Ausgabe Mai 2012

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    Vannoya 2006 - Teil2

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    Tag 2 – 27.8

     

    Hmh, nun bin ich erst am 2. Tag unsere Turns und bei Word in der unteren Leiste steht Seite 10 von 10 – eiwei.

    Ich glaub, ich sollte mich mal´n büschn kürzer fassen – mhm?

    Nen Versuch ist es wert:

     

    0700 aufstehen... frühstücken... schnigge machen für´s Boot...

    huschhusch zum Bootssteg...

    strahlender Sonnenschein...

     

     

    laue Puste... Haar liegt struppig... raus nach Svebøn...

     

     

    und ein paar Dickschädel... nen paar 10er... 13kg... 17kg...

     

     

     

     

    kurz vor´m sinken go back Burøysund... schnippelschnippel... ab zur Hütte... duschen... Willy mit Schürze inner Küche... Berndl und ich Filetshuttle gen Torsvåg... Spachtelmasse für die Kauplatten... enhundre Gramm für Jirkos Kehle... schnarchschnarch so um die 2330... fin 2 dag... guddiguddi.

     

    Geht doch...

     

    Tag 3 – 28.08

     

    Tiefblaues Himmelsdach und ein feuriger Stern sorgten auch an diesem Tag für eine ausgelassene Stimmung am Frühstückstisch.

    Nach nem kurzen Besuch in Vannareid beim Joker,

     

     

    nem lütten Supermarkt auf der Westseite Vannøya`s - ein Treffpunkt für jedermann – sattelten wir gegen 1100 unser Pferd und tuckelten gemächlich Richtung Nordseite der vorgelagerten Insel Burøya, um in der breiten, ca. 30-50m tiefen Sandrinne Hippo aus´m Schlaf zu klopfen.

    Wir fischten mit Svenskes und Giant-Jigheads mit 23er Softbaits

     

     

    relativ erfolglos, waren aber dennoch bester Laune, da wir 3 uns auch ohne Fischkontakt prächtigst verstanden.

    Über dies und das wurde geschnaggelt und das eine oder andere mal verspürten wir heftigste Schmerzen im Rippenfell – hachja, so schön kann Urlaub sein, auch ohne Fisch.

     

    Da wir auf der Nordseite von Burøya genau am rechten Schnittpunkt des Navionicschips waren und ostseits schon im trüben navigierten, konnten wir nach runden 4stündigem driften auch nicht selbständig Gnittergrunnen anpeilen, welches unser Ziel war um noch´n büschn Spaßangeln zu betreiben.

    Aber dafür hatten wir ja unser Zugpferd - das Seaboy von Rob,

     

     

    der uns während unserer Fahrten meist ein treuer Begleiter war und unsere Aktionen auf´m Boot mit Bravour auf seiner Kamera manifestierte.

    Auf dem Seaboy war ein Humminbird-Plotter installiert und auf diesem war auch das ganze Seeareal vom Fugløyfjord.

    Also ran ans Heck und losgeshippert.

     

    Nur der Form halber sei hierbei erwähnt, dass wir am Dienstag von Sonja nen neues Plottermodul in die Hand gedrückt bekommen haben - mit dem gesamten Bereich ostseits von Vannøya – Dunnerschlach!

     

    Auf dem Gnittergrunnen konnten wir dann mit Lighttackle ein paar schöne Tang- und Küstendorsche an die Montagen tackern.

    Einige größere Exemplare zogen sich auch ein paar lütte Schwarzjacken rein, die sich unsere 120g-er reingezogen haben und so konnten wir nach ner Stunde mit gut gefüllter Box den Heimweg antreten, da wir ohnehin noch ne Abendsitzung auf der Mole auf´m Programm zu stehen hatten.

     

    Rob & Georg wollten noch ne Stunde auf´m Plateau rumstochern, was sich am Ende ganz bitter rächen sollte – mehr dazu später.

