Norwegen - Skjanes August 2007
Norwegen - Skjanes August 2007
Die Anreise
Am 10.08.2007 sind wir ( Karsten und ich ) um 2:00 Uhr von Bielefeld aus in Richtung Norden gestartet. Gegen 6:00 Uhr haben wir die Fähre von Puttgarden nach Rödby genommen, um dann über Malmö nach Schweden weiterzufahren. Von dort ging es über Stockholm weiter Richtung Haparanda. Kurz vor Sundsvall haben wir dann auf einem Campingplatz übernachtet.
Am nächsten Tag ging es dann in aller Frühe weiter Richtung Finnland. In Ivalo haben wir dann die zweite Nacht verbracht.
Am nächsten Tag sind wir wieder früh gestartet und sind über den Tanafluß nach Norwegen eingereist.
Gegen 12:00 Uhr haben wird Skjanes am Tanafjord erreicht.
Nachdem wir das Auto entladen, die Angelruten aufgebaut und uns ein wenig ausgeruht hatten, sind wir noch ein paar Stunden zum Angeln raus gefahren.
Außer ein paar mäßigen Dorschen haben wir nichts Erwähnenswertes gefangen.
Das Angeln
Am ersten Morgen nachdem Frank (der direkt von einer Geburtstagsfeier per Flugzeug nach Skjanes nachgekommen war) ausgeschlafen hatte sind wir wieder raus gefahren.
Gefangen haben wir einige schöne Küchendorsche, keine Riesen ( ca. 3 - 4 kg ) aber schönes Filet zum mitnehmen. Auch ein paar schöne Schellfische waren dabei.
Außerdem gab es noch unzählige kleine Köhler die aber wegen ihrer Größe alle wieder schwimmen durften. Am zweite Tag war es sehr ähnlich, nur das der Wind heute aus östlicher Richtung wehte, was für den Fang nicht ganz so positiv war.
Am dritten Tag sind Karsten und ich wieder zu zweit raus gefahren. Frank der als eingefleischter Jäger die Chance genutzt hat mit Olaf , einem norwegischen Jäger,
eine Kegelrobbe zu schießen, war den ganzen Tag mit den
Jägern unterwegs.
Um hier keine Aufregung über das Jagen von Kegelrobben zu entfachen, sei gesagt, das am Tanafjord jedes Jahr ca. 60 Robben geschossen werden müssen, damit das Verhältnis in der Natur wieder hergestellt wird. Die Kegelrobben haben hier keine natürlichen Feinde und darum ist das Abschießen der Robben notwendig.
Aber nun wieder zum Angeln. Karsten und ich fuhren heute weiter in den Hopsfjord hinein,
um dort einigen Unterwasserberge anzutesten.
An den ersten Plätzen fingen wir einige bis zu 110 cm große Lumb´s. Da der Lump aber nicht unbedingt unser Zielfisch war fuhren wir weiter. Beim nächsten Platz trieb unser Boot ideal in einer Wassertiefe von 60 bis 90 Metern parallel zur Küstenlinie. Hier fingen wir ein paar sehr schöne Dorsche bis 6 kg. Nachdem wir diese Drift ein paar mal abgefischt hatten und wir gerade wieder zum Ausgangspunkt zurück wollten, bekam Karsten einen sehr heftigen Biss. Der Fisch nahm bei der ersten Flucht ca. 80 Meter Schnur ohne anzuhalten. Uns war klar, jetzt haben wir den Fisch auf den wir seid mehreren Jahren warten, am Haken.
Ein Butt - und kein kleiner.
Nach einer halben Stunde, und einigem hin und her, blockierte die Schnurführung an der Mitchellrolle. Der Druck war einfach zu groß. Der Butt zog das Boot quer durch den Fjord.
Wir waren am überlegen, wie wir mit der defekten Rolle den Butt ans Boot kriegen sollten.
Wir entschlossen uns dazu die Rolle zu wechseln. Also die Schnur auf das Abschlagholz gewickelt und gehofft das der Fisch nicht gerade jetzt zu einer neuen Flucht ansetzt.
Die Leine abgeschnitten und mit der neuen Leine zusammengeknotet, die Rolle gewechselt und mit Handunterstüztung einige Wicklungen Schnur auf die neue Rolle gezogen. Nach einer Stunde mussten wir uns im Drill abwechseln, weil Karsten total ausgepowert war. Die Leine hielt noch, aber uns war klar wenn der Knoten von der Rolle runter ist wird sie abreißen. Also habe ich versucht den Fisch nach oben zu pumpen, was auch anfangs gelang. Als der Butt dann aber wieder zu einer erneuten Flucht ansetzte musste ich ihn wegen der geknoteten Schnur so stark abbremsen das der Drilling ausschlitzte. Wir hätten den Butt gern einmal gesehen, aber das sollte nicht sein. Aber wir haben trotz allem einen Drill erlebt, wie er normalerweise nur beim Big Game Fischen vorkommt. Nachdem Jo Eirik ( unser Hauswirt und Fischer ) die Videoaufnahmen gesehen und unsere Beschreibung des Drills gehört hatte, war er der festen Meinung das der Butt jenseits der 150 kg gelegen haben muss, und wir ihn mit dem kleinen Boot
wahrscheinlich auch mit Unterstützung der Harpune nicht hätten landen können.
In den nächsten Tagen haben wir immer wieder diesen Platz angefahren in der Hoffung vielleicht doch noch einen schönen Butt zu landen. Einen kleinen Butt von 4,5 kg konnten wir noch erbeuten, aber der Große wartet weiter auf uns.
Vielleicht fangen wir ihn nächstes Jahr.
Am letzten Angeltag hatten wir noch einmal richtiges Traumwetter. Bei geringer Drift konnten wir noch ein paar richtig schöne Dorsche mit 11,5 und 10 kg fangen.
Nachdem wir nun das zweite Mal in diesem Jahr in Skjanes waren, kann ich folgendes Fazit ziehen: Fische gibt es hier oben reichlich man muß nur versuchen an den kleineren Exemplaren vorbei zu angeln, dann kann man hier richtige Brummer fangen. Wer schöne Küchendorsche bis 4 kg fangen möchte ist hier oben genau richtig.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei Tonje und Jo Eirik bedanken die uns auch dieses mal wieder bestens betreut haben. Ob wir nächstes Jahr wieder nach Skjanes fahren wissen wir noch nicht, aber das wir irgendwann noch einmal dorthin fahren ist ganz sicher.
Takk for sist.
Die Heimreise
Die schöne Zeit ging wie immer viel zu schnell vorbei und wir mussten uns auf den langen Weg nach Hause machen. Aber auch den haben wir in 2,5 Tagen geschafft.
Wer noch nie den Weg nach Nord - Norwegen mit dem Auto gemacht hat weiß gar nicht welche beeindruckende Landschaft er verpasst hat. Natürlich ist es bequemer mit dem Flugzeug anzureisen, so wie wir das die letzten Jahre auch getan haben. Aber mit dem Auto ist man lange nicht so eingeschränkt was die Ausrüstung und die Verpflegung angeht.
Ich denke ich werde die nächste Tour wieder mit dem Auto starten, vielleicht werde ich die Zeiteinteilung etwas anders gestalten. Aber das wird erst die Zukunft zeigen.
Ich hoffe Euch hat dieser kleine Einblick über unsere Tour nach Skjanes gefallen,
und vielleicht wird der eine oder andere von euch auch einmal dorthin reisen und die Gastfreundschaft von Tonje und Jo Eirik selber kennen lernen.
Schöne Grüße
Sicki
T. Siekmann
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