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Ausgabe November 2017

Wer lügt? DAFV oder Bundeslandwirtschaftsministerium?

https://www.anglerboard.de/board/showthread.php?t=332832

 

Redaktionell

Vorbemerkung

Es werden sicher schon viele Leser mitbekommen haben, dass wir redaktionell deutlich weniger zum DAFV und seinen Landesverbänden machen.

Wer immer noch nicht begriffen hat, was diese anrichten und wie sie Anglern und dem Angeln schaden, dem helfen auch immer weitere, neue Infos und Fakten nicht.

So bringen wir nur noch etwas um den DAFV und seine Mitgliedsverbände, um alte Dinge abzuschliessen oder wenn etwas besonders "Unglaubliches" passiert, über das man dennoch berichten muss.


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Wer lügt?
DAFV oder Bundeslandwirtschaftsministerium?



Wenn Veröffentlichungen zum gleichen Thema zweier verschiedener Organisationen komplett entgegengesetzte Aussagen haben, MUSS eine davon falsch sein. Die Frage ist da, welche der Institutionen lügt dann? Dieser Frage versuchen wir im Falle des DAFV und des Bundeslandwirtschaftsministeriums nachzugehen.

Ministerium schnell und klar
Da Umweltministerin Hendricks (SPD) ja auf den letzten Drücker noch das Angelverbot in den AWZ durchgedrückt hatten, obwohl schon immer bekannt war, dass Landwirtschaftsminister Schmidt (CSU) dagegen war, fragten wir beim Landwirtschaftsminister nach, wie er zu diesem Erlass in letzter Minute und gegen seinen erklärten Willen stehen würde:
Angelverbote: Anglerboard fragt Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt (CSU)

Wir haben eine Antwortmail aus dem Landwirtschaftsministerium schnell erhalten. Darin war als Anlage auch ein Brief von Minister Schmidt an Ministerin Hendricks. Von dem wir nach journalistischen Gepflogenheiten und nach Absprache mit dem BMEL den reinen Inhalt veröffentlicht haben, nicht aber den Brief als Scan, wie wir ihn zugesandt bekamen, mit Briefkopf, Fuss, etc., wo dann auch die ganzen Kontaktdaten zu erkennen sind.

Dann der DAFV
Umso verwunderter war ich, nachdem der DAFV nach einem Treffen mit Beamten im BMEL, plötzlich den gleichen Brief veröffentlichte. Gegen jede Gepflogenheit komplett mit Kopf und Fuss, einfach eingescannt.

Und vor allem:
Plötzlich sollte das ein "Offener Brief" des BMEL sein, laut DAFV.
So stand es auf der Seite des DAFV und war entsprechend verlinkt auf den beim DAFV hinterlegten Brief inkl. Kopf und Fuss. Und so verschickte der DAFV dies auch an seine Landesverbände in einer Mail mit dem Brief als Anhang.

Rückfrage beim Ministerium und "Verbesserung" DAFV
Ich fragte natürlich beim BMEL nach, was ich da verpasst hätte und wieso ein Verband Journalisten vorgezogen würde und den Brief komplett veröffentlichen durfte mit Kopf und Fuss, während wir nur den Inhalt verwenden durften.

Daraufhin insistierte das Ministerium beim DAFV, welcher daraufhin den Link zum Brief entfernte.

Immer noch stand da aber, es wäre ein "Offener Brief" des Ministeriums.
Da auch auf der Ministeriumsseite nichts von einem "Offenen Brief" zu lesen war, fragte ich explizit nochmal nach, ob das ein "Offener Brief" gewesen sei.

Klarstellung Ministerium
Die Antwort aus dem Ministerium (siehe unten, Anhänge) war eindeutig und klar:
Es war kein "Offener Brief".

Und nun - wer hat recht, wer lügt?
Da aber auf der anderen Seite weiterhin der DAFV auf seiner Seite behauptet, es wäre ein "Offener Brief", und dies auch nicht in weiteren Mail gegenüber seinen Mitgliedsverbänden richtig gestellt hatte (nach der ersten Mail), geht man da wohl weiter von einem "Offenen Brief aus.

