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Ausgabe Dezember 2017

Testbericht Quantum und Black Cat Spinnerbaits von lenato

Spinnerbaits sind bereits seit einigen Jahren,genauer gesagt seit ich meinen ersten Hecht auf Spinnerbait fangen konnte,fester Bestandteil meiner Köderbox.

Durch die recht simple Köderführung sind sie insbesondere für Anfänger geeignet um erste Erfahrungen mit der Spinnrute zu sammeln.

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Persönlich setze ich sie meist in verkrauteten Gewässern, an Schilfreihen oder zwischen Seerosenfeldern ein. Da es von Anfang an gut funktionierte, habe ich nie groß experimentiert, immer in etwa
die gleichen Größen gefischt (15-30 Gramm) und auch bei den Farben ausschließlich auf sehr auffällige Schockfarben gesetzt.

Da bot es sich an sich als Tester zur Verfügung zu stellen und die Köderhorizonte in beide Richtungen zu erweitern.

Der erste Eindruck der Köder war positiv, die Köder sind qualitativ hochwertig, die Haken scharf und das Design jeweils sehr ansprechend.

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Getestet wurden die Köder beim Uferangeln an norddeutschen Entwässerungstiefs und an einem mittelgroßen Fluss mit meist trübem Wasser.
Gewässerbreiten (5-25 Meter)
Gewässertiefen (50cm - 2 Meter)

 

Quantum Spinner Bait Pike
Farbe: Bloody Offspring
Größe 20cm/13cm ohne Trailerhaken
Gewicht: 65g

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Der Köder macht optisch ganz schön was her, der große Kopf mit roten Augen ist nur ein hervorstechendes Merkmal.

Orangene,schwarze und weiße Gummifäden sowie goldenes Lametta als Skirt ragen bis weit über den ersten Haken hinaus, dazu 2 große Colorado Blätter, von denen das hintere dank Sprengring ausgetauscht werden kann.
Das erste Blatt läuft frei beweglich auf dem Gestänge. Die Öse an der der Köder eingehangen wird, wurde so gebogen dass die beiden Stangen senkrecht auseinander gedrückt werden.


Die Haken sowie das Gestänge sind sehr robust und sind für das Angeln auf Große Hechte angemessen.
Der Köder lässt sich aufgrund seines Gewichtes weit werfen, macht dann allerdings auch eine Menge Lärm beim Aufprall auf die Wasseroberfläche. Man muss aufpassen dass er sich in der Luft nicht überschlägt, am besten kurz vor dem Aufprall auf die Wasseroberfläche leicht abbremsen.

Da weite Würfe hier ohnehin nicht notwenig sind waren leichte Unterhandwürfe deutlich angemessener.
Dementsprechend schnell erreicht er auch den Grund, startet man mit einem kleinen Ruck laufen die Blätter ohne Probleme an.
Die Blätter machen unter Wasser enormen Druck, sodass sich das Spinnerbait zwar sehr langsam führen lässt, aber in Kombination mit dem Gewicht auch sehr tief läuft.

Das hatte zur Folge, dass der Köder sich nicht mehr über die Krautbänke, die entlang des Ufers gen Wasseroberfläche streben, führen ließ. Stattdessen stieß er mitten hinein
und sammelte so jede Menge Grünzeug ein. Mit Seerosen/Schilf gab es keine Probleme. Einen Hänger hatte ich an einem nicht sichtbaren Pfahl im Wasser, der sich aber durch Umpositionieren wieder lösen ließ.

Attacken konnte ich augfrund der beschriebenen Problematik nur eine verbuchen, diese ging voll auf die Blades und hing nicht. Nach 2 Monaten sieht der Köder noch fast aus wie neu, keinerlei Rost oder
sonstige Verschleißerscheinungen. Nur die Blades haben ein paar Kratzer abbekommen, verbogen ist wie erwartet nichts.

Ich denke dass Im Herbst/Winter die große Stunde des Quantum Spinner Bait Pike kommen wird, wenn das Kraut abstirbt und die Hechte auf große Nahrung aus sind. Grundsätzlich ist der Köder aber für tiefere/weniger verkrautete Gewässer deutlich besser geeignet. Insbesondere für das Angeln vom Boot, um über das Kraut zu kommen oder beim Schleppen sollte er sich hervorragend einsetzen lassen.


Black Cat Spinner Bait:
Farbe: Silver
Gewicht: 60g

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Besondere Merkmale sind der weiße Kopf mit großem schwarzen Auge sowie das weiße Spinnerblatt mit rotierendem roten Propeller.
Der Haken und das Gestänge sind sehr robust, was beim Zielfisch Wels auch zwingend notwendig ist. Das Spinnerblatt lässt sich ebenfalls austauschen.


