Ausgabe Mai 2012

Linktipps

    Testbericht Royberjig

    Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

    Testbericht: Royber Jigs

    Vor einiger Zeit bewarb ich mich sehr kurzfristig für den Test der so genannten „Royber Jigs“ des Köderbauers Roy Polinski.
    Ich war einige Tage später sehr erfreut und überrascht, eine E-Mail von Ihm zu erhalten, dass ich die Gelegenheit des Testens in meinem diesjährigen Island (Talknafjordur) Urlaubs bekommen dürfe.
    Gesagt, getan, kurze Zeit später landeten die Köder in meinem Briefkasten.
    Nach dem stürmischen Auspacken, stellte ich fest, dass ich sogar vier, statt der vereinbarten drei Köder bekommen habe!!!
    Ich war absolut begeistert davon und von dem ersten Eindruck dieser bedingungslosen Großfischköder für die Gesellen der nördlichen Meere.



    Genauer gehörten zum Umfang Royber Jigs der Ausführung:

    - 22cm, 230g, harter Schwanz, Farbe: Black




    - 22cm, 330g, harter Schwanz, Farbe: Makrele



    - 25cm, 350g, harter Schwanz, Farbe: Firetiger



    - 30cm, 450g, Softschwanz, Farbe: Seelachs



    sowie zwei zu den 22cm Gummis passenden Booster für die Schwanzteller.



    Beim ersten begrabbeln der Köder fielen sofort die starken Komponenten (Sprengringe, Drillinge, Wirbel), die fantastischen Lackierungen der Köpfe und die ausgeklügelten Befestigungssysteme der Drillinge und des Gummikörpers auf.
    Das erste Wechseln der Schwänze verlief problemlos, einfach die Befestigungsstifte heraus ziehen, wechseln, Stifte wieder gesichert und voilà.....fertig.
    Anschließend wollte ich sofort einen Booster testen und an der Ausführung in Black montieren.
    Dies stellte sich allerdings als etwas schwer heraus, denn mit dem ersten getesteten Sekundenkleber (UHU) war keine Haltbarkeit zu erzielen.
    Ein späterer Versuch mit Pattex brachte Besserung, aber auch hierbei war der Booster nicht richtig fest, es sollte mir jedoch erst einmal so reichen.
    Das letzte, was ich nach dem Trockentest beurteilen möchte, sind die Gummischwänze.
    Hierbei ist zu sagen, dass sie wirklich sehr gut aussehen, jedoch die aufgebrachte Farbe schon teilweise beim ersten Abmontieren des Shads abgegangen ist.


    Nun zum Praxistest, welcher in den Westfjorden Islands durchgeführt wurde, und meiner persönlichen Einschätzung.
    Diesem vorweg zu nehmen, wir, das sind mein Großvater und ich, konnten auf Grund des anhaltend starken Windes nur einen Tag aus dem Fjord heraus fahren.
    Doch auch im Fjord versuchten wir bei Tiefen über dreißig Meter, in denen mehr Dorsche als Schellfische standen, mit ihnen ein paar Fische zu überlisten.
    Erfolg hatten wir dabei nur in soweit, dass zwei wirklich gute Dorsche nach kurzem Drill ausstiegen und nur ein halbstarker Winzling an der Makrele mit Haken hängen blieb, der genau so groß war wie der Royber Jig.



    Aber pünktlich zum letzten Angeltag konnten wir wenigstens einmal raus fahren und dort fischten wir dann fast ausschließlich diese Köder.
    Und das mit riesigem Erfolg was die Stückzahl angeht, jedoch ließ leider die Größe zu
    wünschen übrig. Wir fingen Dorsche bis maximal 80cm und das bei jedem Ablassen.
    Jedoch lag das nicht an den Ködern, sondern an der riesigen Anzahl dieser Durchschnittsfische für isländische Verhältnisse.



    Anfänglich nervten die häufigen Aussteiger, welche bei jeder Drillingsmontage auftauchten.
    Nach einigen Versuchen hatten wir dann aber den Dreh raus.
    Es waren mindestens zwei wirklich kräftige Anschläge von Nöten, um die Dorsche sicher zu Haken und landen. Die Befestigungssysteme bewiesen alle ihre Haltbarkeit, jedoch habe ich bei der Montage mit dem zwischengeschalteten Stahlseil meine Sorge, wie lange diese beim Dauereinsatz hält.
    Selbst nach ein paar Dorschen hat es sich schon stark gekringelt aber sonst noch keine Abnutzungserscheinungen gezeigt.
    Das Einzige, was Abnutzungserscheinungen zeigte, waren die Gummis.
    Diese waren nach einigen Dorschen schon arg ramponiert, jedoch tat das der Fängigkeit keinen Abbruch und auch bei anderen Gummis hat man diese Probleme.
    Sowohl der harte als auch der weiche Schwanz bei allen uns zur Verfügung stehenden Jigs haben gefangen und ihre Berechtigung, in der Gerätekiste zu den Köpfen zu landen.
    Hier und da gab es noch einen Kratzer am Lack, aber sonst nichts.

    Ich fischte dazu im Vergleich noch einige Zeit mit dem Giant Jighead + 23cm Kopyto.
    Auch diese Kombi brachte zuverlässig ihren Fisch muss man sagen, jedoch ist die Lackierung anfällig und meiner Meinung nach nicht dem Preis entsprechend und größere Gummi Modelle (über 25cm) sind schlechter montierbar.


    Mein Fazit: Sehr empfehlenswert!!! Sollte wirklich mal jeder versuchen, der auf die Großen der Meere aus ist.

    Abschließend möchte ich mich noch einmal bei Herrn Polinski für die Bereitstellung und den Test bedanken.


    Mit freundlichen Grüßen

    Eric Frenzel

    Kommentar schreiben

    Sicherheitscode
    Aktualisieren


    Humminbird


    Alle Rechte und Irrtümer vorbehalten! - Ein Projekt von anglerboard.de.
    Alle Grafiken und Warenzeichen auf dieser Seite unterliegen dem Recht der jeweiligen Eigentümer.
    Das Kopieren von Bildern und Texten von Anglerpraxis.de ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet!

    © 2003-2011 Anglerpraxis.de
    Weitere Projekte: Angeln in Norwegen , Angeltreff.org
    Technical support by MLIT