Trotz des Einschreitens des Ministeriums (woraufhin der DAFV den Link rausnahm) und der klaren Aussage an uns, dass es KEINEN "Offenen Brief" gäbe..

Ich überlasse es dem geneigten Leser selber zu entscheiden, ob hier das Ministerium lügt, oder der bekannt in Sachen "Öffentlichkeits"arbeit"" "kompetente" DAFV.

Denn es kann ja nur einer hier recht haben.

Anhänge und Dank
Als Anhang unten der Link zum ursprünglichen Artikel mit unserer Nachfrage ans Ministerium, sowie die Mails und die Antwort vom Ministerium.

Ich möchte mich auf jeden Fall ausdrücklich nochmals bei der Presseabteilung des Ministeriums für die professionelle Kooperation und Zusammenarbeit in diesem Fall bedanken.

Thomas Finkbeiner

Anhänge


Angelverbote: Anglerboard fragt Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt (CSU)

 

Zitat:
Zitat von Thomas9904 Beitrag anzeigen
Interessant, das der DAFV den Brief veröffentlicht mit Hinweis, es wäre ein "offener" Brief" und der wäre im Nachgang des Treffens versendet worden.

Komisch, dass ich zu der Zeit den Brief schon veröffentlicht hatte.

Komisch, dass der beim BMEL nirgends als "Offener Brief"zu finden ist...

Da scheint sich der DAFV wieder wichtiger zu machen als er ist...

Screenshot ist gemacht..

http://www.dafv.de/index.php/home/na...h-mit-dem-bmel

Wir halten uns selbstverständlich an die Absprachen mit der Presseabteilung des BMEL und veröffentlichen so wie unter Kollegen üblich und normal.

Wie immer in solchen Fällen fragen wir natürlich nach.

Haben wir:

Zitat:
Presseabteilung BMEL

Sehr geehrte Frau Kxxxx,

sehr geehrter Herr Rxxxxxxx,

es gibt mehrere Veröffentlichungen auch in anderen Medien, zum Thema Angelverbote in den Schutzgebieten der AWZ, zu dem wir auch schon angenehmen und kollegialen Kontakt hatten.

In diesen Veröffentlichungen ist von einem “Offenen Brief” des Ministers Schmidt zu dem Thema die Rede.

Ich kenne nur den von ihnen uns in der Redaktion freundlicherweise übersandten Brief des Ministers Schmidt an seine Kollegin Hendricks.

Mit der Erlaubnis den Inhalt, aber nicht den Brief als solches zu veröffentlichen, also in keinem Fall ein sogenannter “Offener Brief”.

Daher meine Fragen:
1.:
Gibt es einen weiteren, uns in der Redaktion bis dato unbekannten Brief des Ministers zum Thema, der als “Offener Brief” deklariert wurde seitens des BMEL?

1.2.:
Wenn ja:
Wo wäre dann dieser “Offene Brief” veröffentlicht oder für uns abrufbar oder würden Sie uns den zur Veröffentlichung bitte zusenden?

1.3.:
Wenn nein:
Es gab also nie einen “Offenen Brief” des Ministers zu diesem Thema?

Fragen wie Antworten sind zur Veröffentlichung auf unseren Medien vorgesehen.

Wir würden uns freuen, wenn aus redaktionellen Gründen eine Antwort bis zum 13.10. 2017 erfolgen könnte.


Mit freundlichen und kollegialen Grüßen,

Thomas Finkbeiner


Und die Antwort des Ministeriums war kurz, knackig und klar:

Zitat:
1.:
Gibt es einen weiteren, uns in der Redaktion bis dato unbekannten Brief des Ministers zum Thema, der als “Offener Brief” deklariert wurde seitens des BMEL?

Antwort: Nein.

1.3.:
Wenn nein:
Es gab also nie einen “Offenen Brief” des Ministers zu diesem Thema?

Antwort: Ja.

 



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