Ausgabe Mai 2012

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    Der erste Karpfen..

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    Der erste Karpfen

    Ganz vorsichtig gehe ich mit Marcel und meiner kleinen Schwester den Holzsteg des Teiches entlang. Es ist ein schöner Spätsommernachmittag, Marcels Papa hat uns heute das Angeln an seinem Teich erlaubt. Marcel ermahnt uns zwei Kinder immer wieder freundlich zur Ruhe, was mir und meiner zwei Jahre jüngeren Schwester Johanna überhaupt nicht so leicht fällt.

    Am Ende des Steges angekommen, wirft unser Angelguide Toastbrot wie Frisbeescheiben auf die Wasseroberfläche. Es dauert nur wenige Augenblicke, bis die Karpfen heraufkommen und mit deutlichem Schmatzen die Leckerbissen aufsaugen. Damit hatte er das Angelfieber in mir geweckt, denn außer einer Forelle, die mehr oder weniger mein Papa am Schöninger Forellensee für mich fing, konnte ich bisher nichts Nennenswertes landen.

    Mein Führer montierte einen großen, einschenkligen Haken am Snap des 0,27er Fluorocarbonvorfaches meiner kleinen Teleskopspinnrute und beköderte ihn mit …. Na, das kannst Du Dir sicher denken.

    Gemeinsam warfen wir aus und ich konnte sehen, wie sich auch gleich ein wohl über drei Pfund schwerer Schuppenkarpfen daran zu schaffen machte. Ganz aufgeregt setzte ich viel zu früh dem Anhieb und ersparte dem Fisch auf diese Weise ein Loch im Maul.
    Papa meinte, ich solle gleich etwas länger warten, während er vom Rand aus fotografierte. Gut, das Auswerfen des zweiten Schwimmbrotes gelang mir auch schon besser. Johanna schaute ganz interessiert von der Seite zu.

    Gespannt blickten nun alle auf das kleine Stück Toastbrot, welches an der Oberfläche trieb. Da, plötzlich sah ich den Köder im Maul eines großen Fisches verschwinden und einen Augenblick später bog sich auch schon meine kleine Angel und die Bremse der Shimano 1000RB surrte laut beim Freigeben der leuchtend gelben 0,26er SPROTEC (wieso schreiben die eigentlich 0,25darauf?







    Hält man uns Angler für unfähig im Umgang mit einem Meßschieber??). Ich mußte mich ganz schön anstrengen und ohne die Unterstützung von Marcel hätte es die Erinnerungsbilder wohl nicht gegeben.

    Schließlich aber blieb der Spiegler für einen kurzen Fototermin doch nur zweiter Sieger und mein Kescher, den ich vor kurzem zum Schulanfang von meinem Patenonkel aus Stapelfeld bekommen habe, konnte benutzt werden.









    Sicher siehst Du wie stolz ich über den Fang dieses schönen Fisches bin. Ganz bestimmt fahren Euere Kinder auch gern mit Euch zum Angeln. Manchmal hilft ein Außenstehender Dritter, Papas Ungeduld in den Griff zu bekommen. Sagt das dem Papa ruhig! Wenn er ein wenig in sich geht, erkennt er, daß es stimmt. Angeln ist nämlich viel besser als Fernsehen und jede gemeinsame Minute mit Papa oder Mama ist toll!



    Petri!

    Euer Willy aus dem Landkreis Helmstedt

    Kommentare 

     
    0 #1 Angler 2010-10-08 23:14
    Sehr schöne Fotos!!
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