Ausgabe Mai 2012

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    Angelgeräteimport aus dem Ausland

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    Angelgeräteimport aus dem Ausland

    Immer wieder liest man auch in unserem Forum von Leuten, die sich Angelgerät direkt aus dem Ausland, oft aus den USA oder Japan, schicken lassen. Da gibt es zum einen die gesetzestreuen, die dann diese Sachen regulär verzollen und versteuern. Und es gibt diejenigen die dann schnell feststellen, dass bei ordnungsgemäßer Versteuerung/Verzollung kein großer - wenn überhaupt einer - Preisvorteil übrig bleibt. Anzeige_Langenhorn_50x50

     

    Abgesehen davon dass man sich schwer damit tun wird, Garantieansprüche durchzusetzen, schädigt man damit auch Importeure, Großhändler und Fachhändler.

     

    Man kann dann im Netz immer wieder lesen welche „Tipps" gegeben und welche Tricks angewandt werden, um Zoll und Steuer zu umgehen.

     

    Nach einem Gespräch mit dem Hauptzollamt in Hamburg möchte ich zu diesem Thema gerne einige Infos weitergeben, die den Gerüchten, welche da teilweise im Netz unterwegs sind, doch deutlich widersprechen.

     

    Um Kleinkram kümmert sich der Zoll nicht

    Das ist ganz klar falsch, selbst wenn es sich nur um den Betrag von einem Cent drehen würde, müsste ein Zollbeamter oder sonstige Strafverfolgungsbehörden tätig werden, sobald sie davon Kenntnis erhalten. Würden sie das nicht tun, würden sie sich sogar selber strafbar machen!

     

    Alles als Geschenk deklarieren, dann passiert nix

    Auch ganz klar falsch, da auch für Geschenke zum einen nur ein niedriger Wert Zoll/Steuerfrei ist, zum anderen so was auch Steuerhinterziehung und somit eine Straftat ist. Davon kann man nur abraten!

     

    Die kriegen das eh nicht raus im Internet

    Auch das ist klar falsch. Der Zoll hat wie andere Strafverfolgungsbehörden auch für Internetkriminalität extra Ermittlungsgruppen eingesetzt. Darunter auch solche, welche über bestimmte Suchwörter Suchmaschinen durchforsten und da dann vor allem auch in Foren fündig werden. Da sobald sie von einer (auch noch so kleinen) Straftat/Vergehen Kenntnis erlangen tätig werden müssen, werden da wohl in nächster Zeit einige Leute dumm aus der Wäsche gucken.

     

    Mit gefälschten Emailadressen etc. erwischen die mich eh nicht

    Auch klar falsch. Es ist nicht die Frage ob sie einen erwischen, sondern letztlich welchen Aufwand es braucht und wie lange es deswegen dauert. Dass das Internet lange nicht so anonym ist, wie mancher denkt durften ja auch schon die Leute erfahren, die das Anglerboard mal gehackt hatten. Und wir haben beileibe nicht die Möglichkeiten welche Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung stehen!!

     

     

    Oder ganz andres gesagt:

    Kauft lieber auf legalem Wege ein (ob im In- oder Ausland). Wer versucht Steuer und Zoll zu hintergehen bei Einkäufen aus dem Ausland, sollte sich nicht beschweren, wenn er dann Post vom Staatsanwalt oder dem Finanzamt kriegt. Und Steuervergehen werden in Deutschland mit am stärksten bestraft!!

     

    Genaue weitere Infos zum legalen importieren (nicht nu) von Angelgerät aus dem Ausland bekommt Ihr hier:

    http://www.zoll.de

    Zudem besteht die Möglichkeit der Anfrage(n) an das Infocenter der Zollverwaltung, dessen Erreichbarkeiten auf der Seite
    http://www.zoll.de/infocenter/index.html

    genannt sind.

     

    Hier die Freigrenzen:

    Sie betragen 22,00 € (kommerzielle Sendungen im Postverkehr), 45,00 € (Sendungen von privat n privat ohne (!) vorherigen Geldfluss) sowie 175,00 € (Reiseverkehr).

      

    Thomas Finkbeiner 

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