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Ausgabe November 2017

Fortuna, du launische - statt kein Karpfen auch kein Waller...

Fortuna, du launische - statt kein Karpfen auch kein Waller...

 

Am Samstag war ich wieder mal an meinen Karpfenplatz, diesmal in der Frueh, 2 Tage wurde davor angefuettert, ich legte 2 Karpfenruten aus, eine mit Boillie, eine mit Hailbuttpellet und war sehr optimistisch auf einen guten Fang.
Und tatsaechlich, schon nach einer Stunde ein run und ein schoener 9Kg Schuppenkarpfen lag auf der Matte, ein guter Anfang.
anzeige kingfisher 50x100Etwa gegen 9h gabs den zweiten Biss auf Pellet, ich merkte sofort, dass ist kein Karpfen, deutlich waren die typischen Schlaege eines Wallers zu spueren.
Ich konnte ihn relativ leicht ein paar Meter herziehen, wird wohl nicht allzu gross sein, dachte ich. Dann setzte der Fisch zu einer Flucht an und zog unaufhaltsam und immer schneller die Schnur von der Rolle.
Hoppla, doch nicht so klein, dachte ich und sprang ins Boot, um den Fisch entgegen zu fahren, deutlich konnte ich an der Schnur spueren, wie er durch die Schlingpflanze pfluegte.
In der Mitte der Alten Donau war ich schliesslich direkt ueber den Wels, die Rute war zum zerbrechen gebogen, ich hielt mit aller Kraft dagegen. Ploetzlich kam ein grosser Blasenteppich an die Oberflaeche und dann sah ich ihn das erste mal.
Ein Gigant von einen Wels, mindestens 2m lang, eher mehr, im klaren Wasser deutlich unter dem Boot zu erkennen.
Nun zog er mich samt meinen Boot wieder zurueck richtung Ufer, ich versuchte ihn an der kurzen Leine zu halten, trotzdem hingen bereits dicke Krautbueschel an der Schnur, ich rechnete eigentlich jederzeit mit einen Abriss.
Dann zog er auch noch in Richtung eines Gasthausflosses, mir war klar, wenn er es schafft, da drunter zu schwimmen, ist es vorbei.
Ich hielt mit aller Kraft auf Biegen und brechen so gut es mit den Karpfenzeug ging,dagegen und konnte ihn schliesslich stoppen, bereits eine halbe Stunde tobte der Kampf.
Der Fisch steckte jetzt mitten in den Schlingpflanzen. Ich zog mit aller Kraft und tatsaechlich, ein riesiges, weisses Maul kam zum Vorschein, dann loeste sich der Gigant vom Grund und kam langsam nach Oben, dann lag er endlich an der Oberflaeche.
Ich hatte mir schon die Handschuhe angezogen und zog mich vorsichtig an den Riesen heran, nun noch beherzt mit beiden Haenden ins Maul greifen und ins Boot ziehen, dann ist er mein, ein halber Meter noch, gleich habe ich ihn.
Dann reisst das Vorfach.
Zum greifen nahe aber unereichbar liegt er noch einen Augenblick an der Oberflaeche, dann gleitet er langsam davon.
Die Enttaueschung war natuerlich gross aber es war eigentlich ein Wunder, ueberhaubt so weit gekommen zu sein.
Etwa 2 Stunden spaeter zeigte sich meine geliebte Alte Donau doch noch mal von der versoehnlichen Seite und gibt mir einen zweite Chance, doch diesmal ist es der richtige Fisch am richtigen Geraet, nach einen eher kurzen Drill gleitet ein wunderschoehner Schuppenkarpfen in den Kescher, schimmernd wie ein Goldbarren, 21.4Kg zeigt die Waage.
Leider, wie meistens in solchen Faellen, bin ich Alleine, keiner da, der ein schoenes Foto machen koennte, ich mach schnell ein Foto auf der Matte, dann lasse ich ihn wieder schwimmen (Foto kommt noch).
Alles in Allem ein wahnsinns Tag voller Hoehen und Tiefen aber so ist unsere Leidenschafft halt, mal gewinnt man, mal verliert man.
TL
Johannes

Trickyfisher

 



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