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Ausgabe Dezember 2017

Pressemeldung: „Rendezvous“ über See: Aus Übung wird Ernstfall

Pressemeldung:

„Rendezvous“ über See: Aus Übung wird Ernstfall


Seenotretter und Marineflieger im gemeinsamen Einsatz auf der Ostsee

Ein deutscher Lkw-Fahrer an Bord einer Schwedenfähre verdankt der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen Seenotrettern und Marinefliegern schnelle medizinische Hilfe. Aus einer gemeinsamen Übung des Seenotrettungskreuzers BERLIN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und eines Such- und Rettungshubschraubers der Deutschen Marine in der Ostsee wurde gestern Abend, 14. September 2017, plötzlich Ernst.

Gegen 20.20 Uhr hatten sich der „Sea King“-Hubschrauber der Marine und die in Laboe stationierte BERLIN der Seenotretter in der Strander Bucht an der Kieler Förde zum „Rendezvous“ getroffen. Die beiden Crews hatten gemeinsame Windenmanöver bei Dunkelheit zur Übung geplant.



Gerade als der Hubschrauber eingetroffen war, meldete sich die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS über Funk: Auf der Schwedenfähre „Tom Sawyer“, unterwegs von Travemünde nach Trelleborg, hatte sich etwa 18 Seemeilen nordöstlich von Travemünde ein medizinischer Notfall ereignet. Ein deutscher Lkw-Fahrer klagte über starke Schmerzen in der Brust.



SEENOTLEITUNG und Besatzung der BERLIN schlugen etwas vor, das angesichts der Entfernung zum Einsatzort auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint, jedoch schnellstmögliche Hilfe versprach: Die BERLIN alarmierte ihren freiwilligen Seenotarzt Dr. Stephan Rusitska, lief kurzerhand zurück nach Laboe und nahm ihn an Bord. Der Hubschrauber wartete unterdessen über der Förde.



Aus der Übung wurde nun Ernst: Die Marineflieger winschten den Mediziner auf und flogen ihn zur „Tom Sawyer“. Kaum eine halbe Stunde später schwebte der Hubschrauber bereits über der Ostseefähre und setzte ihn mit der Seilwinde an Deck ab. An Bord versorgte der Dr. Rusitska den Lkw-Fahrer. Der Hubschrauber winschte beide auf und flog den Patienten ins Universitätsklinikum nach Lübeck.



Das „Rendezvous“ zwischen Seenotrettern und Marinefliegern vor Laboe fand zu später Stunde seine Fortsetzung: Die BERLIN lief am späten Abend noch einmal aus und traf sich erneut zu einem Windenmanöver mit dem Hubschrauber, der den freiwilligen Seenotarzt der DGzRS kurz vor Mitternacht „nach Hause“ flog.  

 



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