     

    Nach dem üblichen Prozedere des Anlegens, rumschnippelns und Filetshuttlen gen Torsvåg mit anschließendem Abendmahl, schlüpften wir in unsere Thermohüllen und tuckelten zur Mole,

     

     

    an welcher wir im letzten Jahr einige sehr schöne und erlebnisreiche Stunden verbracht haben.

     

    Ein Jeder, der den Einbruch der Dämmerung bei wolkenlosem Himmel,

     

     

     

    auf der Mole harrend, schon einmal erlebt hat wird uns beipflichten wenn wir sagen, dass dies eine Erinnerung ist, die für ewig haften bleibt: zur linken die sich in den Himmel reckenden Felsmassive der Ostseite Vannøya`s, geradeweg der Blick aufs offene Meer, vor einem das flache Burøya mit seiner rechts auslaufendem Zunge, dahinter das gigantische Felsmassiv der größten Vogelbrutstätte Europas – Fugløya, und halbrechts die sich in den Himmel reckende, schneebedeckte Gebirgskette von Arnøya - das ist Norwegen und die Bilder solch imposanter Naturimpressionen füllen manche Abende im kalten, nassen D und nähren die Vorfreude auf den kommenden Turn in das Land, was uns allen ans Herz genagelt ist.

    Und wenn dann Abends die Greifer der untergehenden Sonne die in der Ferne liegenden Felsblöcke in ein tiefes Rot tunkt, einem eine frische Brise mit salzigem Duft um die Nüstern wedelt, der Gesang der Möwen das Wasserschnauben der durch den Sund ziehenden Schweinswale begleitet, wird einem das Gefühl vermittelt zu träumen – eine wahrhaft imposante Natur, die sich einem in diesen Breitengraden bietet.

     

    Das man dann noch mit Nachläufer- und Buttlöffelmontagen

     

     

     

    feiste Klieschen, Seeskorpione, Wittlinge und ein paar lütte Hippos fängt, wird fast zur schönsten Nebensache der Welt.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Wenn dann aber Willy seinen ersten Heilbutt in den Händen hält,

     

     

    der per Kescher 4m unter der Mole auf´m Fischkutter tanzend gelandet wurde, dann kann man wohl von einem furiosen Finale dieses schönen Tages sprechen – Willys Grinsen ist Zeuge.

     

    Hachja, da war ja noch was -  „…was sich am Ende ganz bitter rächen sollte…“:

    Georg, fleißige rechte Hand von unserem Rob und ein Meister im Umgang mit der Kamera, hatte auf Gnittergrunnen ein Erlebnis mit einem Ausgang, den man keinem wünscht.

    Robs Traum, einen gigantischen Heilbuttdrill mit Harpuneneinsatz und abtauchendem Fender aufs Band zu bekommen, schien an diesem Tag auf´m Gnittergrunnen Wirklichkeit zu werden.

    Georg, der mit Angeln so fast gornix am Hut hat, pilkte büschn mit Robert und sollte doch wirklich Kontakt mit dem Traum eines jeden Nordnorgereisenden bekommen. Beim pilken einmal auf´m Grund geklopft und dann weiter die Wassersäule hochpilkend gab´s plötzlich diesen Einstieg, der bei beiden heftigste Adrenalinschübe zur Folge hatte.

    Ein langer Tanz begann.

    Rob versuchte den „Newbie“ Georg verbal in die Handhabung des Tackles einzuweisen, während er selbigst mit der Kamera bewaffnet die bis in´s Handteil gebogene Rute aufs Band tackerte.

    Wat nu, dachte sich Rob:

    Georg drillt, ich beim filmen und wer soll verdammt noch mal harpunieren? – Sch... Georg hielt gegen und konnte Stück für Stück hart erkämpfte Schnur auf die Spule bringen.

    Robert hatte bestimmt schon Schaum vor´m Mund und da durchbrach er das erstemal das tiefblaue Nass.

    Ein großer, dunkler Schatten, mal weiß zeigend, mal wieder tiefbraun.

