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Ausgabe Januar 2018

Rezept des Monats: Trüffelnudeln mit Fischstreifen

Trüffelnudeln mit Fischstreifen

Normalerweise halt eich mich bei Rezeptvorschlägen immer an das, was sich jeder wirklich leicht besorgen und auch einfach verarbeiten kann.  Wie im Leben,so gibts aber auch im kulinarischen immer wieder "Highlights", gerade auch für mich als gelernter Küchenmeister.

 

So bekam ich von einem  befreundeten Kollegen etwas frischen, schwarzen Trüffel.  Da sich das zeitlich mit einem der wenigen Tage deckte, an denen ich nicht nur am Wasser sein konnte, sondern auch zwei schöne Küchenbarsche fing, war da das Abendessen dann schnell konzipiert.

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Auch wenn ich fast immer - auch bei meinen Kochkursen - darauf achte, den Menschen zu zeigen wie einfach man eigentlich kochen kann und dass man vieles nicht so kompliziert machen muss, wie man es aus der klassischen Küche kennt, wenn man so edle Produkte wie Trüffel und dazu frisch gefangenen Barsch hat, dann kehrt man doch wieder zu eher klassischen Küche zurück.

 

Im Falle von Trüffeln heisst das, nicht mit Fett - in dem Fall Butter und Sahne - zu sparen.

 

Da ich immer etwas Fischfond eingefroren habe, ist es auch kein Problem,  daraus schnell eine feine Sahnesoße herzustellen, als flüssig- samtene Umhüllung für die Nudeln und Grundlage für die Trüffeln.  

 

Während also im einen Topf der Fischfond leicht köchelnd reduzierte,  schwitzte ich im anderen Schalotten glasig in ordentlich Butter an, um das mit einem Schuss Weisswein und Wermut abzulöschen. Das wird dann mit etwas süßer Sahne und Creme fraiche auch einreduziert, bis man eine schöne samtige Konsistenz erhält. Dazu gibt man dann den reduzierten Fischfond, schmeckt  mit Salz und (ncht zu wenig) Pfeffermühle ab und stellt dann diese feine Rahmsoße zur Seite.

 

Man stellt das Salzwasser für die Nudeln auf, gleichzeitig die Pfanne für die Streifen aus den Barschfilets zum braten. Die wenigsten werden einen Trüffelhobel zu Hause haben, auch ich nicht. Aber man kann die Trüffel mit einem scharfen Messer in dünnstmögliche Streifen schneiden und parat stellen.

 

Die Nudeln kocht man bißfest im Salzwasser ab,  und gibt sie nach dem abgießen ohne sie "abzuschrecken" direkt in die Soße und lässt sie kurz durchkochen. Das schwierige ist nun, die Garzeit der Barschsrteifen so hinzukriegen, das sie optimal, nur mit etwas Salz gewürzt, in geschmacksneutralem Pflanzenöl ausgebraten werden, so dass sie zeitgleich mit den Nudeln in der Soße fertig sind.

 

So kurz wie möglich vor dem servieren werden dann die Trüffelstreifen  unter die Soße-Nudelmischung gegeben, diese auf Tellern angerichtet und die frisch gebratenen Barschstreifen darüber gegeben.

 

Ein zwar etwas arbeitsaufwendiges Rezept,  bei dem zudem Garzeitpunkte und Arbeitsablauf für ein gutes Ergebnis stimmen müssen, aber ein absoluter kulinarischer Toppgenuss!!!

 

Bevor jetzt aber alle losrennen um sich die (leider teuren!) Trüffel zu besorgen:

Man kann das Ganze auch sehr schmackhaft in gleicher Zubereitungsweise zum Beispiel mit frischen Steinpilzstreifen machen, um Zeit- und Arbeitsablauf zu trainieren..

 

Kriegt man das dann wirklich alles sicher hin, dann lohnt es sich wirklich mal, das teure Geld für die edlen Trüffel auszugeben...

 

In diesem Sinne:

Erst die Arbeit, dann das kulinarische Vergnügen....

Thomas Finkbeiner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare 

 
0 #1 nobody041 2012-09-07 09:28
Hört sich gut an, werde ich mal ausprobieren
 


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