Pressemeldung: DGzRS rettet Angler
Pressemeldung
Seenotretter brachten schnelle Hilfe:
Angler hing regungslos aus seinem Boot.
Dem beherzten und fachkundigen
Eingreifen der Besatzung des Seenotkreuzers BERLIN/Station Laboe
(Schleswig-Holstein/Ostsee) der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung
Schiffbrüchiger) hat ein 60-jähriger Angler aus Kiel vermutlich sein Leben zu
verdanken: Angler hing regungslos aus seinem Boot.
Der Mann trieb am Montagnachmittag, 24. September 2007, in einem manövrierunfähigen Schlauchboot, mit dem Oberkörper im Wasser hängend, in der 15 Grad kalten Ostsee. Dank seiner Rettungsweste wurde er über Wasser gehalten. Die Seenotretter bargen den völlig unterkühlten Hobbyfischer, versorgten ihn im Bordhospital und übergaben ihn an den Notarzt im Hafen von Laboe. Der Gerettete wurde umgehend in das Städtische Krankenhaus Kiel eingeliefert. Nach Auskunft der Ärzte hatte sich sein Zustand am späten Abend stabilisiert.
Der Alarm erreichte die Seenotretter um 15.30 Uhr. Passanten hatten vor der Ostseeküste bei Heidkate (ca. 10 km östlich Laboe) Beobachtungen an die Polizei gemeldet, die wiederum die Seenotleitung Bremen der DGzRS einschaltete.
Vormann Michael Müller und seiner Besatzung gelang es in kürzester Zeit, den hilflosen Mann mit dem Tochterboot zu bergen und ihn anschließend im Hospital des Seenotkreuzers zu versorgen. Auf der Rückreise nach Laboe wurde dem Unterkühlten vorgewärmter Sauerstoff zugeführt; er erhielt zudem Wärmekleidung.
Das Schlauchboot wurde später von der Wasserschutzpolizei geborgen.
Zur Einsatzzeit herrschten südwestliche Winde mit Windstärken um vier Beaufort (bis zu 27 km/h Windgeschwindigkeit). Die Wassertemperatur wurde mit 15 Grad, die Lufttemperatur mit 18 Grad gemessen.
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