    Den Aussagen von Rob zu urteilen hatte der Hippo ungefähr 1.30 – 1.40m und bei solch einer Größe handelt es ich um nen Exemplar mit runden 40-50kg!

    Der Butt hing am Seitenarm an einem 4/0er blauen Makk und hatte beim ersten Zeigen noch richtig Dampf auf´m Kessel und tobte wieder in die Tiefe.

    Bis dahin hatte Georg alles mit Bravour gemeistert. Rob klebte immer noch an den Gedanken, was er denn nun machen sollte.

    Georg, der auch dieser Flucht Paroli bieten konnte, bekam bei der 2. Sichtung des Butts von Rob die Kamera in die Hand gedrückt und er selbigst wollte versuchen, die Harpune zu setzen.

    Dieser befand sich aber leider in ca. 1.5-2m Entfernung von der Bootsreling – ne Distanz die ein sicheres Setzen der Harpune ohne Gefahr des MOB nicht zuließ und Georg hatte auch nicht die Möglichkeit, den Butt ans Boot zu ziehen.

    Eine erneute Flucht folgte, hart und ungestüm.

    Wieder setzte Georg alles in´s Geschirr und zog das Scheunentor nach oben.

    Das gleiche Prozedere wie beim ersten mal folgte und diesmal versuchte Rob den Schaft in´s Fleisch zu bringen und es kam, was kommen musste:

    auf dieser Entfernung drang die Harpune nicht ein und der Butt quittierte diese Aktion mit ner heftigen Rolle welche zur Folge hatte, dass sich der Hippo aus´m Makk hebelte – das war´s (Shit).

    Ein Erlebnis das man keinem wünscht, schon gar nicht unserer lieben Ösigang, denen wir diesen Butt nun wirklich mit aller Inbrunst gegönnt hätten!

     

    Ein paar Singlemalts am Abend wurden geopfert und diese zauberten auch wieder nen Lächeln auf die Backen von Georg & Rob.

    Gibt Schlimmeres und wir sind ja noch nen paar Tage auf Schlagdistanz – nääääch. Guts Nächtle.

     

    Tag 4 – 29.08

     

    Der Wind des heutigen Tages fesselte uns im Sund, da er mit ner runden 6 über den Küstenbereich fegte.

    Und hier kam erstmalig der Vorteil der geschützten, ostseitigen Lage zum tragen, da wir mit dem Boot und mit leichtem Geschirr im bis zu 30m tiefen Burøysund drifteten und schöne Klieschen auf die Planken legten,

     

     

    um dann ab dem frühen Abend im Sextett mit Michi, Rob und Georg auf der Mole hockend dem „Klieschentag“ einem würdigen Abschluss zu geben.

    Das an einem solchen Tag eine verpockte Krabbe

     

    der Kreativität eines Profiknipsers keine Grenzen setzt, sei hierbei nur beiläufig erwähnt.

     

    Einige Worte möchte ich an dieser Stelle Hilmar widmen:

    Hilmar,

     

     

    Nahverwandter von Jan (Hüttenbesitzer), ist ein Urgestein auf Vannøya, seine Furchen im Gesicht sind Zeugen vom jahrelangen, zermürbenden Kampf auf der rauen See, er ist nen Pfundskerl und schippert heute noch mit seinem alten Longliner

     

     

    in küstennahen Bereichen auf der Jagd nach Rødspøtte, Hippos und Dickschädeln – kurz: wer Hilmar nicht kennt, hat die Welt verpennt.

    Alleine schon die Kommunikation mit ihm,

     

     

    ne Kombination aus Englisch, Norsk, Hand und Mimik = Engnorhami, brachte das Herz und das Zwerchfell zum hüpfen.

