Ausgabe Mai 2012

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    Sorpetreffen 2006

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    AB-Sorpeseetreffen 2006

     

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    Fast ein Jahr lang hatten wir uns auf dieses Treffen eingeschossen und nun war es endlich soweit, unser Scout Mr. Lepo war schon zwei Tage zuvor eingetroffen um die Lage zu erkunden.

     

    Da die Renken diesmal in kleineren Schwärmen umherzogen und dadurch ungleich schwieriger zu orten waren als beim Treffen im letzten Jahr, freuten wir uns umso mehr über Lepos erste Fangmeldung.

     

    Als ich am frühen Freitag-Nachmittag den Campingplatz erreichte, traf ich dort außer Lepo schon Gloria mit ihrem Mann Toni, Markus (phoenix mk) und unseren Gerätefetischisten Holger an. Nach kurzem Smalltalk luden wir das Boot ab und machten uns gemeinsam an den Aufbau der Pavillions und der Bierzeltgarnituren, da das Wetter sehr unbeständig war. Alles ging sehr zügig Hand in Hand vonstatten und so bekamen wir alles im Trockenen aufgebaut. Also machten sich Dietmar (Mr. Lepo), Holger und ich auf den Weg zum Angelshop von de Koning. Wir wollten gerade losfahren, als Fischdödl Guido samt Solly, Kindern und seinem gesamten Haushalt aufkreuzte....hatte er doch tatsächlich unter anderem eine Kühl-Gefrierkombi und einen Kühlschrank im Gepäck! Nach kurzer aber herzlicher Begrüßung fuhren wir dann los.

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    Bei de Koning angekommen begrüßte uns sogleich Mark, der uns auch diesmal wieder in allen Belangen in unnachahmlicher Weise unterstützt hat. Er hatte nicht nur sämtliche Tageskarten vorbereitet, sondern uns auch noch zwei Boote, drei Echolote und Renkenruten für die Jugendgruppe zur Verfügung gestellt! Dafür gebührt Ihm nochmals unser ganz besonderer Dank.

     

    Wir luden also die Sachen auf, als plötzlich Heringsbändiger Jürgen vor uns stand. Er sagte, er wolle auch noch eben ein paar Sachen besorgen und dann zum Campingplatz fahren. So fuhren wir also zurück. Unterwegs setzte ich Holger an der Bucht ab, in der das Leihboot lag, da er es zum Platz rudern wollte.

     

    Wieder auf dem Campingplatz hatte ich gerade damit begonnen, meine restlichen Sachen aus dem Auto zu holen, als Mike (Reisender) und Markus (Spidy) mit dem Öltanker auf den Hof knatterten. Unser guter Mike hatte mal wieder Probleme mit seinem Schlachtschiff, diesmal waren die Bremsen heißgelaufen. Das Begrüßungszeremoniell hatte mich wohl so sehr aus dem Rhythmus gebracht, dass ich das Auto abgeschlossen hatte. Der hektischen Suche nach dem Schlüssel folgte die Ernüchterung....ich sah ihn auf der Rückbank der Kabine liegen. Schnell war ich umringt von einer staunenden "Boardietraube". Sehr lieb gemeinte Ratschläge folgten wie "schmeiß doch nen Stein in die Scheibe". "Klar", dachte ich "mein Chef findet es bestimmt sehr innovativ, wenn mit einem Dienstwagen in Halbcabrio-Bauweise zurück komme". So nach und nach wurde aber mittels Schraubendreher, Zange, Draht und einer kunstvoll geformten Schlinge aus 0,18er Monofiler ein fängiges Türknopf-Selbsthaksystem zurechtgedengelt. Jürgen sorgte unter dosierter Gewaltanwendung für einen ansehnlichen Türspalt und unser Gerätefetischist himself bediente das "Tackle". Die Schlinge war platziert, der Anhieb saß unwiederstehlich und so wurde der erste "Fang" des Tages unter allgemeinem Applaus gefeiert. Sowas können halt nur Angler!

     

    Während sich einige von uns sich weiterhin am Ufer des Sorpesees einrichteten, versuchten Dietmar und Gloria schon einmal ihr Glück in der Renkenjagd. Dietmar erwischte eine Renke und Gloria verlor einen Hecht auf Nymphe! Am Nachmittag trafen dann auch und die Kollegen von Holger ein.

