzlichen Fragen (1 - 3)
eine Fusion zum jetzigen Zeitpunkt im angedachten Zeitplan überhaupt noch
realistisch umzusetzen?
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns diese
Fragen beantworten könnten.
Mit freundlichen Grüßen, Thomas Finkbeiner
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