    Beim Filetieren am Kai

     

     

    spendierte er uns das eine oder andere mal immer nen feines Pilsettchen, was er aus der Kajüte seines unmittelbar neben uns liegenden Fischkutters holte und die tiefen Bässe und der kristallklare Klang aus seiner in der Kajüte verbauten Bang-Olufsen Hifianlagen mit Bose-Endstufe gaben uns immer den nötigen Schub, um das Filetieren unserer Fänge zu forcieren (grins).

     

    Bernd konnte an so manch Abenden mit Hilmar seine Norwegischkenntnisse auffrischen und vertiefen

     

     

    und für den neutralen Beobachter dieser Szenerien war dieses Duettenschnaggeln, in Fachkreisen als Engnorhami bekannt, immer mit ner strammen Portion Spaß verbunden.

    Aber mal ääährlisch und auf die Spaßbremse gedrückt:

    Hilmar ist wirklich nen ganz feiner Kerl und man kann ihn einfach nur lieb haben!

     

    Nun neigt sich auch der heutige Tag so langsam dem Ende entgegen und das 6er Gespann purzelte in die Nester.

     

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    Tag 5 - 30.08

     

    Der 5.Tag wird in seinen Ausführungen ein sehr kurzer, da uns heute eine heftige Puste um die Ohren pfiff und wir es vorgezogen haben, im ruhigen Fahrwasser des Burøysundes zu fischen, in welchem wir mit leichtem Geschirr und Nachläufermontagen wunderschöne Klieschen ans Tageslicht beförderten. Verbunden mit ner Menge Spaß tickte die Uhr unermüdlich und der 30.08 endete, aus anglerischer Sicht, mit einem Versuch an der Süd-Ostspitze des Sundes im Einlauf zum Fugløyfjord an einer abfallenden Sandbank mit nem Gefälle von bummelich 15 auf 40m ein paar Rotgetupfte zu finden, was sich aber als relativ erfolglos darstellte, wenn man(n) mal die Paar verrückten Brosmenkiddis nicht mit in die Wertung nimmt. Egal, es war auch heute wieder ein verdammt genialer Tag mit unserem Dreiergespann, welcher in einem lustigen Abend endetet, an welchem wir zeitigst in die Kiste sprangen um mit neuer Hoffnung und neuen Visionen den 6. Tag einzuläuten...

     

     

    Tag 6 – 31.08

     

    Der heutige Tag galt einer Fahrt gen Gnittergrunnen,

     

     

     

    einem östlich von Grimsholmen gelegenen Plateau.

    Und an diesem Tag konnten wir uns zu unserer aller Freude davon überzeugen, in welch guter Verfassung sich der hier oben befindliche Dorschstamm befindet. Wir fischten mit leichtem Geschirr und bekamen bei nahezu jedem Ablass Leos in guten Portionsgrößen mit Stückgewichten von um die 4-6 Pfund. Und allesamt feinste Kämpfer mit ordentlichem Dampf auf den Gräten. Und alle waren dermaßen fit, dass wir sie ohne Bedenken wieder ins Reich schickten.

    Willy nagelte sogar noch nen Catti fest aber selbst dieser flutschte uns wieder aus den Händen, da er selbst noch´n büschn lütt war und Willy noch einige von den Muschelknackern im heimischen Froster zu liegen hat – vorbildlich.

     

    Spaßangeln bei strahlendem Sonnenschein und spiegelglatter See, mit salzhaltiger Luft um den Nüstern - Anglerherz, was willst du mehr.

     

     

     

    Tag 7 – 01.09

     

    Nach dem obligatorischen aus´m Fenster luschern: „jupp, Wedder passt“, stärkten wir uns mit einem üppigen Frühstückmahl, um uns dann schnellstens in unsere Floater zu werfen.

     

     

    Geraffel ins „Taxi“ und gegen 10:00 Uhr nahmen wir Peilung auf, den Ruf von Svebøn folgend – sabbersabber.

     

    War zwar´n büschn humpelig am Ausgang des Sundes, aber „unser“ Arvor schob sich mit nem müden Lächeln durch die kappelige See, welche runde 5sm vom Festland in eine, zwar etwas stärkere, aber doch noch akzeptable Altesee wechselte – wat für´n geiler Kahn.

