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Ausgabe Oktober 2017

Testbericht Balzer Shirasu Photo Print Shads von Peh

Produktdaten:
Balzer SHIRASU PHOTO PRINT SHADS in 10cm, 13cm und 17cm

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Erster Eindruck und Optik


Ich hatte das Vergnügen die neuen Shirasu Print Shads der Firma Balzer ausgiebig testen zu dürfen. Als das Paket dann endlich ankam, war ich total gespannt. Geliefert wurden mir Köder in 3 verschiedenen Größen (8cm, 11cm, 15cm) und verschiedenen Dekoren. Zusätzlich gab es noch ein paar Jigköpfe die von Gewicht und Größe gut zu den Gummis passten und eine schöne Köderbox.

Der Erste Eindruck war überragend. Die Optik der Köder war wirklich sehr gut und die Köder sahen aus wie echte Fische. Man kann die einzelnen Schuppen bei den Fischen erkennen. Diese Meinung vertraten auch einige Freunde denen ich diese Köder zeigte. Weitere gelungene Details sind die hervorstehenden Augen die nicht nur aufgeklebt sondern auch aus dem Gummi bestanden Seitenflossen und jeder Fisch hatte unter dem Kopf eine rote Stelle. Abgerundet werden die Köder von einem schönen Schaufelschwanz, der bei allen Dekoren in weiß gehalten war. Das musste den Raubfischen einfach gefallen. Das einzige was ein wenig stören könnte, ist der eher untypische Lackgeruch der Köder. Dieser entsteht wohl durch den Print auf die Gummis. Aber bei dieser Optik kann man drüber  hinwegsehen.

Trotzdem beschloss ich die Köder erstmal auslüften zu lassen.
Am folgenden Wochenende ging es dann an den Rhein in NRW, um die Shirasu Print Shads auf Herz und Nieren auch in der Praxis zu testen.


Da es im letzten Drittel des Julis leider recht viel geregnet hat, herrschte bei uns am Rahm leider etwas Hochwasser. Also entschied ich mich direkt für die 15cm Variante und dem mitgelieferten 20g Kopf. Die Große Varainte wurde in 4 Dekoren geliefert. Ich entschied mich als erstes für die Forelle. Als Zielfisch erwartete ich den Zander. Das befestigen des Hakens in den Köder gestaltete sich sehr einfach, da bei Balzer auf eine weichere Gummimischung geachtet wurde. Also perfekt für Anfänger geeignet.  Dies soll allerdings nicht heißen, dass die Gummimischung nicht zäh wäre.                                                                                                                   

Zusätzlich befestigte ich noch einen Angstdrilling und los ging es. Über die Wurfeigenschaften der Shads kann ich nichts schlechtes berichten. Die 15cm Variante fliegt recht weit und auch recht gerade. Heißt der Köder dreht sich kaum in der Luft und wackelt auch nicht herum.  Da die Strömung hoch war, kam es bei meinen ersten beiden Wurfen an die Störmungskante überhaupt nicht zu Bodenkontakt der Köder.                                                                                                                                           Was mir hier jedoch sofort aufgefallen ist, dass der Köder super läuft. Durch die Strömung erkannte man sofort, dass der Shad schön hin und her flankt und so eine Menge Druck unter Wasser macht.       

Ich entschloss mich daher das Bleigewicht der Jigköpfe auf 27g zu erhöhen. Dies war in meinen Augen aber nicht optimal. Zwar bekam man so Kontakt zum Boden, jedoch sank mit der Köder jetzt zu schnell und die Flankeigenschaften kamen nicht mehr  so zur Geltung wie es sein sollte. Und das selbst bei doppelten Anjiggen                                                                                                                      

Außerdem bekam ich zu viele Hänger und so entschied ich mich wieder auf ein leichteres Gewicht umzusteigen.  Man konnte so zumindest von der Buhne aus in den ruhigeren Gewässerzonen angeln. Doch wie sollte ich den von vielen Gummifischanglern als Hotspot auserkorenen Bereich an der Strömungskante beangeln?

Ich dachte mir wenn der Shirasu Shad so flankt könnte man es ja auch mit einfachen einleiern versuchen. Ich beschloss von der Buhne aus möglichst paralell zur Kante zu werfen.
Gesagt getan. Ich entschied mich hier jedoch für eine andere Farbe des Köders und meine Wahl fiel auf das Rotaugendesign. Hier sticht vorallem das knallrote Auge Es ist eine recht verbreitete Sorte Fisch im Rhein und daher kannten sie Zander und Co auch. Beste Vorrausetzung um was ans Band zu bekommen.  Nach wenigen Kurbelumdrehungen des dritten Wurfs kam dann der Biss. Kurzer Anhieb und?..... Hing nicht!                                                  

Das gabs doch gar nicht. Ich holte den Köder wieder ans Land um diesen nach Bissspuren zu untersuchen und dabei fiel mir erst auf, dass ich vergessen hatte den Angstdrilling an den neuen Köder zu machen. Das kann passieren ist aber trotzdem ärgerlich. Aber groß war der Fisch nicht dachte ich mir, sonst hätte er sich das 15cm Fischen auch komplett reingepfiffen. Ich entschied mich trotzdem bei meiner weiteren Angellei mit Angstdrilling zu arbeiten. Ich befischte so noch weitere Buhnen intensiv und testete auch noch das Hechtdekor aus. Jedoch wurde es zur Mittagszeit zu heiß und so beschloss ich meinen Angeltag zu beenden.  Als Rute kam die Shimano Beastmaster mit 50-100g Wurfgewicht zum Einsatz.


