Rezept des Monats: Rotaugen nach Bratheringart
Rotaugen nach Bratheringart
In Ludwigsburg am Monrepos - See stellte A&M -Angelsport den Schwaben die Neuheiten von Shimano vor, und es gab Angelvorführungen (siehe auch Bericht in dieser Ausgabe). Da liess es sich auch Frank Beissel, Europa - Chef von Shimano nicht nehmen, zu erscheinen.
Selbstverständlich freuten wir uns, einen langjährigen Kunden des Anglerboards zu treffen und kamen so bei der Vorführung von Alan Scotthorne ins Gespräch. Da dieser Rotaugen angelte, ging es auch um den kulinarischen Wert dieser ja oft massenweise zu fangenden Fische. Und Frank wollte, dass ich ihm ein Rezept für eingelegte Rotaugen - wie Bratheringe - schicken sollte.
Statt ihm das einfach zu schicken, dachte ich dass das sicherlich noch mehr Leute interessiert und veröffentliche das daher hier im Magazin (Grüße nochmal an Frank..):
Am besten eignen sich dazu Rotaugen, aber man kann natürlich auch Brassen, Döbel oder andere Weissfische verwenden. Man filiert die Fische und zieht die Haut ab. Dann werden sie nach dem würzen mit Salz und Pfeffer in Roggenmehl gewendet und in Öl dunkel ausgebraten. Danach kommen sie auf eine Platte mit einem Handtuch zum abfetten.
600ccm Weisswein und 600ccm Essig, die man mit einer Hand
Senfkörnern, ein paar Nelken und Wacholderbeeren sowie 4 oder 5
Lorbeerblättern würzt, wird soviel Zwiebelringe zugegeben, dass die
Flüssigkeit gerade noch einen Finger breit über den Zwiebeln steht.
Dann 2 Esslöffel Salz und ca. 150 Gramm Zucker zugeben und das aufkochen und 5 Minuten stark kochen lassen.
Danach soll der Fond abkühlen. Sind Fond und Fische kalt, kann
man die Filets abwechselnd mit dem Fond in ein verschliessbares Gefäss
(Tupper) geben. Wichtig ist dabei, dass die oberste Lage Filets ganz
von dem Fond bedeckt ist. Dann lässt man das alles mindestens für 4 - 5
Tage im Kühlschrank stehen, danach ist der "Rotaugenbrathering" fertig
zum Essen. Als Beilage eignen sich (für kühlere Tage) Salzkartoffeln,
an heisseren Tagen ein Salat und Brot. Und natürlich entweder ein
herbes Pils oder ein kalter Weisswein.
Wichtig ist, dass man die Filets immer mit einem Werkzeug
(Holzlöffel/Gabel) entnimmt. Dadurch halten die Fische dann wesentlich
länger. Im Kühlschrank kann man die eingelegten Filets gut 3 oder 4
Wochen aufbewahren.
Thomas Finkbeiner
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