     

    So verging der Nachmittag, Guido hatte seine "Einbauküche" installiert und die Kühlaggregate mit sinnvollem "Hopfenkram" für den Abend gefüllt. Danach bastelte er noch eine undefinierbare Lichterkette in den Himmel des Pavillions. Die Dinger sahen echt aus wie verchromte Kanonenkugeln mit bunter Akne. Auf meine Frage, was das denn sei, sagte er "Boahhh, die Dinger sind echt geil...die hatten wir schon beim Meerbuschtreffen und die leuchten alles super aus".

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    So nach und nach trafen gegen Abend auch unsere Norwegen-Urlauber Heidi (Walküre) und Georg (Fishmanschorsch), Stephan (Garfield) mit seiner Jugendgruppe und Ralf (dorschiie) ein. Stephan installierte zur Premiere unseren beleuchteten C.R.F.-Fahnenmast. Dann traf auch Falk (Fips III) ein. Falk stellte sein Renken-Krematorium hinter dem Holzkohle-Hochofen auf. Danach wurden die Flaschen-Zwischenräume in den Kühlschränken mit Fleisch ausgefüllt.

     

    Es wurde dunkel und unser grün-beleuchteter Fahnenmast ragte majestätisch in den Himmel und markierte zugleich mahnend unseren Standort. Dann kam endlich der große Moment der Aknekugeln. Die Gasfackeln wurden gelöscht und Guido verband den Stecker mit einer Dreierleiste, dessen anderes Ende doof in der Wiese lag. Die allgemeine Anerkennung für diese Aktion war ihm in Form von allgemeiner Erheiterung gewiss! Doch der große Moment kam und man konnte lauter bunte "Leuchtpickel" am "Firmament" erkennen, aber nicht mehr seine eigenen Hände.

     

    Im weiteren Verlauf des Abends trafen dann auch Melanie (MelaS72) und Daniel (DanyS73) mit Kids ein. Danach sorgten wir alle zusammen noch für mehr Platz für Grillfleisch im Kühlschrank. Dann öffnete plötzlich der Himmel seine Schleusen und es goss wie aus Kübeln! Der berüchtigte sauerländische Landregen hatte uns mit aller Macht erwischt und man konnte durch den prasselnden Regen kaum noch sein eigenes Wort verstehen. Schnell verwandelte sich unsere Campingwiese in eine Schlammlandschaft, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Falk beschwor Rasmuss mit einem Feigenschnaps und das Wetter war für den nächsten Tag gebongt. Der Verlauf der Nacht sollte noch so einige verborgene Fähigkeiten einiger Freunde an den Tag legen. So legte Dietmar einen Fallrückzieher erster Güte hin...zwar ohne Ball, dafür aber mit Bank und einem lautstarken "Ohhh". Wie er wieder aufgestanden ist, weiß ich leider nicht, da mein Blick durch Tränen getrübt war. Doch es sollte noch besser kommen, denn unser einsamer Altbiertrinker Ralf outete sich mittels einer spektakulären Aktion als ernstzunehmender Konkurrent für David Copperfield! Er brachte Lepos Nummer viel professioneller. Wir konnten nicht einmal sehen, wie er kippte, geschweige denn einen Laut vernehmen...das Seitenteil des Pavillions schaukelte nur einmal zurück und wieder vor und Ralf war verschwunden....einfach so! War es ein wirklich gekonnter Trick, oder hatte es plausible Gründe, wie zum Beispiel die natürliche Erdgravitation in Verbindung mit unsachgemäßem Umgang mit gärstoffhaltigen Getränken? Tausend Gedanken schossen uns durch den Kopf. Doch bevor das Geheimnis seines stillen Abgangs gelüftet war, stand er auch schon wieder mit einer Wiesen-Fangopackung im Nacken vor uns. Leider konnte sich die allgemeine Erleichterung nicht gegen das schallende Gelächter durchsetzen.

