Wahlprüfstein SPD
| Drucken |
Wahlprüfstein SPD
Um es ganz klar zu sagen:
Eine Partei - welche auch immer - nur aus anglerischen Gesichtspunkten zu wählen, wäre unverantwortlich!!
Da wir aber wissen, wie viele Leute sich allgemein von der Politik
abgestoßen fühlen und kaum noch überhaupt ein Partei für wählbar
halten, haben wir den Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen
Parteien Fragen zum Angeln gestellt.
Vielleicht ergibt das für den einen oder anderen den Auschlag für oder
gegen eine Partei. Im Anschluss an die Antworten der Parteivorsitzenden
werden wir aus anglerischer Sicht die Antwort kommentieren.
Das aber - wie oben schon gesagt - kann eine Entscheidung für eine
Partei letztlich nur bestätigen, sollte aber nicht Grundlage dafür
sein.
Wir haben folgenden Brief an die Vorsitzenden der CDU (Frau Dr.
Merkel), CSU (Herr Seehofer), SPD (Herr Müntefering), Grüne (Frau Roth und Herr
Özdemir), FDP (Herr Westerwelle) und an Die Linke (Herr Bisky, Herr Lafontaine)
geschickt, mit der Bitte um Stellungnahme:
|
Sehr
geehrter Herr/Frau XXXXXX,
vor der Bundestagwahl möchten wir die ca. 4
Millionen Angler informieren, wie die im Bundestag vertretenen Parteien zum
Thema Angeln stehen.
Wir wissen durchaus, dass mit der Föderalismusreform
auch die Regelungen für das Angeln in den jeweiligen Fischereigesetzen
festgeschrieben wurden.
Deshalb haben wir uns bereits mit den zuständigen
Ministern der Länder in Verbindung gesetzt – mit in unseren Augen katastrophalem
Ergebnis.
http://www.anglerpraxis.de/ausgaben-...-stellung.html
Nun
sehen wir gerade im Superwahljahr 2009 auch Sie als Bundespartei in der Pflicht,
Stellung zu beziehen und den Anglern zu erklären, in welcher Form sich Ihre
Partei für das Angeln einsetzen kann und wird.
Was beispielsweise
unternehmen Sie als Bundespartei, um möglichst einheitliche Regelungen innerhalb
Deutschlands zu schaffen und den Zugang zum Angeln soweit als möglich zu
vereinfachen?
Wir möchten unnötige Kosten vermeiden und würden uns daher
freuen, wenn Sie uns die Antwort als E-Mail bis spätestens zum 29.07.2009
(Redaktionsschluss) schicken würden an:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Mit
freundlichen Grüßen,
Thomas Finkbeiner
Redaktion
Anglerboard
Philipp Freudenberg
Bundesgeschäftsführer des Deutschen Anglerverbandes e.V.
|
Hier nun die Antwort der SPD:
Zitat:
|
Die SPD schätzt die ehrenamtliche Arbeit der rund 3,8 Millionen
Angler in Deutschland. Sie erbringen tagtäglich eíne enorme Leistung, die neben
der Umwelt- auch eine gesellschaftliche Komponente hat.
Sie verbringen
viele ehrenamtliche Stunden mit der Gewässerbetreuung bzw. bewirtschaftung.
Damit leisten Sie einen entscheidenden Beitrag zur Sauberhaltung der Gewässer
und der Uferzonen, zur Erhaltung und Wiederherstellung der natürlichen
Lebensräume und zu einer ausgewogenen Artenvielfalt in unseren Gewässern. Und
das vollbringen Sie mit einem hohen Maß an Kompetenz.
Darüber hinaus
leisten Sie einen Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Die
Interessen unserer Gesellschaft stimmen maßgeblich mit denen der Anglerschaft
überein. Wo schließen sich schon so viele Menschen für eine gemeinsame Sache
zusammen. Und das alles in ehrenamtlicher Tätigkeit. Dafür gilt Ihnen unser ganz
besonderer Dank und unsere Anerkennung.
Sie arbeiten aktiv an der
schonenden Bewirtschaftung der Fischbestände mit. Ob bei den Managementplänen
üfr den Aal oder beim Dorschangeln auf der Ostsee: wenn es um die Erarbeitung
effektiver Maßnahmen ging, waren Sie stets mit Lösungsvorschlägen zugegen. Und
auch sonst sind Sie beim Natur- und Umweltschutz ganz vorn dabei. Die
Durchgängigkeit von Gewässern, der Fischartenschutz, die Vermittlung
waidgerchten Tötebs von Tieren, das ist nur ein kleiner Teil der von Ihnen
erbrachten Leistungen. Die organisierten Angler in Deutschland sind die größten
Umweltschutzorganisationen nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Das macht sie
unverzichtbar.
Übrigens haben wir uns auch die Umfrage unter den
Länderministern angesehen. Ihre Forderung nach einem einheitlichen Zugang zum
Angeln lassen sich vor dem Hintergrund des Föderalismus vermutlich nicht
verwirklichen. Wir fügen diesem Schreiben aber zur Veranschaulichung eine
Übersicht über die verschiedenen Anforderungen an Angler in allen 16
Bundesländern bei. Das macht die Sache nicht einfacher, aber
übersichtlicher.
Sie üben das Angeln übrigens auch mit Leidenschaft aus,
das schätzen wir ganz persönlich.
Kajo Wasserhövel
|
Unser Anglerboard - Kommentar
Auch die Antwort der SPD kam nicht vom angeschriebenen Vorsitzenden,
aber sie kam immerhin! Auch die SPD scheint eher "auf Kriegsfuß" mit
den modernen Medien zu stehen -denn auch hier kam die Antwort nicht
einfach per Mail wie vorgeschlagen, sondern per Post.
Auch wenn der DAV die Fragen mit unterschrieben hat, zeigt die Antwort dass man damit speziell auf den DAV einging.
Nur im letzten Absatz nahm man dann Stellung zu unserer Frage, ob und
wie man den Zugang zum Angeln möglichst bundeseinheitlich
vereinheitlichen und vereinfachen könne.
Die Einschätzung, dass das wegen des
Föderalismus nicht einfach sein dürfte, die teilen wir durchaus. Nur
wollten wir ja nicht wissen, ob das einfach ist, sondern ob die Bundes
- SPD dafür kämpfen will.
Also insgesamt ein anglerisch eher mageres Statement der SPD.
Thomas Finkbeiner
Kommentar schreiben
Kommentare
Hecht
Und anscheinend keine Interesse, die Situation der 3,8 Mio Angler zu verbessern. (Woher kommt nur diese Zahl?)
Die Quittung für solche Antworten gibts am 27.9.