Zu Hause angekommen kam ich zu einem ersten Zwischenfazit zu den Shirasu Photo Print Shads in 15cm Länge.  
Also diese Variante hat gute Flug- und Wurfeigenschaften. Ich glaube für Leute die wirklich oft auf Zander angeln ist dieser Köder in dieser Größe wirklich eine gute Alternative. Ich glaube auch für die Hechtjäger  könnte es ein Tipp sein.

Ein paar Tage später wollte die die Köder in den anderen beiden Größen testen. Hierfür fuhr ich an einen großen Baggerses mit einer Gesamtwasserfläche von etwa 150 Hektar. Dort herrscht zwar ein hoher Angeldruck, jedoch ist der Bestand an Barsch und Hecht auch recht gut.                                                  Damit war der Zielfisch auch schon definiert.

Also Köder an die Schnur und los ging es. Zuerst mit der 11cm Variante und einem 10g Kopf. Zusätzlich gebrauchte ich noch ein kleines Stahlvorfach, da ich hier jederzeit auf Hecht stoßen konnte Die Seen haben verschiedene Strukturen und verschiedene Tiefen. Als erstes wurden im Flachwasser die Schwimmeigenschaften unter die Lupe genommen. Und ich war wieder positiv überrascht. Auch diese Größe flankte schön zu den Seiten und durch die weiche Gummimischung arbeitete der Schaufelschwanz sehr gut. Schon bei leichtem anjiggen schoss der Köder schön nach oben und trudelte schön zum Grund. Dabei fiel der weiße Schwanz sofort ins Auge. Dieser zeigte ein verführerisches Spiel. So beangelte ich dann fächerförmig viel Wasserfläche ab. Bei der Wurfeigenschaft hab ich auch hier nichts zu beanstanden. Fliegen gut, präzise und auch recht weit. Leider merkt man, dass die Sommerferien im vollen Gang waren, da sich das Gewässer schon zur frühen Mittagszeit mit badewüchtigen Jugendlichen und vielen Hundebesitzern füllte.  Daher konnte ich nur noch die Stellen beangeln, die sehr verkrautet waren.

Nicht die besten Voraussetzungen  um mit einem Gummiköder erfolgreich zu sein. Und langsam wurde es auch zu heiß Ich versuchte zwar mein Glück noch eine  ganze Weile, jedoch war es mir zu mühselig  den Köder jedesmal nach dem Einholen von Grünzeug zu befreien und beschloss es ein paar Tage später  einfach abends nochmal zu versuchen.  Denn ich musste ja auch noch die kleinste der mitgelieferten Größen noch einem Praxistest unterziehen. Bei dieser Session wurde mit einer Shimano Yasei mit Wurfgewicht 7-28g geangelt und als Rolle wurde eine Spro Red Arc 10300 mit einer 14er geflochtenen verwendet.

Ein paar Tage später ging es dann am frühen Abend ans Wasser. Es war zwar noch recht warm jedoch waren nicht mehr so viele Badegäste am Wasser. Diesmal konzentrierte ich mich nur auf die kleinen Shads. Ich packte eine leichte Spinnrute ein (Spro Addiction 3-18Gramm) und als Rolle kam die Shimano Exage4000 mit.

Am Wasser angekommen herrschte reges Treiben an der Wasseroberfläche. Viele Blasen und Kringel konnte man sofort erkennen. Ich entschied mich daher für einen recht leichten Kopf von 5g um möglichst Oberflächennah agieren zu können. Die kleinen Köder lassen sich selbstverständlich nicht so weit werfen wie die größeren Alternativen, jedoch haben sie auch eine überaus stabile Fluglage. Da ich an der Oberfläche bleiben wollte hielt ich beim Einkubeln die Rutenspitze einfach etwas höher und leierte die Köder einfach etwas schneller ein.

Und  Leute was soll ich euch sagen…… Es klappte so umging ich nicht nur das Kraut es bissen auch ein paar Barsche.  Ich versuchte es dann noch mit jiggen. Diese Technik war allerdings nicht von Erfolg gekrönt.                       

Gesamtfazit

Also ich persönlich finde die Shirasu Print Shads von Balzer wirklich sehr gelungen.  Angefangen vom Design bis hin zur Wurf- und Laufeigenschaften der Köder ist alles sehr stimmig. Ich persönlich bin zwar kein Fan von großen  Gummiködern wo ich mit Angstdrilling arbeiten muss, jedoch werde ich diese auch weiterhin testen und bin mir sicher, dass ich im Herbst bzw Winter damit fangen werde. Ich könnte mir auch gut vorstellen, diese als Schleppköder vom Boot zu benutzen. Da sie sehr gut flanken und auch farblich gut gestaltet sind werden viele Reize der Räuber aktiviert.  Es ist dieses Jahr noch ein Wochenende am Möhnesee geplant 

Die kleine 7cm Variante ist schon fester Bestandteil in meiner Köderbox und ich werde da sicher noch mal ein paar Modelle nachkaufen. Sie sind absolut zu empfehlen. Aber auch mit mittlere Alternative wird noch weiter getestet. Durch die zähe Gummimischung ist es überhaupt kein Problem den Haken öfter zu wechseln ohne das Gummi zu zerstören. Es lässt sich die ganze Bandbreite an Raubfischen beangeln.
 Ich hoffe ich konnte euch als Leser einen guten Einblick in die Eigenschaften der Köder gewähren auch wenn ich Fischtechnisch nicht jedesmal etwas fangen konnte.



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