     

    Der nächste Morgen begann für mich mit einem schlechten Gewissen, es war schon 9 Uhr und ich Idiot hatte Marks Vortrag verpasst....einfach nur peinlich! Beate (Frl. Rotauge) und ihr Mann Rudi (Barbenflüsterer) waren ebenso schon eingetroffen wie Frank (R(h)einfaller) mit seinem Sohn. Ich begrüßte die "Neuankömmlinge" , kippte erst einmal einen Kaffee und genoss die Morgenstimmung. Falks Beschwörungen schienen Wirkung zu zeigen, die Sonne schien und unsere Boote dümpelten auf dem glitzernden Wasser. Im Laufe des Morgens trafen dann auch Steffi, Hubifex (Talbot) mit Kindern und Clemens (Soeketröte) mit seinem Sohn "Minihecht" (welcher mittlerweile diese untermassige Bezeichnung nicht mehr verdient) ein.

     

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    Nun waren fast alle Boote draußen und ich konnte durch das Fernglas den ein oder anderen Fang bewundern. Auch Frank (vertikal) war zusammen mit Gerd auf dem Wasser unterwegs. Mark hatte wieder Jugendliche eingesammelt, um ebenfalls den Renken nachzustellen. Plötzlich zerriss Sylvias unwiderstehliche Stimme die idyllische Morgenstimmung. "Hat jemand eine Hygiene für mich?", schallte es über das Camp. "Die will doch jetzt nicht ernsthaft das Vollwaschprogramm", dachte ich im Stillen. Da kam mir die Erleuchtung...sie wollte eine Hegene. Somit hatte sie die Lacher auf Ihrer Seite und der Hohn und Spott ist ihr auf Monate gewiss! So wurde sie darüber aufgeklärt, dass Hygiene durchaus sinnvoll ist, aber nicht die Bohne fängig. Hingegen ist die Hegene eine wirklich fängige Nymphenmontage.
    Während Steffi ihre Klön-Tageskarte ablaberte gesellte ich mich zu ihrem Mann Hubifex, der am Ufer gerade an einer Köfi-Montage bastelte. "Klasse, jetzt kannste was lernen" dachte ich bei mir. Hubsi holte aus und gab alles! Der Köfi zischte in den Morgenhimmel, dass er fast verglühte. Er klatschte aufs Wasser und kurze Zeit später war ca. 50 Meter weiter links auch die Pose gelandet. "Beeindruckende Vorfachlänge", dachte ich. Jedoch war die Montage nur Opfer von Hubsis Emsigkeit geworden. Beim Einholen fing er dann noch einen untermäßigen Stein, welcher sofort schonend zurückgesetzt wurde.

     

    So begab ich mich auf den Weg zu Gloria und Falk, die gerade auch Ihr Glück vom Ufer aus versuchten. Gloria hatte gerade ihren Futterkorb gefüllt. Falk und ich durften Zeugen ihres wirklich gekonnten Auswurfes mit der Feederrute werden. In ca. 40m Entfernung traf er aufs Wasser und wir zollten ihr dafür unseren ehrlichen Respekt! Auf dem Wasser lief es derweil nicht so gut, die Stückzahl der gefangenen Renken hielt sich in überschaubarem Rahmen. Mittlerweile wurde das Camp wieder durch eine lecker duftende Qualmwolke eingenebelt. Stephan hatte den Hochofen gezündet, um seine Leckereien zuzubereiten. An dieser Stelle muß noch mal lobend erwähnt werden, dass auch an diesem Wochenende wieder einmal Stephans Grillfleisch das Prädikat "Spitzenklasse" verdient hat.

     

    Danach folgte ein weiteres Highlight unseres Programms: die Taufe! Daniel waltete seines Amtes und zelebrierte im würdigen Rahmen die Aufnahme der C.R.F.-Mitglieder Corinna, Beate und Rudi. Wie immer wurde eine undefinierbare Flüssigkeit auf ihre Häupter gestrichen, welche der Wiederfindung durch den Geruchssinn nach Ausfall aller anderen Wahrnehmungsorgane dient! Nach der obligatorischen Fotosession waren wir um drei Mitglieder reicher.