Die Hakenöse wurde seitwärts in das Gestell hineingebogen, der Köder wirkt insgesamt sehr robust. Zusätzlich geschützt wird das Gestell durch eine Verbindung zwischen Öse und Haken (unter dem grünen Schlauch). Diese sorgt dafür dass nur Druck des Wassers auf die Blattstange wirkt, sollte ein Fisch beißen
wirkt der gesamte Druck des Fisches auf auf den unteren Teil des Spinnerbaits und überträgt sich direkt auf Wirbel/Vorfach. Die Gefahr dass das Gestell im Drill verbiegt ist dadurch sehr gering,
da müsste schon die Öse aufbiegen.Durch den rotierenden Propeller, der sich schon bei minimalem Zug dreht, erhält das Spinnerbait zusätzlichen Reiz.

Der Skirt besteht aus weißen und grauen Gummifäden, von denen die mittleren deutlich länger sind. Dieses verleiht dem köder die Optik eines Tintenfischs. Bei entsprechender
Führung mit kleinen Stops pulsieren die Fäden wie kleine Tentakeln. Bei gleichmäßiger Führung tanzt das Spinnerblatt verführerisch über dem Köder langsam auf und ab. Der Köder lässt sich weit und präzise werfen.
Um den Test besser einordnen zu können, persönlich konnte ich noch keinen Wels mit der Spinnrute fangen. In den letzten Jahren häuften sich bei uns die Meldungen von Welsfängen, meist jedoch als
Beifänge beim Ansitzangeln. Angler die es gezielt mit Spinngerät auf Wels versuchen gibt es meines Wissens nach noch nicht. Ich bin sicher dass das Black Cat Spinner Bait früher oder später Erfolg bringen wird. Bisse gab es bisher noch nicht, da heißt es Ausdauer beweisen.

Jetzt im Frühsommer versuchte ich es zu verschiedenen Tageszeiten an ganz bestimmten Stellen.
Ausgespülte Außenkurven, Brücken und Abbruchkkanten schienen besonders erfolgsversprechend. Das Problem mit dem Kraut gab es trotz des ähnlich hohen Gewichts nur geringfügig, das weidenblattförmige Blatt lässt auch eine schneller Führung zu, taumelt aber weiterhin sehr verführerisch.

Der Köder sollte in erster Linie für Wels aber auch auf große Hechte funktionieren.


Quantum Spinner Bait
Farbe: Black Metal
Größe 7cm
Gewicht 8g

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Sehr leichtes Spinnerbait mit weidenblattförmigem Blatt, dass unter Wasser sehr schön aufblitzt. Der türkise Körper und der schwarz/graue Skirt sind eher natürlich gehalten. Die Haken ist sehr
stabil und nadelscharf. Das Gestell wirkt im Gegensatz zum Haken deutlich weicher. Als Zielfisch steht wohl in erster Linie der Barsch im Vordergrund, doch auch kleine und mittlere Hechte ließen sich den Köder schmecken. Der Köder lässt sich an leichtem Gerät gut werfen, die Flugeigenschaften sind bei so einem kleinen, kompakten Spinnerbait durchaus nicht zu verachten. Wurfweiten über 25 Meter sollte man aber
aufgrund des geringen Gewichts nicht erwarten.

Der Köder sinkt auch dementsprechend langsam zum Grund und läuft relativ flach bei normaler Führung. Um tiefer zu fischen muss man den Köder extrem langsam führen. Dieses ist möglich, da das dünne Blättchen schon bei minimalem Zug auf der Schnur anfängt zu rotieren. Mit diesem Köder an leichtem Gerät zu fischen macht richtig Spaß, gerade im Frühsommer passt der Köder auch in das Beuteschema der Hechte.

Die Angelei gestaltete sich als sehr kurzweilig, die Größe sorgt dafür dass es kaum Fehlbisse gibt (Hecht). Wirklich große Hechte sind auf diesen Köder aber wohl kaum zu erwarten, bzw dafür ist das Gestänge auch nicht ausgelegt. Seit einem mittleren Hecht ist das Gestell leicht gebogen, lässt sich aber weiterhin sauber
führen. Barsche gibt es bei uns zahlreich, aber in verbutteten Beständen (ü 20 Fische sind die Ausnahme).

Den größten Erfolg hatte ich indem ich den Köder nach dem auswerfen zum Grund sinken ließ und
dann ganz simpel und langsam einkurbelte. Dieser Köder hat mich so überzeugt, dass inzwischen auch die 15Gramm Version in meinem Besitz ist.

Zusammengefasst bleibt zu sagen, dass bisher nur das Quantum Spinner Bait Fisch gebracht hat. Aber auch die anderen beiden werden weiter ihre Einsatzzeit bekommen. Das Black Cat Spinnerbait
braucht generell Zeit, bis ein Wels gefunden ist und das Quantum Spinner Bait Pike wurde zur falschen Jahreseit für diese Gewässer eingesetzt. Keiner der Köder zeigt irgendwelche Anzeichen von
Rost oder verändertem Laufverhalten. Ich würde alle 3 Köder weiterempfehlen, sofern sie zu den beschriebenen Bedingungen passen. Je nach Zielfisch werden sie mich auch in Zukunft ans Wasser
begleiten.

Vielen Dank fürs Lesen und Petri Heil

lenato



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