     

    Konnte Rob von seiner Aluschüssel nicht so richtig behaupten, da sein Vorhaben, uns nach dem Frühstück zu folgen, an der Ostseite des Sundes schnell in die Schublade geschoben wurde und er postwendend kehrt machte.

     

    Mit runden 2.000 tuckern wir gemächlich, schützend inner Kajüte sitzend, durch die See > „touchdown“ 1130 auf´m Plateau.

    Jaja, wat so´n büschn litten kuling in der Kombi mit ner etwas kräftigeren Dünung auf so´n Klakkenhut alles anrichten kann. Da türmt sich einiges auf und wir sind bestrebt, der Plateauspitze in einem gebührenden Abstand aus´m Weg zu gehen und driften an den abfallenden Kanten entlang, mit bummelich 1.5 Knoten auf´m Plotter – HolyMoly.

     

    Aber diese „Schübe“ westwärts ins Tiefe bringen prächtige Dickschädel an den abfallenden Kanten,

     

     

     

     

     

     

     

     

    welche sich an den lütten Schwarzjacken laben und wir zupfen uns bei fast jedem Ablass ein paar feiste Leos heraus. Willy meißelt sich mit nem 12kg-Torsk ein breites Grinsen auf die Kauplatten, ist´s doch sein bis dato größter Dorsch, zu welchem wir Dir, lieber Willy, nochmals nen digges Petri nachschieben möchten!

     

     

    Bei dieser „aufgewühlten“ See mit auflaufendem Wasser macht´s bei einem jeden Norgejunkie bei diesen Driften von flacheren Gefilden entlang der Kanten ins Tiefe Klick im Kopf und man(n) klinkt kopflastige, schnell sinkende „Blackbaits“ an die Schnur. Tja, warum wohl... der Ruf der schwatten Deibels im Mittelwasser, die patroulierend um die Kanten stromern und sich schwache, lütte Småseis aus den „Wolken“ picken.

    Vertikal unterm Kahn plumpsen lassen, oder bug- bzw. heckseits gen Lee rausjuckeln. Einfach runter damit und das nach Möglichkeit schnell, bei solch heftigen Driften, fischen wir doch mit Pilkern von max. 200g. Sind wir im Glauben, der Köder sei tief genug +++ Stopp +++ hinsetzen +++ den Leib in eine rutschsichere Position gebracht +++ linken Handteller rum um den Butt +++ Däumchen in Position +++ rechte Hand greift zum Kurbelknauf +++ Adrenalinpegel steigt exorbitant +++ and GO +++ in Fullspeed, unterbrochen von ein paar Stopps, wird der Pro Select, oder was auch immer, ans Tageslicht befördert. Es sind zwar keine Giganten, welche abrupt einsteigen, aber dennoch freuen wir uns über prächtige, schwatt glänzende Seis mit Stückgewichten bis um die 7-8kg. Berndl setzt die „Messlatte“ am höchsten und kratzt mit 98cm an der „Schallgrenze“ – Dunnerschlach!

     

     

    Dem Torsk- und Köhlerwahn verfallen, verlieren wir aber mitnichten den Blick auf die See. Leichtes rumpurzeln von Willy und Jirko auf´m Kahn, immer mehr Schäfchen auf den Kronen und ne ins Boot brechende Welle, die unseren „Diggen“, der eingemeißelt an der Relingverstrebung

     

     

    am Heck angepflockt ist (ein Bild für Götter), pudelnass macht (hihi), veranlassen uns, nach runden 3h den Rückzug anzutreten.

    Besser iss auch, da´s immer heftiger wird und auf der Rücktour der Wind auch noch von der Seite anklopft – Shit.

     

     

     

    Aber Berndl, unser Käptn für den „Turnback“, manövriert unseren Kahn sicher im Zickzack-Kurs durch die aufstaubenden Wellen, um von einer solchen gar nicht erst brachialst von rechts genommen zu werden, was selbst auf solch einem Offshorekahn nicht so prickelnd ist.

