Ausgabe Mai 2012

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    Wahlprüfstein SPD

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     Wahlprüfstein SPD

    Um es ganz klar zu sagen:

    Eine Partei - welche auch immer - nur aus anglerischen Gesichtspunkten zu wählen, wäre unverantwortlich!!

    Da wir aber wissen, wie viele Leute sich allgemein von der  Politik abgestoßen fühlen und kaum noch überhaupt ein Partei für wählbar halten, haben wir den Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien Fragen zum Angeln gestellt.

    Vielleicht ergibt das für den einen oder anderen den Auschlag für oder gegen eine Partei. Im Anschluss an die Antworten der Parteivorsitzenden werden wir aus anglerischer Sicht die Antwort kommentieren.

     

    Das aber - wie oben schon gesagt - kann eine Entscheidung für eine Partei letztlich nur bestätigen, sollte aber nicht Grundlage dafür sein.

     

    Wir haben folgenden Brief an die Vorsitzenden der CDU (Frau Dr. Merkel), CSU (Herr Seehofer), SPD (Herr Müntefering), Grüne (Frau Roth und Herr Özdemir), FDP (Herr Westerwelle) und an Die Linke (Herr Bisky, Herr Lafontaine) geschickt, mit der Bitte um Stellungnahme:


    Sehr geehrter Herr/Frau XXXXXX,
    vor der Bundestagwahl möchten wir die ca. 4 Millionen Angler informieren, wie die im Bundestag vertretenen Parteien zum Thema Angeln stehen.

    Wir wissen durchaus, dass mit der Föderalismusreform auch die Regelungen für das Angeln in den jeweiligen Fischereigesetzen festgeschrieben wurden.

    Deshalb haben wir uns bereits mit den zuständigen Ministern der Länder in Verbindung gesetzt – mit in unseren Augen katastrophalem Ergebnis.
    http://www.anglerpraxis.de/ausgaben-...-stellung.html

    Nun sehen wir gerade im Superwahljahr 2009 auch Sie als Bundespartei in der Pflicht, Stellung zu beziehen und den Anglern zu erklären, in welcher Form sich Ihre Partei für das Angeln einsetzen kann und wird.

    Was beispielsweise unternehmen Sie als Bundespartei, um möglichst einheitliche Regelungen innerhalb Deutschlands zu schaffen und den Zugang zum Angeln soweit als möglich zu vereinfachen?

    Wir möchten unnötige Kosten vermeiden und würden uns daher freuen, wenn Sie uns die Antwort als E-Mail bis spätestens zum 29.07.2009 (Redaktionsschluss) schicken würden an:
    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


    Mit freundlichen Grüßen,


    Thomas Finkbeiner             
    Redaktion Anglerboard       

    Philipp Freudenberg

    Bundesgeschäftsführer des Deutschen    Anglerverbandes e.V.

     

     

    Hier nun die Antwort der SPD: 
    Zitat:

    Die SPD schätzt die ehrenamtliche Arbeit der rund 3,8 Millionen Angler in Deutschland. Sie erbringen tagtäglich eíne enorme Leistung, die neben der Umwelt- auch eine gesellschaftliche Komponente hat.

    Sie verbringen viele ehrenamtliche Stunden mit der Gewässerbetreuung bzw. bewirtschaftung. Damit leisten Sie einen entscheidenden Beitrag zur Sauberhaltung der Gewässer und der Uferzonen, zur Erhaltung und Wiederherstellung der natürlichen Lebensräume und zu einer ausgewogenen Artenvielfalt in unseren Gewässern. Und das vollbringen Sie mit einem hohen Maß an Kompetenz.

    Darüber hinaus leisten Sie einen Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Die Interessen unserer Gesellschaft stimmen maßgeblich mit denen der Anglerschaft überein. Wo schließen sich schon so viele Menschen für eine gemeinsame Sache zusammen. Und das alles in ehrenamtlicher Tätigkeit. Dafür gilt Ihnen unser ganz besonderer Dank und unsere Anerkennung.

    Sie arbeiten aktiv an der schonenden Bewirtschaftung der Fischbestände mit. Ob bei den Managementplänen üfr den Aal oder beim Dorschangeln auf der Ostsee: wenn es um die Erarbeitung effektiver Maßnahmen ging, waren Sie stets mit Lösungsvorschlägen zugegen. Und auch sonst sind Sie beim Natur- und Umweltschutz ganz vorn dabei. Die Durchgängigkeit von Gewässern, der Fischartenschutz, die Vermittlung waidgerchten Tötebs von Tieren, das ist nur ein kleiner Teil der von Ihnen erbrachten Leistungen. Die organisierten Angler in Deutschland sind die größten Umweltschutzorganisationen nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Das macht sie unverzichtbar.

    Übrigens haben wir uns auch die Umfrage unter den Länderministern angesehen. Ihre Forderung nach einem einheitlichen Zugang zum Angeln lassen sich vor dem Hintergrund des Föderalismus vermutlich nicht verwirklichen. Wir fügen diesem Schreiben aber zur Veranschaulichung eine Übersicht über die verschiedenen Anforderungen an Angler in allen 16 Bundesländern bei. Das macht die Sache nicht einfacher, aber übersichtlicher.

    Sie üben das Angeln übrigens auch mit Leidenschaft aus, das schätzen wir ganz persönlich.

    Kajo Wasserhövel

     

    Unser Anglerboard - Kommentar
    Auch die Antwort der SPD kam nicht vom angeschriebenen Vorsitzenden, aber sie kam immerhin! Auch die SPD scheint eher "auf Kriegsfuß" mit den modernen Medien zu stehen -denn auch hier kam die Antwort nicht einfach per Mail wie vorgeschlagen, sondern per Post.
     
    Auch wenn der DAV die Fragen mit unterschrieben hat, zeigt die Antwort dass man damit speziell auf den DAV einging.
     
    Nur im letzten Absatz nahm man dann Stellung zu unserer Frage, ob und wie man den Zugang  zum Angeln möglichst bundeseinheitlich vereinheitlichen und vereinfachen könne.
     
    Die Einschätzung, dass das wegen des Föderalismus nicht einfach sein dürfte, die teilen wir durchaus.  Nur wollten wir ja nicht wissen, ob das einfach ist, sondern ob die Bundes - SPD dafür kämpfen will.
     
    Also insgesamt ein anglerisch eher mageres Statement der SPD.
     
    Thomas Finkbeiner

     

    Kommentare 

     
    0 #1 Hecht 2009-09-08 09:23
    warum wurden eigentlich die alten Kommentare entfernt? Waren sie nicht genehm?
    Hecht
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    0 #2 Admin 2009-09-08 09:44
    Es wurde nichts entfernt, die stehen noch in den Artikeln der Augustausgabe drin.. Erst gucken, dann meckern..
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    0 #3 Mullet 2009-09-09 20:55
    Wirklich sehr mager.
    Und anscheinend keine Interesse, die Situation der 3,8 Mio Angler zu verbessern. (Woher kommt nur diese Zahl?)
    Die Quittung für solche Antworten gibts am 27.9.
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