     

    Ich zog mir eine Hopfenkaltschale aus Guidos Kühlmonster und gesellte mich zu Steffis Klönrunde, als plötzlich unerwartet hoher Besuch auflief. Amazone, Dok und Thomas gaben uns die Ehre. Innerlich freute ich mich riesig über diese nette Geste. Es wurden lockere Gespräche geführt und Holgers unnachahmliche Spontaneität sorgte wieder für einige Lacher. Der Besuch dauerte eine knappe Stunde und als die drei sich gerade verabschiedet hatten, kam plötzlich Rudi um die Ecke....aber wie! Irgend jemand musste Ihn in Stephans Neopren-Watthose geschossen haben und in der allgemeinen Erheiterung sagte Thomas zu mir "das muss aber auch in den Bericht". Pah, als wenn ich mir die Schilderung dieses Highlights entgehen lassen würde. Leider gingen Amazone, Dok und Thomas dann und verpassten somit Rudis Supershow! Mit fest entschlossenem Blick eierte Neopren-Rudi auf das Ufer zu, dicht gefolgt von seinem Sherpa Stephan, der mit Belly und Flossen beladen war. "Der wird doch jetzt nicht wirklich....", schoss es mir durch den Kopf. Doch Rudis Gesichtsausdruck sprach Bände, er wollte es...und er wollte es jetzt sofort! Nun hielt es niemanden mehr auf den Sitzen, alle verfügbaren Digi-Cams wurden gezückt und schon bald belagerte eine Horde schaulustiger Boardies das Ufer. Sollte sich Rudi jetzt wirklich ins Belly setzten? Nein, er zog es sich einfach an! Artig montierte der Sherpa noch die Flossen und die Show konnte beginnen. Neopren-Rudi gab sich keine Blöße und so paddelte er eifrig auf den See hinaus. Es war einfach ein Erlebnis mit "Tiefgang"! Plötzlich machte Rudi kehrt und paddelte mit beiden Händen. Der Hauptantrieb war durch einen Krampf ausgefallen. Jedoch war er ja nicht all zu weit vom Ufer entfernt uns so erreichte er auch bald das rettende Festland. Dort angekommen machte er einen entscheidenden Fehler, er versuchte vorwärts mit angelegten Flossen aus dem Wasser zu steigen. So kam es wie es kommen musste, die physikalischen Zusammenhänge forderten ihren Tribut. Begleitet durch ein lautes "Platsch" ging Neopren-Rudi der Sache mal ordentlich auf den Grund! Die Fotoapparate der versammelten Fangemeinde hatten sich auf den triefenden Rudi eingeschossen. Sehr symphatisch fand ich, dass Rudi trotz des Missgeschicks kräftig mitlachen musste.

     

    Inzwischen war Thomas (Moviefreak) kurzentschlossen zu uns gestoßen. Er wurde freudig begrüßt, da eigentlich niemand mit seinem Besuch gerechnet hatte. Es wurde Abend und Falk startete seine Friteuse. Eifrig wurden frische Dorsch- und Köhlerfilets in Bierteig getränkt und frittiert. Ich war schon sehr gespannt auf diese Gaumenfreuden, denn der Ruf eilte diesen voraus. Meine Erwartungen wurden weit übertroffen, es war einfach nur "Mega-lecker"! Die "Tagesgäste" Steffi und Hubsi mit Kids, Thomas, Beate und Rudi verließen uns so nach und nach.

     

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    Auch die Boote waren mittlerweile wieder eingetroffen und so kamen wir insgesamt mit den Renken von Frank und Gerd auf ca. 35 Stück. Falks Renkenkrematorium wurde gestartet und so gab es noch leckere geräucherte Renken. Bis tief in die Nacht hinein saßen wir noch unter Guidos Aknekugelhimmel, haben viel geklönt und noch mehr gelacht. Am nächsten Morgen wurde noch gemeinsam gefrühstückt. Danach haben wir dann gemeinsam alles abgebaut und verstaut. Die herzliche Verabschiedung machte eines deutlich....wir alle freuen uns auf das nächste Treffen!!!

     

    Und zum Schluss noch ein paar Bilder:

     

    am_grill

     

     

    besuch_im_camp

     

     

    grill_in_action
    leckereien

     

     

    prost_holger
    rucher-renken

     


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