     

    Gut durchgeschüttelt stochern wir noch´n büschn an der Nordspitze Vannøyas unter Land rum, wo´s dann doch etwas ruhiger vonstatten geht und puseln so den einen oder anderen „Stinki“ und Dorsch aus´m Nass. Berndls Inliner hat aber auch ne verdammt beeindruckende Parabolik und da wir gerade im Mittelwasser fischen, ist das definitiv nicht Norwegen. Mit diggen Prustebacken kämpft er standhaft und popelt doch glattweg nen strammen Dickschädel aus´m Nordmeer und dieser hat sich zum Erstaunen aller... nen lütten Leo eingepfiffen, der kurz vorher Berndls S-Jigger attackiert hat – erlebt man(n) selten, solch Kannibalismus unter den Gefleckten – näääch.

     

    Feines Finale und wir dampfen mit voller Kiste gen Heimathafen, wo uns ja noch die alltägliche Schnipselei am Kai bevorsteht – puuuh.

    Aber auch diese wird nun mittlerweile zu einem fixen Prozedere, da sich unser 3er-Gespann in beeindruckender Manier hervorragendst ergänzt – halt Teamwork.

     

    Ab zur Hütte mit dem Vorhaben, Willy anner Küchenzeile festzunageln und die einvakuumierten Pakete gen Torsvåg zu fahren. Aber mit unserem Willy hatte man(n) heute ein Einsehen und das Ösitrio hatte ne Überraschung für uns parat: vor ein paar Tagen waren Michi, Georg und Rob mit nem „Seeteufelskipper“ weit draußen vor Vannøya, wo nie und nimmer eines der am Kai von Torsvåg liegenden Kähne je hinkommen wird. Vorhaben: Stellnetze heben und guggen, ob sich nen paar Lophius piscatorius verirrt haben.

    Und was die 3 bei diesem „Fischzug“ erlebt haben, werden wir alle wohl hoffentlich bald auf der DVD zu sehen bekommen. Einfach unglaublich und Rob berichtete uns von gigantischen Breiflabbs mit Stückgewichten bis zu 40kg – einfach irre. Und als Dankeschön des Skippers, für die aufopferungsvolle Hilfe beim Heben der Netze, bekam Georg nen frischen „Angler“ in die Pantscher gedrückt, auf das er uns schmecken möge.

     

    Joooo und da lag er nun, vor der Hütte von Jan auf´m Findling, so wie ihn die Natur geschaffen hat – brrrrrrr.

     

     

     

     

    Berndl und meine Wenigkeit also auf nach Torsvåg,

     

     

    kurzen Smalltalk mit Tanni & Karsten nebst Eiseleanhang, büschn geknuddelt, Taschentücher und so, da sie morgen wieder ihre Heimreise antreten mussten und mit nem kleinen, aber nur nen ganz kleinen schlechten Gewissen zurück gen Burøysund, da der kurze Smalltalk ne Stunde in Anspruch genommen hat und wir davon ausgegangen sind, dass die „Heimgebliebenen“ etwas erzürnt sein müssten, da wir Beide doch so lange uns haben nicht blicken lassen. Aber Fehlanzeige, die Filets vom Seeteufel lagen noch im Ofen und ein paar delikate Beigaben standen schon auf´m Tisch – hhhhhm, sieht nach nem opulenten Mahl und nem grandiosen Finish mit Stogramm Singlemalt aus. Kann es ein schöneres Ende eines noch schöneren Tages geben, wir meinen nein.

     

     

    Es war vorzüglich und wir möchten den Schaffern dieser Tafelrunde: Michi, Georg, Rob und Willy hiermit nochmals unseren herzlichsten Dank aussprechen – 4 Sterne im Michelin sind´n kinderkagge dagegen.

     

    Guddiguddi und ab ins Nest.

     

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