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Ausgabe November 2017

Testbericht Quantum Spinnerbaits von davidhecht

Vorbemerkung:
Alle drei Köder wurden an 2 verschiedenen Baggerseen getestet, besonders an kraut-und hindernisreichen Stellen. Die allgemeine Funktion eines Spinnerbaits, also das hängerfreie Führen in Kraut und Hindernissen haben alle drei Baits sehr gut erfüllt.

Die einzelnen Modelle im Detail:

1.Black Cat Spinnerbait 80gr

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Erster Eindruck:

Schwerer Spinnerbait mit massiver Verarbeitung, sehr scharfer Haken der einen sehr stabilen Eindruck macht. Auf den ersten Eindruck scheint dieser Spinnerbait von der Verarbeitung auch für Wallerdrills geeignet zu sein. Die Fransen halten auch bei Zug stabil am Bait.

Praxistest:

Gefischt wurde der Spinnerbait an einer kräftigen Jerkrute in Verbindung mit einer Multirolle. Aufgefallen ist mir, dass der Köder mit seinen 80 Gramm extrem weit fliegt, er hat durch sein Einzelblatt und den kurzen Fransen wenig Luftwiderstand. Allerdings sinkt er unter Wasser auch extrem schnell ab, da das „geteilte“ Spinnerblatt wenig Wasserwiderstand hat. Für meine Zwecke war die Absinkphase zu schnell, da ich diesen Köder langsam in und über Krautbänken anbieten wollte. Dies war nur eingeschränkt möglich.

Das Laufverhalten unterscheidet sich insofern von anderen Spinnerbaits, als dass das Spinnerblatt selber gar nicht großartig rotiert, sondern eher im Zickzack vertikal vom Haken läuft. So ergibt sich eine nicht ganz so monotone Präsentation im Vergleich zu monoton eingekurbelten anderen Spinnerbaits. Ehrlich gesagt war ich jedoch von der Aktion und den Eigenschaften dieses Köders enttäuscht, da ein Spinnerbait in meinen Augen für viel Druck unter Wasser sorgen sollte um die Räuber aufmerksam zu machen. Dieser Köder besticht weder durch kräftige rotierende Spinnerblätter, noch durch ein langes auffälliges Fransenkleid.Dadurch, dass der Köder so schnell sinkt, können auch die Fransen bei einem Spinstopp nicht ihren Reiz ausspielen.

Als Einsatzgebiet für diesen Köder könnte ich mir aufgrund seiner Eigenschaften besonders Fließgewässer vorstellen, wo man aufgrund der Strömung höhere Gewichte, sowie ein schnelles Absinken und nicht zuviel Köderdruck gebrauchen kann. Ich selber würde mir diesen Köder aufgrund seines Laufverhaltens nicht nochmal kaufen. In der gesamten Testphase, konnte ich keinen einzigen Fisch verbuchen und hatte auch keine Nachläufer!



2. Quantum Hecht Spinnerbait 20cm 65gr

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Erster Eindruck:

Schwerer großer Spinnerbait mit großen Doppelspinnerblättern und sehr langen Fransen. Ob der zweite angehängte Haken wirklich sein muss weiß ich nicht, jedoch kann dieser auch einfach entfernt werden. Stabile Einhängeöse, sehr scharfer Haken. Jedoch sind mir schon bei leichter Manipulation einige Fransen rausgefallen, was bei längerer Nutzung ein großer Nachteil sein könnte.


Praxistest:


Auch dieser Köder wurde mit meiner schweren Kombo gefischt. Die Wurfweite ist mit 65gr. Eigengewicht ausreichend, jedoch aufgrund des höheren Luftwiderstands schlechter als beim Black Cat Spinnerbait. Aufgefallen ist mir der extreme Widerstand beim Einholen des Köders. Meine Rute ( Wg.-90Gr. Eher mehr) war schon an ihrer Belastungsgrenze und mein Arm auch! Dieser Spinnerbait ist kein Köder für langes Fischen, das macht bei so einem Widerstand einfach keinen Spaß!
Die langen Fransen in Kombination mit den großen Spinnerblättern führen zu einem verführerischen langsamen Absinken des Köders und bewirken ein längeres Verbleiben im Sichtfenster des Räubers. Allerdings hat sich dieser Köder bei mir ziemlich oft im Stahlvorfach verheddert. Ich hatte zwar einige Nachläufer, aber zugeschnappt hat kein Hecht. Vielleicht auch aufgrund des hohen Angeldrucks, da dieser Köder, in der Testfarbe orange, extrem unnatürlich wirkt.
Die Spinnerblätter drehen sich bei langsamen Zug direkt, das Laufverhalten dieses Köders war absolut zufriedenstellend.
Insgesamt würde ich auch diesen Köder nicht kaufen! Zum einen aufgrund des schnellen Verlustes von Fransen, zum anderen ist ein ermüdungsfreies Fischen mit dem Spinnerbait kaum möglich.

Wer diesen Köder fischen möchte, braucht unbedingt eine schwere Spinnrute, am besten kombiniert mit einer Multirolle, weil die Belastung massiv ist. Als Führungstipp: zwischendurch Spinnstops, die begünstigen das Spiel der Fransen.



3. Quantum Spinnerbait klein

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Erster Eindruck:

Kleiner kompakter Spinnerbait mit Einzelblatt und dicken Fransen. Scharfer stabiler Haken, aufgeklebte Augen.

Praxistest:

Gefischt wurde dieser Spinnerbait an einer leichten Baitcast-Combo. Das Wurfverhalten war, verglichen mit anderen Spinnerbaits, durchschnittlich. Der Spinnerbait läuft gut an und zeigt aber sonst keinerlei Auffälligkeiten im Laufverhalten. Die Fransen halten im Gegensatz zu davor erwähnten Spinnerbait auch bei Manipulation stabil am Köder!

Ich würde ihn als „Standard“-Spinnerbait bezeichnen. Mir ist somit auch nichts besonderes aufgefallen, nichts, weshalb ich genau diesen Spinnerbait kaufen sollte. Im Endeffekt würde nur der Preis hier ein Kaufgrund sein.

Zwar waren die Barsche zu Hauf interessiert am Köder, jedoch konnte ich nur ein einziges kleines Exemplar haken.
Einsatzgebiet dieses Baits sind besonders Barsche, bestimmt aber auch kleine Hechte.


Allgemeine Empfehlungen:

- Spinnstops für ideales Fransenspiel
- Einsatz im Kraut und bei Hindernissen
- Trailer anfügen in den gewünschten Farben für mehr Reize!

Viel Erfolg beim Angeln mit Spinnerbaits und Petri Heil
David



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